In dieser Woche schauen wir uns an, warum eine spontane Entscheidung 45 Jahre lang das Leben verändern kann, weshalb Geldbeutel und Psyche bei Studierenden untrennbar zusammenhängen und warum du beim Verschicken von Emojis 🤰 besser zweimal hinsiehst. Aber zuerst:

Song der Woche: Where is my Husband von Raye
Das Retro-Pop-Lied Where is my Husband dümpelte monatelang in den deutschen Charts herum – und sprang vor einigen Wochen plötzlich auf Platz 3. Grund sind Konzerte in Berlin, Köln und Zürich. Auf TikTok geht ihr Lied als globaler Hochzeitshit viral. Die britische Sängerin Raye begeistert viele junge Frauen, denn sie trägt ihr Herz auf der Hand: Die Lyrics zeichnen das Bild einer enttäuschten Frau, die vergeblich auf eine verbindliche Beziehung mit ihrem Liebhaber wartet (Heterofatalismus läßt grüßen). Sie zeigen aber auch, wie oberflächlich und selbstbezogen ihre Erwartungen an die Ehe sind: es geht nur um den Diamantring.

1. Jugendleiter nimmt Obdachlosen auf – er bleibt für 45 Jahre

Worum es geht: Dies ist eine Geschichte aus der Kategorie »Hilfe! Was, wenn das mir passiert?!« ;-) Ein Jugendleiter aus England öffnete in der Nacht vor Heiligabend einem 30-jährigen Obdachlosen seine Tür, er kannte ihn vage von früher. Irgendwie brachten er und seine Frau es nicht übers Herz, den autistischen Mann am nächsten Tag gehen zu lassen. Dass sie damit eine über 45 Jahre dauernde Gastfreundschaft begannen und der Mann zu ihrem treuen Familienmitglied wurde, hatten beide natürlich nie geahnt.

Warum es relevant ist: Wenigen Menschen geht es so wie Maria, der ein Engel voraussagte, wen sie für die nächsten Jahrzehnte bei sich aufnehmen wird. Doch Marias Antwort zeigt uns den Weg: Sie sagte Ja. Nächstenliebe beginnt oft genau so – mit einer spontanen Türöffnung, die unsere Planung komplett auf den Kopf stellt. Das sehen wir auch in unserem Umfeld: Ob es die Aufnahme von vier Geschwistern gleichzeitig ist (wie bei Andy) oder das Feiern von Partys mit Menschen von der Straße (wie bei Aaron). Es geht um die Bereitschaft, sich unterbrechen zu lassen.

Frag Jugendliche: Was meinst du, haben deine Eltern schon mal Engel aufgenommen, als sie einer seltsam anmutenden Person die Tür geöffnet haben? Hebräer 13,2

2. Mental Health: Armen Studierenden wird es noch lange nicht besser gehen

Worum es geht: Laut der Langzeitstudie des Healthy Minds Network mit über 84.000 Befragten sind Depressions- und Suizidgedanken bei US-Studierenden zum dritten Mal in Folge rückläufig. Im deutschsprachigen Raum fehlen aktuelle Vergleichswerte; hier sind die meisten Daten bereits zwei Jahre alt.

Warum es relevant ist: Die spannende Frage ist nicht nur, ob es Studierenden besser geht, sondern wem. In der Schweiz berichten beispielsweise 46 % der Studierenden mit großen finanziellen Sorgen von schweren depressiven Symptomen. Mentale Gesundheit scheint weniger eine reine Frage von Resilienz oder Selbstfürsorge zu sein, sondern vielmehr eine von struktureller Sicherheit. Wer Rückhalt hat, kommt zur Ruhe – wer keinen hat, bleibt im Überlebensmodus.

In den USA gibt es übrigens unter Gen Z einen starken Trend weg von der Uni, hin zu handwerklichen Berufen. Unter anderem, um schnell finanziell unabhängig zu werden. Vielleicht ist die Mental Health an den US-Unis also besser, weil die finanziell gestressten Studierenden gar nicht erst kommen?

Frage Studierende: Was stresst dich mehr: Prüfungen oder Geld? Würde sich deine mentale Gesundheit verändern, wenn finanzielle Sorgen wegfielen? Matthäus 11,28

3. Schick bloß nicht dieses Emoji! 🍆

Worum es geht: Emojis sind die geheime Sprache der Gen Z. Viele bedeuten absolut nicht das, wonach sie aussehen. Wir haben über 50 Symbole entschlüsselt, von der Kartoffel 🥔 (Alman) bis zur Kappe 🧢 (Lüge), damit du im Familienchat nicht ins Fettnäpfchen trittst.

Teste dein Wissen: Schnellquiz
🙂 Sarkastische Ungeduld – statt Lächeln
🍑 Hintern – statt Pfirsich
👁️👄👁️ Schock – sprachloses, versteinertes Gesicht
🤰 Attraktivität – Dein Anblick macht mich schwanger
👨‍🦯 Ignoranz – Warnsignale bewusst übersehen

Warum es wichtig ist: Ein falsches Emoji sorgt schnell für »Cringe«-Momente oder entsetzte Blicke, vor allem bei Gemüse-Emojis! Wenn du ihre Sprache verstehst, zeigst du ihnen auch: »Ich interessiere mich für dich und deine Welt.«

Frag Jugendliche: Nutzt du Emojis, die ich falsch verstehe? Welche Emojis fehlen auf dieser Liste?

Gemeinsam für die nächste Generation
Priscilla & Andy von MrJugendarbeit in Zusammenarbeit mit Axis

PS: Zum Schluss noch ein kurzer Blick auf den Rest der Kulturlandschaft:

  1. Frankreich stimmt als erstes europäisches Land für ein Social-Media-Verbot für Teenager unter 15 Jahren.
  2. Frauen ermuntern andere auf Instagram, aus der Heimporno Produktion Only Fans auszusteigen.
  3. Die Netflix Verfilmung des BookTok Hits People We Meet on Vacation stieg mit 17,2 Millionen Views direkt auf Platz 1 der weltweiten Charts ein.
  4. Die hippen Katholiken: Ein Priester als DJ tourt durch die Gegend und wird in sozialen Medien gefeiert.
  5. Gaming und Glaube gehen Hand in Hand bei der Kirche in Roblox oder bei den Main Quest Ministries.
  6. Ein neuer Trend auf TikTok besteht darin, Promis mit Eulengeräuschen nachzuahmen.

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