Das »Body Image« (Körperbild) ist die mentale Vorstellung, die wir davon haben, wie wir aussehen; es kann eine enge Beziehung zu dem haben, wie andere uns tatsächlich sehen, oder auch nicht. Hier sind neun Dinge, die du über Body-Image-Probleme bei Frauen wissen solltest:
- Im Rahmen der Dove-Kampagne für echte Schönheit wurde ein Phantombildzeichner beauftragt, Frauen so zu zeichnen, wie sie sich selbst sehen und wie andere sie sehen. Das soziale Experiment zeigte, dass sich die Wahrnehmung der Frauen von sich selbst stark von der Wahrnehmung anderer unterschied. Die meisten Frauen sahen sich deutlich kritischer, als es andere taten.
- Laut Statistischem Bundesamt liegt die durchschnittliche Körpergröße erwachsener Frauen in Deutschland bei 166 cm, das Durchschnittsgewicht bei etwa 69 kg (Mikrozensus 2021). Laufstegmodels müssen in der Regel mindestens 175–178 cm groß sein und einem sehr schlanken Körperideal entsprechen – Maßstäbe, die für die überwiegende Mehrheit der Frauen weder erreichbar noch gesundheitlich vertretbar sind.
- Bereits ab dem Alter von 6 Jahren beginnen Mädchen, sich Gedanken über ihr Gewicht oder ihre Figur zu machen. 40 bis 60 % der Grundschulmädchen zwischen 6 und 12 Jahren sind besorgt darüber, zu dick zu werden. Diese Sorge begleitet viele Frauen ihr ganzes Leben. Laut BZgA zeigen mehr als 20 von 100 Kindern und Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren Symptome einer Essstörung – drei Viertel davon empfinden sich als zu dick, obwohl sie normalgewichtig sind.
- Der bekannteste Risikofaktor für die Entwicklung von Magersucht (Anorexia nervosa) und Bulimie (Bulimia nervosa) ist die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper. Das Einstiegsalter liegt häufig zwischen 12 und 13 Jahren. Laut Statistischem Bundesamt hat sich die Zahl stationärer Behandlungen wegen Essstörungen bei 10- bis 17-jährigen Mädchen in Deutschland binnen 20 Jahren verdoppelt – von 3.000 Fällen im Jahr 2003 auf 6.000 im Jahr 2023. 93 % aller wegen Essstörungen stationär Behandelten sind Frauen. Laut Daten der Kaufmännischen Krankenkassen stiegen die Fälle von Magersucht, Bulimie und Binge Eating bei 12- bis 17-jährigen Mädchen zwischen 2012 und 2022 um rund 54 Prozent – ein Anstieg, der durch die Corona-Pandemie zusätzlich beschleunigt wurde.
- Laut Dove Real State of Beauty Report 2024 – der bisher umfangreichsten Schönheitsstudie eines Kosmetikkonzerns, mit über 33.000 Befragten in 20 Ländern – fühlen sich Frauen heute unter beispiellosem Schönheitsdruck: Fast 2 von 5 Frauen weltweit würden ein Jahr oder mehr ihres Lebens aufgeben, um ihr Idealgewicht oder ihre Wunschfigur zu erreichen. In Deutschland sind es 36%.
- Der Dove Real State of Beauty Report 2024 ergab, dass 73 % der Frauen der Aussage »Medien und Werbung setzen einen unrealistischen Schönheitsstandard, den die meisten Frauen niemals erreichen können« voll und ganz zustimmen – kaum weniger als 2004, als es 74 % waren. [Anm.d.Ü.: Trotz Body-Positivity-Bewegung, Dove-Kampagnen und mehr Diversität in der Werbung hat sich an dieser Grundüberzeugung in 20 Jahren praktisch nichts verändert.]
- Forscher haben herausgefunden, dass »Fat Talk« – ein Phänomen, bei dem eine Person gegenüber anderen negative Äußerungen über ihr Gewicht macht – unter Frauen eine erwartete Norm ist und ihnen hilft, bescheidener zu wirken.
- Eine im Journal of Eating Disorders veröffentlichte Studie ergab, dass »Fat Talk« zwar mit zunehmendem Alter tendenziell abnahm, jedoch häufig durch »Old Talk« ersetzt wurde. Beide Phänomene treten vor allem bei Frauen auf, die ein negatives Körperbild haben. [Anm.d.Ü.: Laut Dove Real State of Beauty Report 2024 sinkt die Lebenszufriedenheit von Frauen mit zunehmendem Alter deutlich. Den Tiefpunkt erreichen viele zwischen 55 und 64 Jahren.]
- Der einzige vollständige Weg, dieses Problem zu überwinden, besteht darin, unsere Überzeugungen über das Körperbild durch den Heiligen Geist verändern zu lassen. Heather Davis Nelson schreibt im Journal of Biblical Counseling:
»Auf der Suche nach weltlicher Schönheit streben wir danach, dieses schwer fassbare Bild zu werden, anstatt das zu sein, was wir wirklich sind. Du und ich sind nach dem Bild des lebendigen Gottes geschaffen. Unser Ziel ist es, sein Bild in der Welt widerzuspiegeln. Aber seit dem Sündenfall lassen wir zu, dass die Welt ihr Bild in uns einprägt. Es ist das Bild der Sünde und letztlich des Todes. Anstatt uns in Gottes Bild zu verwandeln, passen wir uns dem Bild der Welt an. Wir stecken hoffnungslos in einem leblosen Kreislauf fest und tauschen Gott gegen das Geschöpf als Gegenstand unserer Anbetung aus. Aber Gott hat uns in seiner Barmherzigkeit gerettet! In seiner Liebe sandte Gott Jesus Christus, um die Folgen unserer Götzenverehrung auf sich zu nehmen. Er wurde zur Sünde, damit wir gerecht werden konnten. In Christus schenkt Gott uns jetzt Freiheit von der Macht der Sünde und Hoffnung auf ihre endgültige Überwindung im Himmel. Gott macht dich schön mit der Schönheit seines Sohnes Jesus. Indem du auf Gottes Bild in Jesus Christus schaust, wirst du verwandelt. In Römer 12,1-2 heißt es: ›Ich ermahne euch nun, liebe Schwestern, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das ist euer vernünftiger Gottesdienst. Und passt euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken.‹«
