Sie liegen auf dem Boden, sie essen rohen Fisch und sie sprechen in Rätseln. Heute machen wir den Vibe-Check für Gen Alpha: Wir klären, inwiefern die neuen 6.-Klässler anders ticken, wieso Sushi die Pizza verdrängt hat und liefern dir ein Sprach-Update, damit du nicht mehr »lost« bist. Aber zuerst:

Flow State (Flow-Zustand)
In einer Welt voller 8-Sekunden-Aufmerksamkeit ist Fokus das neue Gold. Gen Z und Gen Alpha prahlen damit, einen sogenannten »Flow State« zu erreichen – einen Zeitraum, in dem sie so sehr in ihre Tätigkeit vertieft sind, dass sie sich auf nichts anderes konzentrieren können. Der Begriff wird neu auch verwendet, um das Gefühl zu beschreiben, wenn etwas perfekt läuft, wie es dieses Video zeigt.

1. So tickt Gen Alpha: Bodenhaltung statt Stillsitzen

Worum es geht: Lehrer und Jugendleiter beobachten einen Shift: Gen Alpha wirkt oft noch impulsiver als Gen Z. Im Podcast Beyond Youth Ministry berichten Pastoren, dass grundlegende Normen fehlen – man muss Teenagern heute erst erklären, dass man sich während des Programms nicht hinlegt, sondern aufrecht sitzt. Und sie staunen, wie 12-jährige Mädchen direkt vor Beginn der Kleingruppenzeit noch je drei Energydrinks reinkippen und trotzdem unbeschadet weiterleben – während die Kleingruppenzeit natürlich gestorben ist.

Was jetzt hilft: Statt über Eltern zu klagen, hilft ein Perspektivwechsel: Begib dich in ein kollegiales Coaching (wie z. B. bei Pulse Connect). Gemeinsam lassen sich kreative Lösungen für die Gruppendisziplin finden: Das können einerseits klare Ansagen und herzlich formulierte Regeln sein, aber auch neue Rituale wie …

»Alle legen sich jetzt 2 Minuten auf den Boden.«
Frag Jugendliche: Fallen dir die neuen 5. und 6.-Klässler an deiner Schule auf? Sind sie unruhiger, als ihr es damals wart?

2. Das isst Gen Alpha: Sushi statt Pizza

Worum es geht: Das Wall Street Journal meldet einen teuren Wandel auf dem Geburtstagstisch: Pizza hat ausgedient, roher Fisch ist der neue Standard. Ein Trend aus den USA liefert die Erklärung: Dort wird der Sushi-Reis oft viel stärker gesüßt, um genau den Kinder-Geschmack zu treffen. Zusammen mit der bunten »Instagram-Optik« wird Sushi so zum Lifestyle-Produkt, das viele Eltern fast pleitegehen lässt. Auch im deutschsprachigen Raum erzählen uns Eltern stolz-verschämt, dass Restaurantbesuche nun richtig teuer seien, seit die Kids auf den Geschmack von Sushi gekommen sind.

Unsere Tipps (Lidl-Hacks): Stell günstiges Discounter-Sushi direkt neben die Pizza, aber auf eine schöne Platte. Da diese Generation visuell tickt, wird das Supermarkt-Produkt so zum Premium-Snack. Oder kauf dir bei Gelegenheit die Sushi-Grundzutaten: Sushi-Reis, Reisessig, Nori-Algen-Blätter, geröstete Sesamsamen, eingelegter Ingwer, Wasabipaste, Sojasauce und eine Sushimatte zum Rollen. Dazu noch Lachs im Angebot und Avocados oder Gurken, und schon kannst du loslegen. Mit stylischen gerösteten Zwiebeln obendrauf fällt der Qualitätsunterschied zum Restaurant nicht so auf.

Frag Jugendliche: Hättest du mal Lust auf einen Sushi-Abend in der Jugendgruppe?

3. Das sagt Gen Alpha: Skibidi statt Cringe

Worum es geht: Jugendsprache veraltet schneller, als man »Slay« sagen kann. Begriffe ändern ihre Bedeutung über Nacht oder verschwinden komplett. Die meisten Eltern kommen da nicht mehr mit und fühlen sich »lost« – aber du bist nicht »die meisten Eltern«. Du hast uns als deine persönlichen Forschungsassistenten.

Was jetzt hilft: Unser neues Großes Wörterbuch der Jugendsprache 2026 ist dein Spickzettel für den Küchentisch. Wir haben über 160 Begriffe für dich übersetzt – von aktuellen TikTok-Trends bis zu den Klassikern. Achte im Artikel besonders auf das Pokal-Symbol 🏆. Es markiert die Begriffe, die in Deutschland gerade wirklich Geschichte schreiben oder Top-Favoriten für 2026 sind. Damit weißt du sofort, was wirklich relevant ist.