Inspire Einheit 26: Jakobs Ringkampf

Wie funktioniert das INSPIRE Curriculum?

In jeder Einheit geht ihr durch mehrere interaktive Diskussionsphasen. Die Diskussionsfragen helfen euch, junge Menschen in ihrem Lesen und Interpretieren der Bibel zu fördern.

Für wen ist INSPIRE gemacht?

  • Für Gruppen mit 6 bis 30 Jugendlichen
  • Für junge Menschen zwischen 11 und 17 Jahren
  • Für Jugendleiter:innen mit wenig Zeit

Wie funktioniert es?

  1. Phase: Herausfinden, was im Text passiert
  2. Phase: Die wichtigsten Teile des Textes identifizieren
  3. Phase: Den Inhalt auf unsere Situation anwenden
  4. Phase: Verstehen, was Gott heute sagt

Ohne Bibel geht’s nicht

Da dieses Curriculum ein Hilfsmittel zum Verstehen der Bibel ist, funktioniert es am besten, wenn jede:r Jugendliche eine Bibel zur Hand hat. Bitte jede Woche jemanden, den Text vorzulesen, während die Jugendlichen mitlesen. Es ist auch praktisch, wenn sie während des Teachings ihre Bibeln offen vor sich haben, sodass sie ihre Antworten auf Textbelege stützen können, und nicht nur raten.

💡
Pro-Tipp: Schau dir als Leiter:in die Fragen und Spiele vorher an, um dich mit Bibeltext, Thema und den Spielen vertraut zu machen.

Andacht

Icebreaker – Ich packe meine Satteltasche und nehme mit...

⏱ 5 Minuten

Jakob machte sich mit seiner Familie, seinen Dienern und all seinem Besitz auf den Weg, um nach Kanaan zurückzukehren. Was hat er wohl alles gepackt? Wir spielen ein oder zwei Runden (je nach Zeit) von »Ich packe meine Satteltasche und nehme mit...« Jede Person fügt nach und nach einen Gegenstand hinzu und jeder merkt sich alles, was bereits eingepackt wurde, in der richtigen Reihenfolge.

Ein Beispiel dafür wäre: »Ich packe meine Satteltasche und nehme mit: eine Wolldecke.«

»Ich packe meine Satteltasche und nehme mit: eine Wolldecke und eine Zahnbürste.«

»Ich packe meine Satteltasche und nehme mit: eine Wolldecke und eine Zahnbürste und mein Teddybär.« usw.

Einführung

⏱ 5 Minuten

Letzte Woche haben wir uns »den großen Betrug« angeschaut und gesehen, wie Jakob seinen Bruder Esau sowohl um sein Geburtsrecht als auch um den Segen seines Vaters betrog. Jetzt gab es nichts mehr für Esau. Obwohl er der jüngere Sohn war, hatte Jakob tatsächlich die Gunst Gottes, die ursprünglich dem älteren Sohn vorbehalten war. Wie ihr euch vorstellen könnt, war Esau darüber nicht sehr erfreut und hätte Jakob umgebracht, wenn er ihn in die Finger bekommen hätte. Mithilfe seiner Mutter flieht Jakob und zieht zu seinem Onkel Laban.

Die heutige Geschichte findet etwa 20 Jahre später statt; aber es waren keine 20 lockere, ruhige Jahre. Nein, Jakob hat hart gearbeitet und wurde dann mit der falschen Frau verheiratet. Das müsst ihr lesen! Am Ende hatte Jakob zwei Frauen.

In der Zwischenzeit liefen die Dinge an der heimischen Front nicht gut. Lea (die weniger attraktive Frau Jakobs) hat viele Kinder zur Welt gebracht, aber Rahel konnte keine Kinder bekommen. Mit der Hilfe von zwei Dienerinnen hat Jakob am Ende eine riesige Familie. Lea hat sechs Söhne, ihre Dienerin zwei Söhne, Rahels Dienerin hat zwei und am Ende hat auch Rahel einen Sohn (Josef) und später noch einen.

So sieht es also aus. Sie sind auf dem Weg nach Hause, um sich Esau zu stellen. Jakob hat Angst, aber Gott hat ihm gesagt, dass es Zeit ist zu gehen. Sie sind schon fast da; am nächsten Tag treffen sie auf Esau. Aber was werden 20 Jahre mit Esaus Wut getan haben?

Teaching

⏱ 30 Minuten

Hier sind wir also, nach 20 Jahren in der Ferne, ist Jakob auf dem Weg nach Hause. Das Einzige, was er fürchtet, ist der Unmut von Esau. Er schickt Boten voraus, um anzukündigen, dass er kommt. Dann aber erfährt Jakob, dass Esau ihm mit 400 Männern entgegenkommt! Jakob macht sich vor Angst fast in die Hosen und fleht Gott um Hilfe...

📖 LEST 1. Mose 32,22-32

Warum ist Jakob wohl nachts aufgestanden und hat seine Frau, seine Kinder und die beiden Mägde an einer seichten Stelle über den Fluss Jabbok gebracht? (Wahrscheinlich, um sie zu schützen. Wenn sie von Jakob getrennt sind, werden sie vielleicht nicht angegriffen.)
Was hat er noch über den Fluss gebracht und warum? (Diskutiert. Es war alles, was er besaß, sodass er absolut alleine war. Wiederum besteht so ein geringeres Risiko, angegriffen zu werden.)
Was geschah, als Jakob dann alleine war? (Es erschien ein Mann, der mit ihm rang.)
Wie seltsam war das, dass ein Typ plötzlich aus dem Nichts auftauchte und ohne Grund ein Ringkampf mit ihm begann? Was meint ihr, was Jakob darüber dachte? (Vielleicht wurde er einfach überrumpelt und hatte dann keine Zeit zum Nachdenken; vielleicht dachte er zuerst, es sei jemand, der von Esau geschickt wurde.)
Wie lange haben sie gekämpft? (Bei Tagesanbruch waren sie immer noch am Ringen, keiner gewann – eine anstrengende Nacht!)
Was musste der Fremde tun, um zu gewinnen? (Er hat Jakobs Hüfte ausgerenkt.) War das fair? (Diskutiert.)
Warum wollte der Mann gehen? Was war am Tagesanbruch so wichtig? (Es war Morgen; sie hatten die ganze Nacht gerungen, der Tagesanbruch bedeutete, dass es hell werden und Jakob sein Gesicht sehen würde.)
Was wollte Jakob, bevor er den Mann gehen ließ? (Er wollte, dass er ihn segnet.)
Was ist dann passiert und welche Bedeutung hatte das? (Der Mann fragte Jakob nach seinem Namen und sagte dann, dass er von nun an Israel genannt werden würde, weil er mit Gott und Menschen gekämpft und gesiegt hatte. Der neue Name bedeutete für Jakob einen Neuanfang.)
Was war das Ergebnis? (Jakob bekam seinen Segen.)
Denkt ihr, wir können so mit Gott reden, dass es mit einem Ringkampf vergleichbar wäre? (Diskutiert. Ausdauerndes Gebet, bei dem wir nicht aufgeben. Manchmal mag es schwierig erscheinen, wie ein langer und mühsamer Kampf, bis es diesen Moment des Durchbruchs gibt – wie beim Ringen.)
Was tat Jakob, als er seinen Segen erhalten hatte und der Mann gegangen war? (Er baute einen Altar und nannte den Ort Pnuël.)
Was hieß das und welche Bedeutung hatte es? (Es bedeutete, dass er das Angesicht Gottes gesehen hatte und es überlebte. Die Menschen glaubten, dass sie sterben würden, wenn sie Gottes Angesicht sähen, also war dies eine beeindruckende Sache.)
Was trug Jakob von diesem Ereignis davon? (Er hatte ein Hinkebein, das ihn für den Rest seines Lebens an dieses Ereignis erinnern sollte.)
Also, gute Geschichte, aber was können wir daraus lernen? Gibt es eine Wahrheit, die wir daraus lernen können; gibt es ein Versprechen; gibt es da eine Lektion für uns? (Diskutiert. Denkt darüber nach, wie Gott zu uns spricht. Wie wissen wir, was er für uns will? Manche Dinge oder Geschenke, die wir erhalten, sind oft nicht so einfach verpackt. Jakob war durch die Belohnung motiviert: ein Segen von Gott. Während dieser harten, ermüdenden und schmerzhaften Zeit war Gott mit Jakob. Jakob wurde an einen Ort der Hilflosigkeit gebracht, und manchmal müssen auch wir an diesen Ort gebracht werden, bevor Gott uns segnen kann.)
Jakobs Name wurde geändert. Er wurde von einem Betrüger zu einem »Fürst Gottes«. Kann Gott uns verändern? (Manchmal werden wir von Leuten in eine bestimmte Schublade gesteckt. Gott ist jedoch in der Lage, unseren Charakter zu verfeinern, so dass die besten Züge unseres Charakters durchscheinen. Unser Wunsch sollte es sein, die Person zu werden, die Gott sich für uns wünscht, und wenn wir es zulassen, wird er uns und unsere Einstellungen so verändern, dass wir zu dieser Person werden.)
Wie, denkt ihr, verändert Gott uns? (Durch Umstände und durch Gebet.)
Wie können wir damit umgehen, wenn unsere Umstände zu schwierig erscheinen oder wir uns zu schwach fühlen? (Schaut euch 2. Korinther 12,9-10 an, um zu sehen, was Paulus sagt. Gott gibt uns die Kraft, die wir brauchen, wir müssen uns nur auf ihn verlassen und ihn durch uns wirken lassen.)

Zusammenfassung

⏱ 5 Minuten

Jakob hatte ein ganz schön spannendes Leben; er wandelte sich vom Betrüger zum Fürsten Gottes. Wir haben gesehen, wie er andere betrogen hat und dann selbst von seinem Onkel betrogen wurde. Hier haben wir jedoch gesehen, dass er vor Gott nichts tun kann, außer sich von ihm in einen neuen Menschen verwandeln zu lassen. Gott möchte, dass wir uns auf ihn konzentrieren und nicht auf uns selbst. Es ist traurig, nicht wahr, dass Gott manchmal nicht nur mit uns ringen, sondern uns auch unsere Schwächen zeigen muss, um unsere Selbstbezogenheit zu überwinden. Wir müssen lernen, dass der Schlüssel zu geistlicher Kraft nicht in unserer Stärke, sondern in unserer Schwäche liegt.

Gebet

⏱ 5 Minuten

Habt ihr auch schon für etwas gebetet und nicht das Gefühl gehabt, dass eine Antwort bevorstand? (Manchmal antwortet Gott mit »Ja«, »Nein« oder »Warte«) Wenn ihr über etwas, das ihr vor Gott gebracht habt,

noch keinen Frieden gefunden habt, ist es vielleicht Zeit, an diesen noch unerhörten Gebeten dranzubleiben?

Gebt nicht auf, bis die Antwort da ist!

Ermutige die Jugendlichen, die heutigen Bibelversen aufzuschreiben, damit sie sie später zu Hause lesen können. Sie sollen auch die Dinge aufschreiben, von denen sie das Gefühl haben, dass sie Gott darum bitten müssen und im Gebet vor Gott ausharren sollen.

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