Lies mich zuerst.
Mit dieser Kleingruppenserie kannst du deine Jugendlichen dazu einladen, sich mit Gottes Plan für jedes Geschlecht und ihren eigenen Erfahrungen damit auseinanderzusetzen, während sie sich gleichzeitig mit Jesu Einladung in seine Nachfolge beschäftigen.
ÜBER DIE SERIE »TRANSFORMED – GESCHLECHTSIDENTITÄT & JÜNGERSCHAFT«
Inhalt für Kleingruppen:
- Leitfaden für Leiter – Enthält alles, was du zur Vorbereitung brauchst, Skripte und alle Inhalte, die dir helfen, tiefgehende Diskussionen zu leiten und zu moderieren.
- Folien – PowerPoint-Folien mit Text, den du bearbeiten kannst
- Handout für Jugendliche – Handouts, die deinen Jugendlichen helfen, der Lektion zu folgen
- Video und Videoskript – KI-generierte deutsche Fassung des englischen Originals inkl. passendem Videoskript (falls du den Input lieber selbst machst). Wenn du das englische Original nutzen möchtest, verwende den Link unter dem eingebetteten Video im Leitfaden.
- Predigt – Diese Predigten ergänzen die Serie (sind aber nicht unbedingt notwendig). Sie sind neu verpackte Versionen des Lektionsinhalts. Du kannst sie zusammen mit oder anstelle der Kleingruppendiskussionen verwenden, oder auch ganz weglassen. Es bleibt dir überlassen, wie du sie einsetzt.
Bibelleseplan
Nach jeder Lektion kannst du deine Jugendlichen dazu ermutigen, sich auch in der Woche weiter mit dem Thema zu beschäftigen, indem sie einen dreitägigen Bibelleseplan machen.
Elternratgeber
Lade die Eltern deiner Jugendlichen ein, das Gespräch zu Hause fortzusetzen, indem du ihnen den Ratgeber für Eltern gibst. Darin finden sie hilfreiche Tipps, Wissen und einen Überblick über die Serie »Transformed« mit Fragen, die sie ihren Jugendlichen jede Woche stellen können.
Umfrage
Bevor du mit deinen Jugendlichen ins Gespräch kommst, solltest du ihnen die Umfrage geben. Sie gibt dir einen schnellen Überblick über die aktuellen Überzeugungen und Einstellungen deiner Jugendlichen zu diesem Thema. Führe die Umfrage nach Beenden der Serie erneut durch, um zu sehen, ob sich die Antworten deiner Jugendlichen verändert haben. Nutze dieses Google-Formular als Vorlage für deine Umfrage.
THEMENÜBERSICHT
- Woche 1: Mit Jesus unterwegs
Jesus lädt uns zu einer lebenslangen Reise der Nachfolge ein und begleitet uns unser ganzes Leben. Bei ihm können wir all unsere Fragen und Zweifel loswerden. - Woche 2: Divine Design
Gott hat uns nach seinem perfekten Plan und nach seinem Ebenbild erschaffen. Aber wir versuchen, uns selbst neu zu definieren und verfehlen unsere wahre, von Gott gegebene Identität und Bestimmung. - Woche 3: Sich selbst finden
Die Welt verspricht uns schnelle Lösungen und sofortige Befriedigung. Aber Jesus ruft uns auf, uns selbst zu verleugnen, unser Kreuz auf uns zu nehmen und ihm nachzufolgen. Wenn wir uns selbst verleugnen, um Jesus zu folgen, finden wir in ihm unser wahres Selbst und er führt uns zu Freude und Freiheit. - Woche 4: Wie Jesus leben und lieben
Als Nachfolger Jesu sind wir dazu aufgerufen, unsere Mitmenschen zu lieben, auch diejenigen, die eine andere Meinung haben als wir. So wie Jesus uns in eine Beziehung mit ihm einlädt, obwohl wir noch fehlerhaft sind, können wir Menschen, die mit ihrer Geschlechtsidentität und Sexualität kämpfen, zu wertvollen Freundschaften einladen. Wir können unseren LGBTQ-Freunden Mitgefühl zeigen, ohne notwendigerweise ihren Lebensstil zuzustimmen oder Gottes Gebote zu ignorieren.
Vorbereitung
Unsere Gesellschaft ist laut. Wir hören viele Stimmen. Überall gibt es Meinungen zu Themen wie Geschlecht und Sexualität, die unsere Feeds und Bildschirme füllen. Da fällt es manchmal schwer zu wissen, wie wir als Christen auf Menschen zugehen sollen, die anders denken oder leben. Manche Christen ziehen sich dann zurück, während andere online aktiv werden und wütend reagieren. Aber Jesus ruft uns zu keinem dieser beiden Extreme. Diese Woche wirst du mit deinen Jugendlichen darüber reden, wie wir ganz praktisch so leben und lieben können, wie Jesus – Menschen willkommen heißen und ihnen treu zur Seite stehen, auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind.
Bibelstellen: Lukas 10,25-37
Benötigtes Material: Bibel, Stifte, Laptop mit Bildschirm oder Beamer, um Videos zu zeigen
Ziele der Lektion
- Die Jugendlichen lernen, wie der barmherzige Samariter einem Fremden Liebe und Mitgefühl gezeigt hat.
- Sie sprechen darüber, wie sie mit Menschen umgehen sollten, die mit ihrer Geschlechtsidentität oder Sexualität kämpfen.
Hauptgedanke
Als Nachfolger Jesu sind wir dazu aufgerufen, unsere Mitmenschen zu lieben, auch diejenigen, die eine andere Meinung haben als wir. So wie Jesus uns in eine Beziehung mit ihm einlädt, obwohl wir noch fehlerhaft sind, können wir Menschen, die mit ihrer Geschlechtsidentität und Sexualität kämpfen, zu wertvollen Freundschaften einladen. Wir können unseren LGBTQ-Freunden Mitgefühl zeigen, ohne notwendigerweise ihren Lebensstil zuzustimmen oder Gottes Gebote zu ignorieren.
Hilfreiche Tipps
In dieser Lektion sprechen wir darüber, wie Christen oft nicht geschafft haben, die Liebe Jesu Menschen außerhalb der Kirche zu zeigen – besonders denen, die sich als LGBTQ identifizieren. Es ist wichtig, diese Fehler anzusprechen, aber vermeide es, daraus eine Schuldzuweisung zu machen. Nenne keine Namen und vermeide Details zu bestimmten Kontroversen oder Skandalen. Wenn du weißt, dass jemand in deiner Gruppe persönlich verletzt wurde, sprich unbedingt privat mit ihm oder ihr.
Wenn du über hilfreiche und weniger hilfreiche Reaktionen von Christen auf die LGBTQ-Community zu sprechen kommst, denk daran, dass wir bis zur Rückkehr Jesu seine Liebe nie vollkommen widerspiegeln werden. Statt dich darauf zu konzentrieren, wo Christen hinter den Erwartungen zurückbleiben, feiere lieber die vielen Wege, auf denen wir ihm treu folgen.
Plenum
⏱️ 10 Minuten
Erkläre: Gott lieben und Menschen lieben – das fasst das christliche Leben ziemlich gut zusammen. Aber das auch zu leben, vor allem »Menschen lieben«, ist oft eine echte Herausforderung. Was heißt es eigentlich, jemanden wirklich zu lieben? In unserer Gesellschaft sind »Liebe« und »Akzeptanz« zu Synonymen geworden: Wenn man jemanden liebt, muss man alles an ihm akzeptieren und feiern. Aber was machen wir, wenn wir nicht einer Meinung sind? Wie können wir als Christen treu an Gottes Seite bleiben und gleichzeitig Menschen begleiten, die kämpfen? Wie können wir Gottes Herz in einer Welt widerspiegeln, die oft so verwirrt ist? Heute werden wir versuchen, diese Fragen zu beantworten, indem wir uns eine Geschichte von Jesus anschauen, die zeigt, was es bedeutet, seinen Nächsten zu lieben.
Input
⏱️ 10 Minuten
Schaut euch das Video im Plenum an.
Dies ist eine KI-generierte deutsche Version des englischen Originals. Die Videodatei findest du im Download-Ordner.
Diskussion
Frag die Jugendlichen:
Frage 1: Welche Reaktionen hast du von Christen auf das Thema LGBTQ erlebt?
Frage 2: In welchen Aspekten ist Jesus das perfekte Vorbild dafür, wie man andere liebt?
Frage 3: Was denkst du, muss Liebe Akzeptanz beinhalten? Warum oder warum nicht?
Frage 4: Wie können wir gleichzeitig andere lieben und an unseren Überzeugungen festhalten?
Kleingruppen
Teile die Jugendlichen in Kleingruppen ein.
Erkläre: In dieser Serie haben wir immer wieder darüber gesprochen, dass wir Jesus unsere Fragen und Zweifel anvertrauen können. Wir werden gleich eine Geschichte lesen, die zeigt, wie Jesus auf Fragen antwortete, als er auf der Erde war: Die Geschichte zeigt uns, wie geduldig er ist, dass er das Herz hinter unseren Fragen sieht und dass seine Antworten oft überraschend sind. Schauen wir, wie Jesus auf die Frage antwortet, die uns alle beschäftigt: »Wen soll ich lieben und wie?«
Bibellesen
Lies folgende Bibelstelle:
Ein Mann, der sich im Gesetz Moses besonders gut auskannte, stand eines Tages auf, um Jesus mit folgender Frage auf die Probe zu stellen: »Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu bekommen?« Jesus erwiderte: »Was steht darüber im Gesetz Moses? Was liest du dort?« Der Mann antwortete: »›Du sollst den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit deiner ganzen Kraft und all deinen Gedanken lieben.‹ Und: ›Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.‹« »Richtig!«, bestätigte Jesus. »Tu das, und du wirst leben!« Der Mann wollte sich rechtfertigen; deshalb fragte er Jesus: »Und wer ist mein Nächster?« Jesus antwortete: »Ein Mann befand sich auf der Straße von Jerusalem nach Jericho, als er von Räubern überfallen wurde. Sie raubten ihm seine Kleider und sein Geld, verprügelten ihn und ließen ihn halb tot am Straßenrand liegen. Zufällig kam ein jüdischer Priester vorbei. Doch als er den Mann dort liegen sah, wechselte er auf die andere Straßenseite und ging vorüber. Dann kam ein Tempeldiener und sah ihn ebenfalls dort liegen; doch auch er ging auf der anderen Straßenseite vorüber. Schließlich näherte sich ein Samaritaner. Als er den Mann sah, empfand er tiefes Mitleid mit ihm. Er kniete sich neben ihn, behandelte seine Wunden mit Öl und Wein und verband sie. Dann hob er den Mann auf seinen eigenen Esel und brachte ihn zu einem Gasthaus, wo er ihn versorgte. Am nächsten Tag gab er dem Wirt zwei Denare und bat ihn, gut für den Mann zu sorgen. ›Sollte das Geld nicht ausreichen‹, sagte er, ›dann werde ich dir den Rest bezahlen, wenn ich das nächste Mal herkomme.‹ Wer von den dreien war nun deiner Meinung nach der Nächste für den Mann, der von Räubern überfallen wurde?«, fragte Jesus. Der Mann erwiderte: »Der, der Mitleid hatte und ihm half.« Jesus antwortete: »Ja. Nun geh und mach es genauso.«
– Lukas 10,25-37
Erkläre: Jesus antwortete mit einer Geschichte. Das allein zeigt schon, wie Jesus als Mensch war: Er hat den Leuten nicht einfach gesagt, was sie tun sollen, sondern er hat sich die Zeit genommen, es ihnen zu zeigen. In diesem Fall macht er deutlich, wie weit die Definition von »Nächster« wirklich geht: Sie schließt auch Menschen ein, die ganz anders sind als wir.
Um zu verstehen, wie radikal diese Geschichte für die ersten Zuhörer war, müssen wir den Hintergrund der Beziehung zwischen Juden und Samaritern kennen. Diese beiden Gruppen waren in jeder Hinsicht verfeindet: ideologisch, ethnisch und religiös. Die Leute, die Jesus zuhörten, hätten erwartet, dass der Samariter der Bösewicht der Geschichte ist. Aber Jesus stellt alles auf den Kopf. Der Samariter ist derjenige, der stehen bleibt, die Wunden des jüdischen Mannes versorgt und sogar für seine weitere Pflege bezahlt, ohne Bedingungen zu stellen.
Für uns mag das wie eine schöne, herzerwärmende Geschichte klingen, aber die ersten Zuhörer waren vermutlich schockiert und sogar empört, dass ein Samariter so viel Zeit, Geld und Liebe an einen Juden verschwendet. Doch genau zu dieser radikalen Liebe ruft Jesus uns auf. Wir sollen solche Nächsten in der Welt sein – Menschen, die keine Forderungen stellen, Barmherzigkeit nicht verweigern und die Nöte anderer nicht ignorieren. Unser Markenzeichen als Jünger Jesu sollte die Liebe zu Gott sein, die überfließt in die Liebe zum Nächsten.
Bibel erforschen
Frag die Jugendlichen:
Frage 1: Was lernst du vom Samariter über Nächstenliebe?
Frage 2: Was hat den Priester und den Tempeldiener dazu gebracht, den Verletzten zu ignorieren?
Frage 3: Was hat die Liebe zum Nächsten mit der Liebe zu Gott zu tun?
Frage 4: Was lehrt uns diese Geschichte über Mitgefühl und Barmherzigkeit?
Anwendung auf mein Leben
Frag die Jugendlichen:
Frage 1: Warum fällt es uns so schwer, Menschen zu lieben, die anders sind als wir? Glaubst du, dass es möglich ist, Menschen zu lieben und trotzdem anderer Meinung zu sein? Warum oder warum nicht?
Frage 2: Hast du Freunde oder Menschen, die dir nahestehen, die sich als LGBTQ identifizieren? Wie könnte eine barmherzige Beziehung zu dieser Person aussehen? Wie könntest du deinen Glauben mit dieser Person teilen?
Frage 3: Wenn du Menschen begegnest, die eine andere Meinung als die Bibel haben, kommen dir dann Zweifel an der Wahrheit der Bibel? Wie könntest du auf diese Zweifel und Fragen reagieren?
Frage 4: Was denkst du, erwartet unsere Kultur von Christen im Umgang mit Menschen, die ihre Geschlechtsidentität oder Sexualität hinterfragen? Wie können Christen diese Erwartungen auf den Kopf stellen?
Plenum
Katechismus Frage
Wenn möglich, findet euch wieder in der großen Gruppe zusammen. Alternativ können die Frage und die Antwort aus dem Katechismus* auch in Kleingruppen besprochen werden. Gib den Jugendlichen die folgende Frage und Antwort aus dem Katechismus.
Frage: Wie sollten wir als Kirche gemeinsam leben?
Antwort: Christus fordert uns auf, regelmäßig zusammenzukommen, einander zu lieben und zu dienen und uns durch die Gaben des Geistes im Glauben zu stärken.
*Katechismus: Eine Zusammenfassung des christlichen Glaubens in Form von Fragen und Antworten.
Unser Katechismus enthält 70 grundlegende Fragen und ist nicht an eine bestimmte christliche Konfession gebunden. Die Fragen wurden von einem Team von Theologen und Pastoren verschiedener Konfessionen in Anlehnung an die großen Katechismen der Kirchengeschichte verfasst. Unser Ziel war es, einen Katechismus zu erstellen, der sich auf die zentralen biblischen Überzeugungen konzentriert, denen die Mehrheit der evangelischen Protestanten unterschiedlicher Konfessionen zustimmen würde. Wir möchten jungen Menschen damit ermöglichen, die grundlegende Wahrheiten der Bibel zu erforschen und die Wahrheit und Schönheit der Geschichte Gottes zu entdecken.
Persönliche Antwort
Erkläre: Oft reagieren wir auf schwierige Gespräche mit »Kampf oder Flucht«. Wenn es um Geschlechtsidentität geht, neigen manche Christen dazu, sofort anzugreifen, während andere alles tun, um Konflikte zu vermeiden, auch wenn sie dabei Gottes Wort ignorieren. Aber Gott ruft uns weder zum Kampf noch zur Flucht. Er fordert uns auf, unseren Nächsten zu lieben und gleichzeitig seiner Wahrheit treu zu bleiben. Manchmal scheint das ein Balanceakt zu sein – Liebe auf der einen Seite, Wahrheit auf der anderen. Aber das ist kein Widerspruch. Wir lieben Menschen am besten, wenn wir in Gottes Wahrheit leben und sie einladen, diese Liebe und diesen Weg mit uns zu teilen!
Gib den Jugendlichen Raum, um darüber nachzudenken und ihre eigenen Antworten zu finden, sei es schriftlich auf Papier oder digital in der Notizen-App auf ihrem Handy:
- Wie sieht es bei dir mit der Nächstenliebe aus? Ignorierst du Menschen, die anderer Meinung sind als du, oder gehst du auf sie ein? Bitte Gott, dir Menschen zu zeigen, die seine Liebe erfahren müssen, und bitte ihn, dir zu helfen, ihnen ein Nächster zu sein.
- Wenn du Menschen begegnest, die eine andere Meinung als die Bibel haben, kommen dir dann Zweifel an der Wahrheit der Bibel? Wenn du unsicher bist, was Gottes Plan für Geschlecht, Gender oder andere Themen ist, bring diese Fragen zu ihm. Lass dich nicht dazu verleiten, deine Überzeugungen zu verwässern oder zu ignorieren. Denk über deine Fragen und Gottes Wort nach und suche nach Antworten! Wende dich an einen vertrauenswürdigen Mentor oder christlichen Freund und bitte Gott, dir seine Wahrheit zu zeigen.
Schließe mit Gebet
Beende die gemeinsame Zeit mit einem Gebet für deine Jugendlichen.
Bibelleseplan
Wir haben einen dreitägigen Bibelleseplan erstellt (Download), damit sich die Jugendlichen mit dem Thema weiter beschäftigen können und die Zeit bis zur nächsten Lektion überbrücken. Druck den Plan für deine Jugendlichen aus und ermutige sie, den Plan im Laufe dieser Woche durchzuarbeiten.
