Das Wichtigste zuerst: Verdiene dir das Recht, gehört zu werden. Den Jugendlichen ist es egal, was du weißt, solange sie nicht wissen, dass sie dir wichtig sind. 

»People don't care how much you know until they know how much you care« – Theodore Roosevelt
  1. Bete und höre auf den Heiligen Geist: Mach dir keinen Stress, wenn du das Gefühl hast, dass die Gesprächs- oder Kleingruppenzeit nicht das ist, was du dir erhofft hast. 
  2. Schaffe einen sicheren Ort und vertraue darauf, dass der Heilige Geist dich führt. Gib ihnen die Freiheit zu sein. Es ist nicht deine Aufgabe, die Teenager zu drängen oder gar zu manipulieren.
  3. Bereite die Teenager vor: Wenn in deiner Kleingruppe Teenager sind, die schon einmal auf einer Freizeit waren, nimm sie vor der Kleingruppenzeit beiseite und bitte sie, sich zurückzuhalten und nicht alle Antworten zu geben. Bitte Teenager, die Jesus nachfolgen, dir zu helfen, indem sie sich einbringen.
  4. Nimm die Atmosphäre wahr: Bitte den Heiligen Geist, dir ein Gespür dafür zu geben, was hinter den Kulissen mit den Teenagern vor sich geht. Einige von ihnen haben wahrscheinlich mit schwierigen Dingen zu kämpfen. Im ersten Gespräch oder in der ersten Kleingruppenzeit ist es in Ordnung, nicht zu sehr in die Tiefe zu gehen. Vielleicht wollen einige gar nicht reden. Lass ihnen die Freiheit, nichts zu sagen. Achte darauf, wie sich das Gespräch entwickelt. In der Kleingruppenzeit kannst du die Zeit auch vorzeitig beenden und danach noch Gesprächsmöglichkeiten anbieten.
  5. Höre aktiv zu: Achte nicht nur auf das, was gesagt wird, sondern auch auf das, was zwischen den Zeilen steht. Was möchten die Teilnehmenden vielleicht sagen, ohne es direkt auszusprechen?
  6. Bleibe konzentriert. Vermeide Ablenkungen von außen. Es ist wichtig, Augenkontakt zu halten und fokussiert zu bleiben. Konzentriere dich auf die Bedürfnisse der Jugendlichen und nicht auf deine eigene Agenda. Gutes Zuhören bedeutet nicht, dass du darüber nachdenkst, was du als Nächstes sagen möchtest. Es bedeutet einfach nur, zuzuhören.
  7. Akzeptiere die Jugendlichen als Individuen. Zeige ihnen, dass du keine Angst vor dem hast, was sie dir erzählen. Möglicherweise testen sie dich mit provokanten Aussagen, um zu sehen, wie du reagierst. In einem Gespräch fragte einmal ein Jugendlicher einen Jugendleiter: »Wenn ich dir sagen würde, dass ich schwul bin, würdest du mich dann immer noch in die Kirche lassen?« Die Jugendlichen wollen wissen, ob sie dir wirklich vertrauen können. Hinter ihren provokanten Aussagen und Fragen steckt eine ehrliche Sorge. Sie achten sehr darauf, wie du über andere sprichst und spüren, wenn du nicht ehrlich bist.
  8. Ermutige sie, ihre Gedanken zu äußern. Stelle offene und klare Fragen. Wiederhole ihre Antworten und frage nach Details. Je mehr sie reden, desto mehr werden sie sich öffnen und ihre wahren Bedürfnisse offenbaren.
  9. Stelle Fragen, die dem Grad der Vertrautheit und der Situation angemessen sind. Wenn ein Jugendlicher in deiner Gruppe weint, frage ihn nicht: »Wie war das Spiel?« Nimm seine Emotion wahr und teile mit, was du wahrnimmst. Öffne mit deiner Frage die Tür und lass ihn entscheiden, ob er hindurchgehen möchte: »Möchtest du darüber reden?«
  10. Stelle Fragen, die Gedanken und Gefühle erforschen, nicht nur Verhalten. »Wie hast du dich gefühlt, als ____ das zu dir gesagt hat?« Tauche unter die Oberfläche und versuche herauszufinden, was wirklich in ihnen vorgeht.

Dieser Artikel wurde von Esther Penner mit Inhalten vom Young Life Leaderblog und Doug Fields verfasst. Lektorat Priscilla Alvarez.

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