Inspire Einheit 42: Josua ist erfolgreich

Wie funktioniert das INSPIRE Curriculum?

In jeder Einheit geht ihr durch mehrere interaktive Diskussionsphasen. Die Diskussionsfragen helfen euch, junge Menschen in ihrem Lesen und Interpretieren der Bibel zu fördern.

Für wen ist INSPIRE gemacht?

  • Für Gruppen mit 6 bis 30 Jugendlichen
  • Für junge Menschen zwischen 11 und 17 Jahren
  • Für Jugendleiter:innen mit wenig Zeit

Wie funktioniert es?

  1. Phase: Herausfinden, was im Text passiert
  2. Phase: Die wichtigsten Teile des Textes identifizieren
  3. Phase: Den Inhalt auf unsere Situation anwenden
  4. Phase: Verstehen, was Gott heute sagt

Ohne Bibel geht’s nicht

Da dieses Curriculum ein Hilfsmittel zum Verstehen der Bibel ist, funktioniert es am besten, wenn jede:r Jugendliche eine Bibel zur Hand hat. Bitte jede Woche jemanden, den Text vorzulesen, während die Jugendlichen mitlesen. Es ist auch praktisch, wenn sie während des Teachings ihre Bibeln offen vor sich haben, sodass sie ihre Antworten auf Textbelege stützen können, und nicht nur raten.

💡
Pro-Tipp: Schau dir als Leiter:in die Fragen und Spiele vorher an, um dich mit Bibeltext, Thema und den Spielen vertraut zu machen.

Andacht

Icebreaker – Geigerzähler

⏱ 5 Minuten

Es ist ein einfaches Spiel, bei dem ein Mitglied der Gruppe den Raum verlässt, während die Gruppe einen Gegenstand versteckt. Dieser Gegenstand wird dann zu einer hoch radioaktiven Bombe. Sobald der Gegenstand versteckt ist, kommt die Person wieder hinein und der Rest der Gruppe wird zu »Geigerzählern«.

Die Gruppe macht »Tick-Tick«-Geräusche und zeigt so an, wie nahe der Spieler dem radioaktiven Gegenstand ist. Wenn der Spieler weit weg ist, muss die Gruppe ihre »Tick-Tick«-Geräusche nur langsam machen. Wenn sich der Spieler jedoch dem radioaktiven Gegenstand nähert, müssen die »Tick-Tick«-Geräusche schneller sein.

Der Spieler hat eine Minute Zeit, um den Gegenstand zu finden, bevor er explodiert.

Diskussion

⏱ 10 Minuten

2002 gewann Brasilien wieder einmal die Fußballweltmeisterschaft. Bei den Feierlichkeiten auf dem Platz nach dem 2:0-Sieg gegen Deutschland bezeugten mehrere Mitglieder des brasilianischen WM-Siegerteams offen ihren Glauben. Beim Schlusspfiff blieb Marcos auf den Knien betend in seinem Tor, während ein anderes Spielertrio, Lucio, Edmilson und Kaká, sich zum Gebet zusammenkauerten. Dann kniete die ganze Truppe in einer Herzform nieder, um zu beten und zu danken.

Verteidiger Lucio wiederholte sein Zeugnis aus der europäischen Champions League, als er bei Bayer Leverkusen sein Mannschaftstrikot auszog und ein T-Shirt mit der Aufschrift »Jesus liebt dich« enthüllte. Mit einer ähnlichen Methode hat Kaká beim Finale der Fußballweltmeisterschaft seinen christlichen Glauben zum Ausdruck gebracht. Auf seinem T-Shirt stand die Botschaft: »Ich gehöre Jesus«.

Sogar Neymar trug ein Bandana mit der Aufschrift »Ich liebe Jesus«, als er und sein Team bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio Gold gewannen.

Schätzungsweise 1,5 Milliarden Menschen weltweit sahen die Brasilianer ihren Sieg in Japan feiern.

Was denkt ihr über diese Geschichte? Ist das eine gute Möglichkeit, Menschen von Jesus zu erzählen? (Diskutiert. Oft möchten Fans der Spieler mehr über sie wissen und dies könnte eine gute Möglichkeit sein, ihnen Jesus vorzustellen.)
Was könnte jugendliche Christen davon abhalten, ihren Freunden Zeugnis zu geben? (Angst vor Beleidigungen oder aggressiven Diskussionen.)
Was ist eurer Meinung nach die peinlichste Art, Zeugnis zu geben, und was ist die beste Art? (Diskutiert.)
Was hindert euch daran, euren Freunden vom christlichen Glauben zu erzählen? (Diskutiert.)
Influencer: Peer-Evangelisation unter jungen Menschen in Großbritannien
Eine Studie über junge Christ:innen und Jugendleiter:innen in Großbritannien und die Methoden und die Wirksamkeit von Evangelisation innerhalb einer Peergroup.
Glaubt ihr, dass Gott der brasilianischen Mannschaft geholfen hat, das Spiel zu gewinnen? (Diskutiert, warum er das eurer Meinung nach getan haben könnte.)
Wie würde es sich anfühlen, in einem so wichtigen Spiel zu spielen und schon vor dem Anpfiff zu wissen, dass man gewinnen wird? (Diskutiert.)
Wenn Gott also wollte, dass wir etwas für ihn tun, wie würde es uns helfen, die Aufgabe zu erfüllen, wenn wir das Endergebnis kennen? (Wenn ihr wüsstet, dass es ein Erfolg wird, hättet ihr vielleicht mehr Selbstvertrauen, es zu versuchen.)
Hier ist eine Frage, über die man nachdenken sollte, anstatt sie gleich zu beantworten: Würdet ihr euch darauf einlassen, auch wenn das bedeuten würde, dass ihr für Gott einstehen müsstet, und dabei etwas tut, das euch peinlich ist oder vor dem ihr euch scheut? (Diskutiert.)

Teaching

⏱ 15 Minuten

📖 LEST Josua 6,1-27

Woher kommen die Israeliten? Wer kann uns etwas über den Hintergrund der Ereignisse erzählen, die dazu geführt haben? (Sklaverei in Ägypten, Mose versucht, seinen Beitrag zu leisten, tötet jedoch einen Ägypter und flieht. Gott beruft ihn, die Sklaven herauszuführen, es dauert eine Weile, er stirbt und Josua wird auserwählt, die Führung zu übernehmen, Spione gehen in das Land, um es zu erkunden, werden fast erwischt, aber Rahab beschützt sie im Austausch für ihr Leben und das ihrer Familie.)
Wie fühlten sich die Einwohner von Jericho? (Sie hatten große Angst.)
Warum hatten sie Angst? (Sie hatten von Israels Auszug aus Ägypten gehört und davon, dass Gott mit seiner Macht mit Israel war. Sie wussten auch, dass sie von Spionen infiltriert worden waren.)
Warum hilft das den Israeliten? (Wenn eine Armee schon Angst hat, bevor sie kämpft, ist sie bereits im Nachteil.)

Die Einwohner von Jericho hatten also große Angst. Rahab hatte den Spionen bereits erzählt, dass jeder Einwohner von der Überquerung des Roten Meeres und der Niederlage von zwei Königen (Sihon und Og) gehört hatte. Sie waren nicht nur entschlossen, die anrückende Armee fernzuhalten, sondern wollten auch nicht, dass sich weitere Spione einschleusen.

Wie müssen sich die Israeliten gefühlt haben? (Um dir einen Einblick in die Situation zu geben, waren sie vermutlich unsicher. Sie haben Siege erlebt, aber es gibt immer noch das Problem mit der ersten Gruppe von Spionen, die einen beängstigenden Bericht über das Vorhandensein von Riesen im Land gegeben hatten: 4. Mose 13,26-33.)

Und Gott sagt Joshua, dass er ihnen Jericho bereits in die Hand gegeben hatte. Das ist ein bisschen so, als würde man im Weltcup-Finale spielen und wissen, wie das Endergebnis aussehen wird! Das mag einfach klingen, wenn das Team leicht zu schlagen ist, aber wenn es gegen ein Weltklasseteam oder eine Stadt mit haushohen Mauern geht, vor allem, wenn man weiß, dass man es mit seinen eigenen Fähigkeiten nicht schaffen kann, dann müssen wir uns auf Gott verlassen.

Schaut euch an, was der Herr in den Versen 3–5 von ihnen verlangte. Was war eurer Meinung nach das Wichtigste von all den Dingen, die Gott ihnen auftrug? Beispielsweise um die Mauern herum marschieren? Wie oft sie es tun sollten? Dass sie Priester in Position haben? Das Blasen der Trompeten? Das Tragen der Bundeslade? Oder war es das Schreien? (Natürlich waren sie alle wichtig, da sie alle Anweisungen Gottes befolgen mussten; aber die Bundeslade mitzunehmen war wirklich wichtig. Sie repräsentierte Gottes Gegenwart. Wenn Gott nicht mit ihnen gehen würde, gäbe es keinen Erfolg.)
Wer hatte ihnen diesen Sieg beschert? Wie veränderte dies die Situation für die Israeliten? (Gott hatte ihnen den Sieg geschenkt, und das war ein Hinweis darauf, wie er in Zukunft helfen würde. Es bedeutete auch, dass sie seinen Anweisungen folgen und gehorchen und darauf vertrauen mussten, dass Gott die Dinge auf seine Weise tun würde.)

Gott ist für den Kampf und den Sieg verantwortlich. Sie mussten sich keine Strategie zurechtlegen. Sie mussten nicht wissen, wie der Sieg zustande kommen würde. Sie wussten nur, dass der Sieg ihnen gehören würde, wenn sie taten, was Gott ihnen sagte. Dies war ein Schlüsselmoment in der Geschichte des Volkes Israel. Es gab ihnen große Zuversicht, weiterzumachen, und erschreckte diejenigen zu Tode, die in Gottes Land lebten.

Das gilt auch für uns heute. In unserem Leben denken wir oft, dass wir an unsere Zukunftspläne denken müssen. Es kann sein, dass wir uns über Prüfungen Sorgen machen, in denen wir nicht so gut abgeschnitten haben, wie wir dachten, oder über die Wahl des Studienfachs oder über die bevorstehende Uni-Zeit. Das kann im Moment sein, wenn man eine Liebesbeziehung will, oder ein großes Projekt, das man in Angriff genommen hat.

Gott möchte in dem, was wir tun, geehrt werden. Wenn wir ihm diese »Schlachten« überlassen, wird er uns lenken, uns inspirieren und uns zum Erfolg führen. Wir brauchen uns also keine Sorgen zu machen, denn der Sieg gehört ihm.

Zunächst einmal mussten die Israeliten Gott gehorchen, indem sie früh am Morgen aufstanden, was uns allen schwerfällt.

Würdet ihr morgens früher aufstehen, wenn ihr denkt, dass Gott eine Aufgabe für euch hat? Habt ihr das schon mal ausprobiert? (Allgemeine Gedanken: Das Aufstehen ist eine Herausforderung, aber gibt es angesichts all der Dinge, mit denen wir unsere Tage füllen, überhaupt eine andere Zeit? Es kann leicht passieren, dass Gottes Pläne verdrängt werden, noch bevor der Tag beginnt. Wenn der Kampf, aus dem Bett zu kommen, verloren ist, kann der Rest des Tages zu einem harten Kampf werden.)
Welche Auswirkung hatte es eurer Meinung nach, dass sie früh am Morgen marschierten? (Diskutiert.)

Vielleicht fragten sich die Leute in der Stadt, was da los war. Warum greifen sie nicht an? Haben sie tatsächlich eine Armee oder nur eine Gruppe von Musikern? Werden sie ein Lied anstimmen? Oder vielleicht zitterten sie wie Espenlaub und dachten: »Gott ist wirklich mit diesen Leuten«. Dasselbe gilt für uns. Wenn wir uns für Gott einsetzen, können wir wirklich nicht sagen, was in den Köpfen und Herzen der Menschen vorgeht.

Glaube entsteht nur, wenn wir etwas tun, was Gott will, wenn der Ausgang ungewiss und unbekannt ist.

Denkt einen Moment (vielleicht in kleinen Gruppen) über einige mögliche Szenarien nach, was für die Israeliten hätte schiefgehen können. (Es könnte amüsant werden!)

Glaube bedeutet, sich auf Gott zu verlassen, wenn es danach aussieht, dass alles vollkommen schiefgeht. Wenn wir uns den großen Herausforderungen in unserem Leben stellen, ist wissen, was zu tun ist, manchmal nicht das Problem. Es tatsächlich zu tun, ist das Beängstigende, wenn unser Herz es weiß, aber es für unseren Verstand nicht viel Sinn ergibt.

Zusammenfassung

⏱ 1 Minute

Am Anfang haben wir die Frage angesprochen: Würdet ihr für Gott eintreten, auch wenn das bedeuten würde, dass ihr für ihn etwas tut, was euch unangenehm ist oder vor dem ihr euch fürchtet? Und wir diskutierten über peinliche Möglichkeiten, Menschen von Gott zu erzählen, die vielleicht nicht funktionieren.

Vielleicht ist das Tragen eines T-Shirts mit der Aufschrift »Jesus liebt dich« nichts für euch, aber vielleicht ist ein Kapuzenpulli von der Jugendgruppe ein guter Anfang? Wenn ihr eure Freunde zu einer Veranstaltung einladet, habt ihr vielleicht später mehr Gelegenheit, über Gott zu sprechen?

Denkt einfach daran: Was immer Gott euch sagt, tut es, und er wird euch den Sieg darin geben.

Gebet

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