Sie fahren darauf ab: Bibel. Sie kennen sich damit am besten aus: KI. Sie wünschen sich: den großen Meme-Reset. Aber der rosa Elefant verlässt nicht so einfach den Raum. Bevor wir das vertiefen, zuerst noch: das angeblich »beste Gen Alpha Wort aller Zeiten!«

Wort der Woche: Chopplegänger
Choppleganger ist eine Wortkreuzung aus dem Slang-Begriff chopped und dem klassischen Doppelgänger. Wenn jemand chopped ist, bedeutet das in der Jugendsprache, dass die Person unattraktiv oder nicht begehrenswert ist. Ein Doppelgänger ist bekanntermaßen jemand, der einer anderen Person verblüffend ähnlich sieht. Zusammengesetzt beschreibt ein Choppleganger also die »hässlichere« Version von jemand anderen – quasi wie ein billiger Abklatsch. Also, liebe Väter: Wenn euch jemand als Brad Pitts Choppleganger bezeichnet, ist das wahrscheinlich kein Kompliment!

Du willst noch mehr Begriffe verstehen? Hier geht es zu unserer Übersicht mit 160 Wörtern.

1. Bibel-Analphabeten

Worum es geht: Jugendleiter gewöhnen sich spätestens im 2026 an, Bibelspiele mit den Teens zu spielen. Gemeinsam die Kapitel und Verse zu suchen. Sie gehen nicht mehr davon aus, dass jeder die Geschichte von Lazarus kennt, sie beziehen sich nicht auf irgendwelche biblischen Stichwörter, sondern fügen jeweils Erklärungen und Zusammenfassungen hinzu. So fühlen sich bibelferne Teens nicht abgehängt oder dumm und lernen nach und nach, mit der Bibel umzugehen.

Warum gleichzeitig die Bibel an Stellenwert gewinnt: Auch wenn Teens sich generell weniger gut mit der Bibel auskennen als vor zwei Generationen, finden zurzeit aussergewöhnlich viele kirchenferne Jugendliche über TikTok zur Bibel. Weil ihnen im Feed bibellesende Jugendliche angezeigt wurden, die von ihrem Glauben erzählen. Fun fact: Wusstest du, dass man für Bibel-Analphabeten kann?

Frag Jugendliche: Würdest du das Buch Nehemia in der Bibel in weniger als 30 Sekunden finden?

2. Meme-Müdigkeit

Worum es geht: Die Hoffnung vieler war, dass der »Brainrot« von 2025 – nervige Memes und Slangwörter wie »Chicken Jockey« oder »6-7« – im neuen Jahr einfach verschwindet. Vor allem da die grössten Fans dieser Wörter ziemlich klein sind, nämlich Kindergartenkinder. Peinlich, peinlich.

Warum es nicht klappt: TikToker riefen zum organischen »Reset« auf: Wenn wir diese Memes ignorieren, müsste der Algorithmus sie doch begraben? Die Realität sieht anders aus. Der Drang pubertierender Jungs, sinnlose Phrasen zu wiederholen, ist stärker als jeder Boykott-Versuch.

Unsere Analyse: Es wirkt wie ein kollektiver Tick. Aber wie C.G. Jung schon wusste: »Wogegen du Widerstand leistest, das bleibt.« Den Algorithmus frontal zu bekämpfen, funktioniert selten. Manchmal muss man den Dingen ihren Lauf lassen, bis sie von alleine ausbrennen – ähnlich wie Jesus riet, lieber die zweite Meile mitzugehen, als stur dagegenzuhalten. Widerstand ist zwecklos, zumindest bis das nächste Meme kommt. Um up to date zu bleiben, spiel mit deinen Teens einfach makeitmeme.com.

Frag Jugendliche: Was war das absolut nervigste Meme von 2025? Warum glaubst du, hat »41« es nicht geschafft, »6-7« zu ersetzen? Wann lohnt es sich, gegen einen Trend zu kämpfen, und wann sollte man ihn einfach ignorieren?

3. KI (Un)Kenntnisse