Worum es geht: Der Theologe Russell Moore plädiert dafür, dass der Altarruf in den evangelischen Kirchen wieder eine größere Rolle spielen sollte.

Bring Back Altar Calls
They could foster the worst in evangelical spirituality. But the best of it, too.

Ein Altarruf ist kontraintuitiv

Altarrufe mögen sich wie ein Relikt aus der Zeit der großen Zelt Evangelisationen anfühlen, muss aber nicht heißen, dass sie heute keinen Zweck mehr erfüllen können.

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Was ist ein Altarruf? »Der Altarruf, auch Aufruf zur Entscheidung oder Ruf zur Entscheidung genannt, gehört zur Gestalt evangelikaler und charismatischer Gottesdienste und Evangelisationsversammlungen. Darunter wird ein Appell an die Gottesdienstteilnehmer verstanden, nach der Predigt an den Altar zu treten oder einfach aus der Sitzreihe heraus in dessen Nähe zu kommen. Evangelikale verstehen dies als Zeichen einer öffentlich gemachten Entscheidung für den christlichen Glauben. Bei Charismatikern wird es im weiteren Sinn auch als Bereitschaft verstanden, für sich beten zu lassen.« — Wikipedia

An vielen Orten ist der Altarruf aus der Mode gekommen. Moore meint, das könnte daran liegen, dass es sich manchmal wie geistliche Manipulation anfühlt, wenn man die Gemeindemitglieder am Ende einer überzeugenden Predigt und inmitten einer emotionalen Musikwelle zu einem Glaubensbekenntnis auffordert.

Zudem wird die Heiligung auf diese Weise eher mit einem vorübergehenden Gefühl als mit einem engagierten und lebenslangen Prozess in Verbindung gebracht.

Welche Vorteile ergeben sich durch einen Altarruf?

Der Altarruf: Zeichen einer öffentlich gemachten Entscheidung für den christlichen Glauben (Symbolbild). Foto: adrianna geo.

Aber es gibt auch einige Vorteile dieser Praxis.

  • Zum einen erinnert sie die Gottesdienstbesucher Woche für Woche an ihre Sünde und die daraus resultierende Notwendigkeit, ihren Erlöser zu finden.
  • Außerdem bietet es Suchenden und Geretteten gleichermaßen die Möglichkeit, mit einer Gemeinschaft von Zeugen im Gebet zu knien.
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