Die Empfehlung des Surgeon General, zitiert mehrere Datenquellen, die einen Anstieg der Notaufnahmen für Jugendliche im Zusammenhang mit psychischer Gesundheit zeigen. Seine Empfehlung kommt, nachdem die American Academy of Pediatrics, die American Academy of Child and Adolescent Psychiatry und die Children's Hospital Association Anfang des Jahres gemeinsam einen »nationalen Krisenfall« für die psychische Gesundheit von Jugendlichen ausgerufen haben.

Psychische Gesundheit im Ausnahmezustand

Vor allem angesichts der Pandemie ist das Thema psychische Gesundheit von besonders großer Bedeutung. 84 % der 16- bis 24-Jährigen geben an, dass ihre psychische Gesundheit in den letzten 18 Monaten beeinträchtigt wurde.

67 % der Gen Z glauben, dass die Pandemie langfristige Auswirkungen auf ihre psychische Gesundheit haben wird.
84 % der 16- bis 24-Jährigen geben an, dass ihre psychische Gesundheit in den letzten 18 Monaten beeinträchtigt wurde.

Wie die New York Times feststellt, sind die Gründe für diese Notlage kompliziert, aber die zugrundeliegenden Ursachen hängen sehr wahrscheinlich mit dem massiven Anstieg der Bildschirmzeit und der Nutzung sozialer Medien im letzten Jahr zusammen, in Kombination mit den pandemischen Einschränkungen und den ohnehin schon stark ansteigenden Ängsten und Depressionen der Jugendlichen. Die psychische Gesundheit sollte immer auf individueller Ebene beurteilt werden, aber es ist wichtig, dass Menschen, die sich um Jugendliche kümmern, sich bewusst sind, dass die Risikofaktoren der Generation Z für die Entwicklung schwerer psychischer Erkrankungen so hoch sind wie nie zuvor.

Was ist »Suizidansteckung«?

Der Begriff »Suizidansteckung«* bezieht sich auf die Vorstellung, dass der Selbstmord einer Person zu weiteren Selbstmorden in ihrem Umfeld führt. Forscher glauben, dass eine Ansteckung durch Selbstmord bei drei Arten von Nähe wahrscheinlicher wird:

  1. geografisch,
  2. psychologisch
  3. und sozial.
Der Begriff »Suizidansteckung«* bezieht sich auf die Vorstellung, dass der Selbstmord einer Person zu weiteren Selbstmorden in ihrem Umfeld führt.

Grundsätzlich sind diejenigen am stärksten gefährdet, die in der Nähe des Ortes leben, an dem der Selbstmord geschah, die sich in irgendeiner Weise mit der Person identifizieren, die Selbstmord begangen hat, und/oder die in irgendeiner Form mit dieser Person in Verbindung stehen.

💡
*Werther-Effekt und Suizidansteckung: »Als Werther-Effekt wird die Annahme bezeichnet, dass ein kausaler Zusammenhang zwischen Suiziden, über die in den Medien ausführlich berichtet wurde, und einer Erhöhung der Suizidrate in der Bevölkerung besteht.« — Wikipedia
STEPS leaders Magazin Mental Health
STEPS leaders Magazin Jugendliche zum Leben befähigen muss ein zentraler Bestandteil jeder christlichen Jugendarbeit sein. Das Leben fordert…

Suizidverhinderung ist ebenfalls ansteckend

Aber wenn es eine Ansteckung durch Selbstmord gibt, dann gibt es auch eine Ansteckung durch Selbstmordverhinderung. Wenn wir uns entscheiden, durchzuhalten, inspirieren wir andere um uns herum, sich ebenfalls für das Durchhalten zu entscheiden. Jennifer Hecht drückt es in ihrem Buch Stay so aus:

»Wenn der Suizid einen schädlichen Einfluss auf andere hat, dann hat das Überleben den gegenteiligen Einfluss: Es hilft, Menschen am Leben zu halten. Indem wir am Leben bleiben, leisten wir einen wertvollen Beitrag für die Welt.« —Jennifer Hecht
Wenn wir uns entscheiden, durchzuhalten, inspirieren wir andere um uns herum, sich ebenfalls für das Durchhalten zu entscheiden.

Was also macht das Leben, selbst in den dunkelsten Zeiten lebenswert? Für den Holocaust-Überlebenden Viktor Frankl war es der Sinn des Lebens. In seinem Buch »... trotzdem Ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager« schrieb er:

»In gewisser Weise hört das Leiden in dem Moment auf, Leiden zu sein, in dem es einen Sinn findet, wie zum Beispiel den Sinn eines Opfers.« —Viktor Frankl

Die Einsicht, dass unser Leiden nicht grundlos ist, sondern Teil des Aufbaus von etwas Positivem und Bedeutungsvollem, gab Frankl die nötige Kraft, um die dunkelsten Tage seines Lebens zu überstehen.

Aber unsere Kultur hat das Streben nach Genuss über das Streben nach Sinn gestellt. Wir glauben, dass das Leben lebenswert ist, wenn wir uns richtig gut fühlen. Aber Genuss- und Glücksgefühle sind flüchtig; zum Glück haben wir als Christen eine unglaubliche Quelle der Bedeutung, aus der wir neue Kraft schöpfen können.

Weichenstellung der Werte

Wir sind Teil einer großen Metaerzählung - der Geschichte eines unglaublichen Gottes, der eine erstaunliche und komplexe Welt erschaffen hat, die so aus den Fugen geraten ist, an der er aber unermüdlich arbeitet, um sie wieder in Ordnung zu bringen. Wir sind Partner Gottes in diesem globalen Wiederherstellungsprojekt, angetrieben vom Gedanken der Ewigkeit – an der Seite desjenigen zu arbeiten, der im tiefsten Inneren weiß, was es heißt, zu weinen, zu leiden und traurig zu sein.

Wir sind Partner Gottes in diesem globalen Wiederherstellungsprojekt, angetrieben vom Gedanken der Ewigkeit – an der Seite desjenigen zu arbeiten, der im tiefsten Inneren weiß, was es heißt, zu weinen, zu leiden und traurig zu sein.
Der Gott des Christentums ist der Gott, der in unseren Schmerz hineinkommt und ihn von innen heraus verwandelt.
Studien zum Corona-Lockdown: Wie groß ist die psychische Belastung Jugendlicher?
Wie hat der Corona- Lockdown die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden von Jugendlichen beeinflusst? Dr. Lucie Shuker hat die wichtigsten Daten zusammengestellt.

Beziehungsfragen

Hier sind einige Beziehungsfragen, die dir hoffentlich helfen, das Thema psychische Gesundheit und Suizid mit deinem Teenager zu vertiefen.

Natürlich kann die psychische Gesundheit auch durch so banale Dinge wie gesunde Ernährung, Sport, ausreichenden Schlaf, Sonnenlicht und positive soziale Interaktionen verbessert werden. Aber auch hier gilt: Ohne dieses tiefere Gefühl von Sinn und Bedeutung sind wir viel anfälliger für psychische Krisen. Hier sind einige Fragen, die dir hoffentlich helfen, das Gespräch mit deinem Teenager zu vertiefen:

  • Was glaubst du, wie ein sinnerfülltes Leben aussieht?
  • Glaubst du, dass dein Leben sinnerfüllt ist?
  • Was bedeutet es für dich, dass Jesus unter Depressionen und Ängsten litt und selbst erlebte?
3 Tipps, wie du die psychische Gesundheit von Jugendlichen fördern kannst
Achterbahnen: Die einen lieben sie, die anderen hassen sie. Jedes Auf und Ab, jede Windung und Kurve kann die einen mit einem Hochgefühl und die anderen mit Schrecken erfüllen. Man weiß einfach nie, was als Nächstes kommt!
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