Was ist passiert?

Epic vertreibt seit Jahren sein erfolgreichstes Spiel »Fortnite« fĂŒr mobiles Gaming in den Stores von Apple und Google. DafĂŒr verlangen beide jedoch eine Provision. Bei Apple sind das 30 % des App-Preises sowie der gekauften digitalen Inhalte. Wird bei Fortnite In-Game also Content verkauft, streicht Apple dafĂŒr immer 30 % ein. Diese GeschĂ€ftspraxis hat Epic nun satt und startete in den letzten Wochen einen PR-Stunt. Sie provozierten Apple, indem sie ein eigenes Bezahlsystem am App-Store vorbei in Fortnite selbst einbaute. Das verstĂ¶ĂŸt gegen die allgemeinen GeschĂ€ftsbedingungen, und so wurde Fortnite von Apple aus dem Store gebannt. Google zog wenig spĂ€ter nach. Fortnite war in Folge auf allen iOS GerĂ€ten unspielbar. Epic reichte Klage dagegen ein und startete zeitgleich einen Werbeclip, der an Apples eigene Werbung aus den 1980ern erinnern sollte. Apple wird dort als unerbittlicher Imperator gezeigt, der von einem mutigen Fortnite Charakter herausgefordert wird.

#FREEFORTNITE Video, dass an Apples Werbung von 1984 erinnert.

Nicht zum ersten Mal wird Apple wegen der strikten App-Store-Politik angegriffen. Auch Spotify machte auf den Umstand aufmerksam, dass Apple auch bei Abos und digitalen VerkĂ€ufen immer 30 % einbehĂ€lt. Auch bemĂ€ngeln Kritiker dieses Umstandes, dass nicht transparent genug ist, warum Amazon Prime Video davon ausgenommen ist. Apple argumentiert dagegen mit der Sicherstellung des Jugendschutzes und der qualitativ hochwertigen Inhalte. Sollte Epic mit seiner Klage Erfolg haben, dann wĂ€re Apple nicht mehr der einzige Anbieter von Apps im App Store, sondern auch andere Plattformen wie Microsoft X-Cloud oder der Epic Game Store könnten Spiele und Inhalte fĂŒr Apple GerĂ€te bereitstellen.

Zum Diskutieren

Frage deine Jugendlichen, ob sie Fortnite auf dem Smartphone vermissen und ob sie das Verhalten von Apple gegenĂŒber Epic als ungerecht finden.

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