Inspire Einheit 15: Abram bekommt einen wichtigen Auftrag von Gott

Wie funktioniert das INSPIRE Curriculum?

In jeder Einheit geht ihr durch mehrere interaktive Diskussionsphasen. Die Diskussionsfragen helfen euch, junge Menschen in ihrem Lesen und Interpretieren der Bibel zu fördern.

Für wen ist INSPIRE gemacht?

  • Für Gruppen mit 6 bis 30 Jugendlichen
  • Für junge Menschen zwischen 11 und 17 Jahren
  • Für Jugendleiter:innen mit wenig Zeit

Wie funktioniert es?

  1. Phase: Herausfinden, was im Text passiert
  2. Phase: Die wichtigsten Teile des Textes identifizieren
  3. Phase: Den Inhalt auf unsere Situation anwenden
  4. Phase: Verstehen, was Gott heute sagt

Ohne Bibel geht’s nicht

Da dieses Curriculum ein Hilfsmittel zum Verstehen der Bibel ist, funktioniert es am besten, wenn jede:r Jugendliche eine Bibel zur Hand hat. Bitte jede Woche jemanden, den Text vorzulesen, während die Jugendlichen mitlesen. Es ist auch praktisch, wenn sie während des Teachings ihre Bibeln offen vor sich haben, sodass sie ihre Antworten auf Textbelege stützen können, und nicht nur raten.

💡
Pro-Tipp: Schau dir als Leiter:in die Fragen und Spiele vorher an, um dich mit Bibeltext, Thema und den Spielen vertraut zu machen.

Andacht

Icebreaker - Errate 1 Minute

⏱ 5 Minuten

Sag den Jugendlichen, dass ihr herausfinden wollt, wer ohne Uhr leben könnte. Jeder soll für sich im Kopf zählen und raten, wann eine Minute um ist. Alle setzten sich hin. Du hast eine Stoppuhr und sagst ihnen, wann sie beginnen sollen. Wer denkt, dass 60 Sekunden um sind, muss aufstehen. Wer der echten Zeit von 60 Sekunden am nächsten kommt, ist der Gewinner.

Diskussionsstarter

⏱ 10 Minuten

Wer war die interessanteste Person, die du jemals getroffen hast, egal ob berühmt oder nicht? Wer ist die Person und was macht sie?

Lass die Jugendlichen reihum erzählen.

Einführung

⏱ 5 Minuten

Welche Person haben wir uns in den letzten Wochen angeschaut? (Hiob)
Was sind die wichtigsten Lektionen, die ihr von Hiob gelernt habt? (Wenn wir durch Leidenszeiten gehen, tendieren wir oft dazu, Gott die Schuld zu geben oder zu vermuten, dass wir ihn mit unserem Verhalten verärgert haben. Dabei wäre das Beste, Gott zu vertrauen, dass Gott einen guten Ausgang der Situation für uns bereithält.)

Wir werden nun einige Generationen überspringen und zu einem Mann namens Abram übergehen. Ich bin nicht sicher, ob ihr schonmal von ihm gehört habt (Abram). Wir werden uns in den nächsten Wochen mit seinem Leben und seiner Beziehung zu Gott befassen. Abram wurde in einer Stadt namens Ur geboren. Könnt ihr alle mal Ur sagen? Es befindet sich im (heutigen) Südirak. Abram war ein direkter Nachkomme von Sem (ein Sohn Noahs) und ein Vorfahre in der Herkunftslinie von Jesu Christus.

Teaching

⏱ 20 Minuten

📖 LEST 1. Mose 12,1-9

Was war Gottes Auftrag an Abram in Vers 1? (Sein Zuhause und seine Verwandten zu verlassen.)
Wie hat sich Abram wohl gefühlt, als er aufgefordert wurde, umzuziehen, ohne klare Anweisungen darüber, wohin es gehen soll? (Vers 2, diskutiert.)
Wie würdet ihr euch fühlen, so einen Auftrag zu erhalten, ohne klare Informationen darüber, wohin es gehen soll? (Diskutiert)
Was wäre nötig, um Gottes Auftrag in dieser Situation folgen zu können? (Glaube daran, dass Gott es gesagt hat. Ein Vertrauen in Gott und darauf, dass sein Plan gut ist und er uns auf unserem Weg leiten wird.)
Abram fühlte, dass Gott ihm einen Auftrag gab. Was sagt diese Tatsache über seine Beziehung zu Gott aus? (Er glaubte, dass Gott real war und er erwartete von Gott, dass er zu ihm sprechen würde.)
Glaubt ihr, dass Gott eher zu uns spricht, wenn wir dies auch von ihm erwarten? (Ja. Wenn wir seine Worte lesen, werden wir immer besser verstehen, dass er es ist, der redet, wenn er direkt zu uns spricht.)
Fragt euch mal Folgendes: Ist meine Beziehung zu Gott eng genug, um zu hören, dass er zu mir spricht, und habe ich den Glauben, zu tun, was er sagt? (Sprecht darüber, dass wir kein geistlicher Superheld sein müssen, um von Gott zu hören. Was braucht es, um das zu tun, was Gott sagt?)
Was hat Gott Abram zusammen mit dieser großen Bitte versprochen? (Vers 2: Dass er zum Stammvater einer großen Nation werden, gesegnet, berühmt, ein Segen für andere sein und beschützt werden würde und dass alle Menschen auf der Welt und zukünftige Generationen gesegnet sein würden.)
Was bedeutet das alles? (Diskutiert)
Wie würden zukünftige Generationen durch Abram gesegnet werden? (Die Nation Israel würde aus Abrams Enkel hervorkommen. Diese Nation wurde Gottes Volk. Jesus, Gottes Sohn, wurde aus der Linie Abrams geboren und der Glaube an Jesus wird mit dem Glauben verglichen, den Abram hatte.)
Das alles war ein großes Versprechen. Was denkt ihr, wie viel hat Abram davon verstanden? (Diskutiert)
Wie hat Abram auf das reagiert, was Gott zu ihm gesagt hat? (Vers 4: Er packte seine sieben Sachen, trommelte seine Familie zusammen und stürzte sich in das Abenteuer, Gott zu folgen und ein neues Zuhause zu finden.)
Wen oder was hat Abram mitgenommen? (Seine Frau, seinen Neffen, seine Diener und alles, was er besaß.)
Abram und seine Gruppe machten sich auf den Weg nach Kanaan, und als sie dort ankamen, gingen sie durch das Land bis zum großen Baum von More in Sichem. Was geschah dort? (Gott erschien Abram und versprach, ihm und seinen Nachkommen das Land Kanaan zu geben.)
Warum wählt Gott bestimmte Zeiten, um zu erscheinen oder auf eine sehr einprägsame Weise zu uns zu sprechen? (Wenn er etwas Lebensveränderndes oder etwas Bestimmtes darüber hat, was er mit unserem Leben anfangen will, wird er es manchmal zu einer Zeit machen, die wir nie vergessen werden. Er macht das besonders deutlich, damit wir in Zeiten, in denen es scheint, als würde seine Zusage nicht eintreffen, weitergehen und die Hoffnung nicht verlieren.)
Wie hat Abram auf Gottes Worte reagiert? (Er baute einen Altar und betete Gott an.)
Was hat Abram danach getan? (Er zog durch das ganze Land und baute unterwegs Altäre auf.)
Warum denkt ihr, hat Abram das getan? War es eine angemessene Reaktion auf Gott? Was sagt es uns darüber, wie er Gott und seine Beziehung zu ihm sah? (Diskutiert. Er errichtete die Altäre als Orte der Anbetung, die Gott gewidmet waren.

Zusammenfassung

⏱ 5 Minuten

Was für ein interessanter Typ dieser Abram ist. Wie schon sein Vorfahre Noah, handelte er sofort und folgte dem, was Gott zu ihm sagte. Er hörte auf Gott, führte Gottes Auftrag aus und empfing seinen Segen und seine Führung.

Als die erste Verheißung Gottes erfüllt wurde, antwortete Abram damit, Altäre zu bauen und Gott anzubeten. Er baute beim Durchziehen durch das Land immer wieder einen Altar, fast so, als würde er das Land für Gott beanspruchen. Diese Art von Antwort war auch ein Anbeten Gottes, weil er ihn segnete. Als ein Mann, der an Gott glaubte, ist Abram ein großartiges Vorbild und Zeugnis für uns. Er gehorchte Gott in den großen Entscheidungen seines Lebens, ohne ihn zu hinterfragen und antwortete mit Anbetung.

Denkt eine Minute darüber nach. Vertraust du Gott? Würdest du ihm so bereitwillig gehorchen, wie Abram es tat?

Abram gehorchte Gott. Er hatte kein klares Ziel, aber er hatte ein klares Versprechen: »Ich werde dich segnen und deinen Namen bekannt machen.« Zweifellos war es diese Verheißung, die seinen Glauben anfeuerte und ihn auf eine Reise schickte, die im Nachhinein betrachtet eine der epischen Reisen der Geschichte ist. Wenn Gott uns dazu beruft, Neues zu tun oder etwas Besonderes für ihn zu erreichen, wird dieser Ruf nicht immer den Grund offenbaren, wird aber immer von einem Versprechen begleitet. Es ist immer leicht, ein Versprechen zu verstehen, aber nicht immer einfach, einen Grund zu verstehen.

Gebet

⏱ Betet solange es dauert

Verbringt ein paar Minuten damit, Gebetsanliegen auszutauschen. Ermutige die Jugendlichen davon zu erzählen, was bei ihnen zu Hause oder in der Schule so los ist. Ermutige sie, laut zu beten. Wenn sie nicht wollen, soll der/die Leiter:in mit Gebet schließen.

Inspire - Mr. Jugendarbeit
Inspire Curriculum sind eine Sammlung von Gruppenstunden und Andachten für Jugendleiter. Es hat 10 Jahre gedauert INSPIRE, das zweibändige Werk (durch die gesamte Bibel) fertig zu stellen.
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