Inspire Einheit 32: Mose, das geheime Baby

Wie funktioniert das INSPIRE Curriculum?

In jeder Einheit geht ihr durch mehrere interaktive Diskussionsphasen. Die Diskussionsfragen helfen euch, junge Menschen in ihrem Lesen und Interpretieren der Bibel zu fördern.

Für wen ist INSPIRE gemacht?

  • Für Gruppen mit 6 bis 30 Jugendlichen
  • Für junge Menschen zwischen 11 und 17 Jahren
  • Für Jugendleiter:innen mit wenig Zeit

Wie funktioniert es?

  1. Phase: Herausfinden, was im Text passiert
  2. Phase: Die wichtigsten Teile des Textes identifizieren
  3. Phase: Den Inhalt auf unsere Situation anwenden
  4. Phase: Verstehen, was Gott heute sagt

Ohne Bibel geht’s nicht

Da dieses Curriculum ein Hilfsmittel zum Verstehen der Bibel ist, funktioniert es am besten, wenn jede:r Jugendliche eine Bibel zur Hand hat. Bitte jede Woche jemanden, den Text vorzulesen, während die Jugendlichen mitlesen. Es ist auch praktisch, wenn sie während des Teachings ihre Bibeln offen vor sich haben, sodass sie ihre Antworten auf Textbelege stützen können, und nicht nur raten.

💡
Pro-Tipp: Schau dir als Leiter:in die Fragen und Spiele vorher an, um dich mit Bibeltext, Thema und den Spielen vertraut zu machen.

Andacht

Icebreaker — Spritz

⏱ 7 Minuten

Lass die Jugendlichen aufstehen und sich in einem Kreis aufstellen, wobei eine Person in der Mitte steht. Das Ziel des Spiels ist es, bis zum Ende durchzuhalten, ohne »bespritzt« zu werden. Die Person in der Mitte zeigt auf einen Spieler im Kreis und sagt: »Los«. Die zwei Personen, die auf jeder Seite dieser Person stehen, müssen dann versuchen, die andere Person zu »bespritzen«, indem sie auf sie zeigen und »spritz« sagen.

Die Person dazwischen muss versuchen, sich rechtzeitig zu ducken. Wenn sich die Person duckt, bevor einer der beiden Spieler »spritz« sagt, ist sie in Sicherheit. Wenn dies geschieht, ist der Spieler, der auf einer der beiden Seiten zuerst »bespritzt« wird, raus. Wenn sich die Person in der Mitte jedoch nicht duckt, bevor ein Spieler auf sie zeigt und »spritz« sagt, ist sie raus.

Duell

Wenn nur noch zwei Leute übrig sind, sollen sie Rücken an Rücken stehen. Beide sollen zwei Schritte nach vorn machen. Die Person, die in der Mitte stand, soll sich dann zwischen die beiden stellen. Diese Person muss eine Münze werfen, sie fangen und »Los« sagen. Wenn die Münze Kopf zeigt, muss sie sich schweigend ducken, wenn sie Zahl zeigt, bleibt sie stehen.

Wenn die zwei Spieler das Wort »Los« hören, können sie sich umdrehen, zeigen und »spritz« sagen, oder auch nicht. Wenn sie sich umdrehen, »spritz« sagen und die Person ist geduckt, wird der eine bespritzt und der andere gewinnt. Wenn sie sich jedoch umdrehen, um »spritz« zu sagen, und die Person in der Mitte steht, werden sie selbst bespritzt und sind raus.

Einführung

⏱ 2 Minuten

Die letzten viermal haben wir uns das Leben von Josef angeschaut. Er ist eine der inspirierendsten Figuren in der Bibel. Obwohl er als Junge nicht sehr weise war, gehörte er zu den wenigen Menschen, die sowohl auf dem Höhepunkt des Erfolges als auch inmitten von Schwierigkeiten Gott nahe bleiben konnten.

Auch wenn er unglaublich begabt war, war er bekannt für seine Treue im Ruhm und seine Fähigkeit, seinen Brüdern zu vergeben, die ihn verraten hatten.

Jetzt gehen wir hundert Jahre oder mehr in der Geschichte des Volkes Gottes vor. Erinnert ihr euch, dass sie Kanaan verlassen und sich in Ägypten niedergelassen hatten und das gute Leben genossen, während Joseph eine hohe Position in der Regierung innehatte?

Teaching

⏱ 25 Minuten

📖 LEST 2. Mose 1,6-22

Was geschah mit den Israeliten, nachdem Josef und seine Brüder gestorben waren? (Sie hatten viele Kinder und wurden im Land sehr stark. Ägypten war voll mit ihnen.)
Warum hatte der neue König Angst? (Er wusste nichts von Josef und er merkte, dass die Israeliten immer zahlreicher wurden und das war für ihn bedrohlich. Er dachte auch, dass sie sich im Falle eines Krieges dem Feind anschließen und fliehen würden.)
Was hat er dagegen unternommen? (Er ermutigte das Volk, den Israeliten das Leben schwer zu machen und Sklavenaufseher über sie zu stellen.)
Zu was für Arbeit wurden die Israeliten gezwungen? (Sie mussten Städte bauen, die als Versorgungszentren für den König dienen sollten.)
War diese Kontrolle der Israeliten effektiv? (Nein. Sie wuchsen in ihrer Anzahl und breiteten sich aus.)
Wie haben die Ägypter darauf reagiert? (Sie hatten Angst und wurden noch gemeiner zu den Israeliten. Sie zwangen sie, ihre eigenen Ziegel und Mörtel für die Bauwerke herzustellen und auf den Feldern zu arbeiten. Sie zeigten keine Gnade.)
Warum hat Gott das wohl zugelassen? (Sie lebten unter einem grausamen Regime, und es war Zeit für die Hebräer, Ägypten zu verlassen. Gottes Plan war, ihnen ihr eigenes Land zu geben. Hätte Gott einen Retter geschickt, als es ihnen gut ging, hätten sie nicht gewollt oder gewusst, dass sie gerettet werden müssen.)
Was hat der König den Hebammen befohlen? (Tötet alle Jungen, die von den israelitischen Frauen geboren werden. Die Mädchen durften leben. Warum?)
Gehorchten die Hebammen dem König? Wenn nicht, warum nicht? (Sie hatten mehr Angst vor Gott als vor dem König! Also ließen sie die Babys leben.)
Welche Entschuldigung gaben die Hebammen? (Sie sagten, dass die Frauen geboren hatten, bevor sie dort ankamen.)
Hier ist nun eine besondere Frage: War es in Ordnung zu lügen? 2. Mose 20,16 (Doch um Leben gegen eine böse Diktatur zu retten, war es notwendig.)
Könnt ihr euch andere Szenarien vorstellen, in denen es in Ordnung wäre, zu lügen, um Menschen zu retten? (Diskutiert.)
Wie hat Gott die Hebammen belohnt? (Er schenkte ihnen eigene Familien.)
Was war der nächste Schachzug des Königs, um die Zahl der Israeliten zu reduzieren? (Er befahl seinem Volk, alle neugeborenen Jungen der Hebräer in den Nil zu werfen, damit sie ertrinken, aber die Mädchen durften leben.)
Wie haben sich wohl die Israeliten bei all dem gefühlt? Sie wurden grausam behandelt. Ihre Babys wurden getötet. Meint ihr, sie hatten das Gefühl, dass Gott sie beschützt? (Diskutiert. Wir werden nicht immer vor schwierigen Zeiten bewahrt, aber darin beschützt, d. h. das Volk wuchs weiter und wurde stärker, obwohl es solch schreckliche Zeiten durchlebte.)

Verfolgung

In Indonesien verlangte die Regierung, dass jeder eine Karte mit sich führt, die seinen religiösen Status angibt. Obwohl die Regierung sagte, dass sie jedem erlaubt, entweder dem Islam, dem Christentum, dem Buddhismus oder dem Hinduismus zu folgen, wurden Muslime trotzdem bevorzugt behandelt.

Seit 1996 haben muslimische Extremisten viele Kirchengebäude niedergebrannt, wobei viele Christen ums Leben kamen. 1997 randalierte ein Mob in Banjarmasin. Sie setzten eine Kirche in Brand, und als sie weggingen, kamen die Leute, die sich darin versteckten, heraus und löschten das Feuer. Der Mob kam zurück und setzte es wieder in Brand, und so versuchten die Leute erneut, es zu löschen. Das ging so weiter, bis schließlich das Militär kam und ihnen beim Löschen des Feuers half. Der Mob war jedoch weg. Derselbe Mob zielte auf eine andere Kirche ab, doch diesmal geriet das Feuer außer Kontrolle und brannte nicht nur 14 Kirchen nieder, sondern auch mehrere Häuser und ein großes Einkaufszentrum. Hunderte Menschen waren im Zentrum eingeschlossen und starben. Seitdem hat es viele weitere Mob-Angriffe auf christliche Kirchen gegeben.

LEST 2. Mose 2,1-10

Im Glauben etwas riskieren

Was hat Moses’ Familie als Erstes getan, um ihr Kind zu schützen? (Sie haben ihn drei Monate lang versteckt.)
Warum war es nicht möglich, das Baby länger zu verstecken? (Diskutiert. Ist das Baby zu laut geworden? Würden die Leute anfangen, es zu bemerken?)
Was hat die Mutter getan, um ihr Baby zu schützen? (Sie nahm einen Korb, dichtete ihn mit Teer ab und legte das Baby im Korb zwischen die Binsen am Nil.)
Meint ihr, sie hatte einen Plan? Oder hoffte sie nur? (Diskutiert. Sie war bereit, alles zu tun, um ihr Baby am Leben zu erhalten, ein Mutterinstinkt.)
Welche Vorkehrungen hat sie getroffen, um ihr Baby weiter zu schützen? (Ihre Tochter blieb in der Nähe, damit sie sehen konnte, was passiert.)

Szenario

Stellt euch vor, das Land hätte sich gegen das Christentum gewandt und gegen alle, die es praktizierten. Stellt euch vor, dass Christen ihren Glauben bei einem Vorstellungsgespräch, bei der Beantragung eines Kredits oder bei einer Schulprüfung angeben müssten.

Wie würdet ihr euch dabei fühlen? (Diskutiert)
Was wäre das Dilemma, wenn man mit einem Formular konfrontiert würde, in dem man seine religiösen Überzeugungen erklären muss? (Wenn du nicht angibst, dass du Christ bist, hättest du das Gefühl, Jesus zu verleugnen. Aber wenn du es angibst, riskierst du Vorurteile.)
Was denkt ihr, würde Gott in einer solchen Situation tun? (Gott wird einen Weg finden, wo keiner ist. Er versorgt uns.)

Zurück zu Mose.

Wer kam zum Fluss und warum? (Die Tochter des Königs von Ägypten kam, um zu baden.)
Meint ihr, sie hat das regelmäßig gemacht? War das der Grund, warum die Mutter von Moses diesen Teil des Flusses wählte, um ihr Baby hineinzulegen? (Diskutiert. Sind wir alle Gewohnheitstiere und berechenbar?)
Was hat sie getan, als sie den Korb sah? Und wie hat sie reagiert, als sie das Baby sah und es weinte? (Sie war neugierig, als sie den Korb sah und schickte ihre Dienerin, um ihn zu holen und als sie das Baby weinen sah, schmolz ihr Herz … alles lief nach Plan!)
War das das Ende? Wer tauchte plötzlich auf? Und was war ihr Vorschlag? (Nein, es gab noch mehr des Plans zu enthüllen. Die Schwester des Babys erschien plötzlich und bot an, eine hebräische Frau zu finden, die das Baby für sie stillen würde.)
Die Tochter des Königs stimmte zu, ohne zu wissen, dass die Frau, die geholt wurde, tatsächlich die Mutter des Babys war. Was hat sie von der Frau verlangt? (Ihr eigenes Baby zu stillen und dafür auch noch bezahlt zu werden.)
Was geschah, als das Kind älter wurde? (Seine Mutter brachte ihn in den Palast und die Tochter des Königs adoptierte ihn als ihren eigenen Sohn.)
Wie hat sie ihn genannt und warum? (Moses, weil sie ihn aus dem Wasser gezogen hatte.)
Wie hat sich die Mutter wahrscheinlich gefühlt? Meint ihr, sie hat jemals gedacht, dass ihr Sohn jemand ganz Besonderes werden würde, oder war es nur der natürliche Instinkt einer Mutter, sich um ihr Kind zu kümmern, der sie dazu brachte, ihn in den Fluss zu setzen? War es ein Bonus, dass sie ihn dennoch aufziehen durfte? (Oft werden wir Dinge tun, ohne zu wissen, was dabei herauskommt. Aber Gott hat die Fähigkeit, unmögliche Dinge geschehen zu lassen; Dinge, die unsere kühnsten Träume übersteigen.)
Glaubt ihr, dass wir in diesem Land zu unseren Lebzeiten jemals wegen unseres Glaubens verfolgt werden? (Diskutiert)

Zusammenfassung

⏱ 5 Minuten

Verzweifelte Zeiten erfordern außergewöhnliche Glaubensschritte. Innerhalb der Gesetze des Landes zu arbeiten und Gott in Tagen der Verfolgung zu ehren, kann ein schwieriger Spagat sein. Es ruft auch Gottes Volk dazu auf, Stellung zu beziehen und dem Druck nicht nachzugeben. Gott ist mit uns in diesem Druck und er wird einen Weg finden.

Es sind Zeiten wie diese, in denen Menschen sich in ihrer Verzweiflung wirklich auf Gott stützen. Gott ist in der Lage, einen Weg zu bahnen, wo keiner ist, und das, was manche zum Bösen bestimmt hatten, zum Guten zu wenden.

Gebet

⏱ Betet, solange es dauert

💡
PS: Wir entwickeln einzigartige Materialien für eine frische Jugendarbeit. Die besten Spiele für Gruppenstunden, den Online-Unterricht oder Freizeiten. Sichere dir jede Woche neue Tools im Newsletter. Mehr kostenlose Tools für deine Jugendarbeit findest du auf mrjugendarbeit.com.
Teile diesen Beitrag