Ist diese Veranstaltung nötig? WofĂŒr lohnt es sich Mitarbeiter und Ressourcen einzusetzen?

Ob es um Gruppentreffen, Workshops, Wochenendfreizeiten, Fahrten, Jugend-Foren oder Seminare, um Podiumsdiskussionen, Aktionen, Band-Auftritte oder SportwettkĂ€mpfe geht, ob bei Gestaltung oder Mitwirkung bei Andachten, Gottesdiensten und Jugendgottesdiensten, ob in Theatergruppen, beim Rollenspiel oder in Fotoworkshops mit Ausstellungen, ob bei der DurchfĂŒhrung von Elternabenden oder die Mitwirkung bei Gemeindefesten – immer mĂŒssen zuvor diese acht »W-Fragen« geklĂ€rt sein:

Das Team klĂ€rt zunĂ€chst die drei Basis Fragen: Was wird warum fĂŒr wen geplant? Dann folgen die anderen Fragen. Denn nur klare Strukturen vermeiden Frust.

Was soll behandelt werden?

Was wird kurz- oder langfristig konkret geplant? Was fĂŒr eine Art von AktivitĂ€t ist vorgesehen? Was wollen wir, je nach Veranstaltungsart, erreichen oder „rĂŒberbringen“? Passen Thematik und AktivitĂ€t in das spezifische Profil dieser Jugendarbeit?

Warum wollen wir diese AktivitĂ€t durchfĂŒhren?

Welches Ziel haben wir vor Augen? Warum und wem oder fĂŒr wen ist gerade dieses Thema, dieser Inhalt oder diese Veranstaltung so wichtig?

FĂŒr Wen konkret sind aktuelle AktivitĂ€ten geplant?

Welche Zielgruppe ist im Blick, welches Alter? Was wissen wir ĂŒber die Zielgruppe, ihre Strukturen und Funktionen? Können wir gezielt auf weitere Interessierte zugehen – aufgrund des Themas oder eines aktuellen Anlasses?

Oder wird allgemein eingeladen und geworben und die potentiellen Teilnehmer sind noch unbekannt? Handelt es sich möglicherweise um „Neue“?

Wer ĂŒbernimmt Verantwortung?

Wer ist fĂŒr diese spezielle AktivitĂ€t oder Veranstaltung erstens inhaltlich und zweitens organisatorisch geeignet? Wer kann sie auch durchfĂŒhren? Wer ist fĂŒr die Werbung verantwortlich? Wer in diesem Team trĂ€gt die Gesamtverantwortung? Auch wenn Einzelne im Team eigene Aufgabenbereiche ĂŒbernehmen, sollte es einen Hauptverantwortlichen fĂŒr das gesamte Projekt geben. Jedes Team braucht einen Leiter, der durchaus von Mal zu Mal wechseln kann. Auch Gesamtverantwortung muss gelernt werden.

Mit Wem zusammen kann dies getan werden?

Welche Personen von außen können hinzugezogen werden, vielleicht als Experten oder Vermittler geeigneter Referenten? Wer könnte ein akzeptabler Supervisor sein, um den jugendlichen Mitarbeitern oder angehenden Leitern Frustrationen zu ersparen?

Wie: Welche Form und Methode passt am besten?

Wie kann dieses Thema bearbeitet, diese Aufgabe gelöst werden? Wie bringe ich Themen gut rĂŒber? Wie soll oder kann die AktivitĂ€t am besten gestaltet und organisiert werden? Wie finde ich fĂŒr bestimmte Themen gute Referenten und GesprĂ€chspartner fĂŒr Jugendliche? Wie kann der Ă€ußere Rahmen gestaltet werden, damit die Teilnehmer sich wohlfĂŒhlen? Wie funktionieren gute Kommunikation und Werbung? Wie kann die AktivitĂ€t finanziert werden? (Hier liegen besonders viele Chancen fĂŒr Erwachsene, fĂŒr Gemeindeglieder, Eltern, z.B. PĂ€dagogen, Manager, Sponsoren.)

Wo kann die AktivitĂ€t durchgefĂŒhrt werden?

Raumfragen mĂŒssen vorher geklĂ€rt sein, RĂ€ume sollten eher zu klein als zu groß sein. RĂ€ume mĂŒssen einladend gestaltet sein. In zu großen RĂ€umen kann sich eine Gruppe verloren fĂŒhlen. FĂŒr AußenaktivitĂ€ten sollte der Leitungskreis das Areal möglichst zuvor kennen!

Wann soll das Ganze geschehen?

Sofort oder hat es Zeit? Welches ist der beste Termin? Bedenke die AktualitĂ€t sowie Überschneidungen mit anderen Veranstaltungen wie Fußball. Kommen dir Ferien in die Quere?

Quelle: Christoph Hilsberg, Jugend in der Kirche. Konzepte fĂŒr Gemeinden, Teamer, Mitarbeiter in der Jugendarbeit, 47ff.

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