Inspire Einheit 18: Hagar begegnet Gott

Wie funktioniert das INSPIRE Curriculum?

In jeder Einheit geht ihr durch mehrere interaktive Diskussionsphasen. Die Diskussionsfragen helfen euch, junge Menschen in ihrem Lesen und Interpretieren der Bibel zu fördern.

Für wen ist INSPIRE gemacht?

  • Für Gruppen mit 6 bis 30 Jugendlichen
  • Für junge Menschen zwischen 11 und 17 Jahren
  • Für Jugendleiter:innen mit wenig Zeit

Wie funktioniert es?

  1. Phase: Herausfinden, was im Text passiert
  2. Phase: Die wichtigsten Teile des Textes identifizieren
  3. Phase: Den Inhalt auf unsere Situation anwenden
  4. Phase: Verstehen, was Gott heute sagt

Ohne Bibel geht’s nicht

Da dieses Curriculum ein Hilfsmittel zum Verstehen der Bibel ist, funktioniert es am besten, wenn jede:r Jugendliche eine Bibel zur Hand hat. Bitte jede Woche jemanden, den Text vorzulesen, während die Jugendlichen mitlesen. Es ist auch praktisch, wenn sie während des Teachings ihre Bibeln offen vor sich haben, sodass sie ihre Antworten auf Textbelege stützen können, und nicht nur raten.

💡
Pro-Tipp: Schau dir als Leiter:in die Fragen und Spiele vorher an, um dich mit Bibeltext, Thema und den Spielen vertraut zu machen.

Andacht

Icebreaker – Elchkopf

⏱ 10 Minuten

Alle stehen im Kreis. Eine Person wird bestimmt, zu beginnen. Sie zeigt auf eine andere Person in der Gruppe, sagt aber ihren eigenen Namen. Diese Person wiederum zeigt auf eine andere Person und nennt ihren eigenen Namen.

Das Spiel wird fortgesetzt, bis jemand zögert oder den Namen eines anderen anstelle seines eigenen sagt. Die Person zeigt dann mit einer ihrer Hände ein Geweih, indem sie ihren Daumen auf die Seite ihres Kopfes steckt und ihre Finger ausbreitet.

Sobald jemand zwei Geweihe bekommt, ist er ein »Elchkopf« und kann nicht mehr spielen. Die Person bleibt jedoch mit ihren beiden Geweihen im Spiel. Niemand darf auf einen Elchkopf zeigen, aber wenn doch, bekommen sie ein Geweih. Das Spiel wird fortgesetzt, bis nur noch eine Person übrig ist.

Einführung

⏱ 5 Minuten

Christen glauben, dass Gott für Schlüsselereignisse in unserem Leben sorgt. Ein positives Ereignis, das den Lauf unseres Lebens verändert und uns in eine unerwartete Richtung führt.

Es könnte zum Beispiel eine Zeit im Sommerlager sein, in der euch Gott deutlich gemacht hat, dass er zu euch spricht. Oder ihr habt festgestellt, dass ihr Gott vertrauen und einen Schritt des Glaubens tun müsst, und es hat sich wunderbar ausgezahlt. Vielleicht war es ein christlicher Freund, der sich mit euch getroffen, euch mit einem Wort von Gott ermutigt und euch geholfen hat, Dinge zu erkennen, auf die ihr vorher nicht gekommen seid.

Das nennt man eine »göttliche Fügung«, wenn Gott eine unvergessliche Begegnung, einen Wendepunkt in eurem Leben einrichtet. Hattet ihr schon einmal eine solche Gelegenheit, oder habt ihr von jemandem eine Geschichte über eine göttliche Fügung gehört?

Nun, sie passieren auch heute noch und die Bibel ist voll von diesen Momenten, in denen das Leben eines Menschen verändert wird, wenn Gott es so einrichtet.

Gott, wie finde ich meine Berufung?
Ein Werkzeug für Jugendleiter mit wenig Zeit. Dieses Curriculum für deine Jugendarbeit hilft dir Woche für Woche Jugendlichen die Bibel näherzubringen.

Gebet

⏱ 12 Minuten

Gib jedem Jugendlichen ein Stück Papier und lass sie auf der einen Seite ihren Namen schreiben und auf der anderen, was sie sich für die Zukunft wünschen. Es kann sein, dass sie ein bestimmtes Talent einsetzen wollen oder es kann sein, dass sie sich etwas Bestimmtes von Gott wünschen. Es könnte ein zukünftiger Job oder eine Aufgabe sein, die sie im Sinn haben, oder andere Hoffnungen, die sie für ihr Leben haben, oder einfach nur eine allgemeine Sache.

Sag ihnen, dass sie ihre Zukunft vor Gott bringen können, egal, was es ist. Lass sie es aufschreiben, damit sie visuell vor sich haben, worum sie Gott besonders bitten möchten.

Lass sie das Papier zusammenfalten, sodass nur noch ihr Name zu sehen ist. Legt die Papierstücke als Gebet in die Mitte des Raums, um Gott für die Erfüllung ihres Herzenswunsches zu bitten. Tragt auf jedes Stück Papier etwas Holzleim auf.

📖 LEST Psalm 37,1-6 (wiederhole Vers 4).

Erinnere sie daran, dass unsere Beziehung zu Gott zwei Seiten hat. Wir geben ihm unser Leben, einschließlich unserer Hoffnungen und Träume, und Gott wird den Staub seiner Vision für unsere Zukunft darüber streuen. Streue etwas Glitzer auf den Papierstapel.

Während du den Glitzer verstreust, sag ihnen, dass wir nicht genau sagen können, wie der Glitzer fallen wird. Genau so laufen die Dinge vielleicht nicht immer, wie wir sie planen, aber Gottes Plan ist der bessere Plan und wir müssen darauf vertrauen, dass er weiß, was er tut.

Lass ein paar Leute beten und Gott bitten, unsere Hoffnungen zu formen und zu seiner Zeit uns mitzuteilen, was er mit unserem Leben machen möchte. Am Ende (sobald der Leim getrocknet ist) gibst du jeder Person ihr Papierstück zurück.

Teaching

⏱ 15 Minuten

Schlagt 1. Mose 16,1-16 auf. Hier setzen wir mitten in einer Geschichte über Abram ein. Gott hatte ihm zweimal versprochen, dass er der Vater einer großen Nation sein würde, aber er und seine Frau konnten keine Kinder bekommen.

📖 LEST 1. Mose 16,1-16.

Seht euch den Anfang der Geschichte an, wie lief es für Abram und Sarai? (Nicht so gut, sie wollten Kinder, konnten aber keine bekommen.)
Was hat Sarai getan und warum hat sie es vorgeschlagen? (Sie wünschte sich offensichtlich verzweifelt eine Familie, aber da sie keine eigenen Kinder haben konnte, dachte sie, das Nächstbeste wäre, wenn ihre Dienerin Kinder für sie bekommen würde; wie eine Leihmutter.)

Aufgrund der Entscheidung von Sarai und Abram musste also Hagar als Sklavin/Dienerin die Leihmutter für ihr Kind werden. Und so wurde Hagar schwanger, nachdem sie mit Abram geschlafen hatte.

Wie wirkt sich das auf Hagar aus? (Sie wird ein wenig zu selbstbewusst und beginnt, Sarai schlecht zu behandeln, weil sie weiß, dass sie wichtig ist, da sie ihr Baby austrägt. Damals wurde es als Gottes Segen angesehen, wenn man viele Kinder hatte.)
Wie hat Sarai auf Hagar reagiert? (Sie war gemein zu Hagar und spielte ihre Macht aus.)

Es ist so einfach, wenn sich Meinungsverschiedenheiten zu einem kleinen Krieg entwickeln können. Und jedes Mal, wenn man diese Person sieht, schaut man sie böse an, sagt etwas Gemeines oder ignoriert sie.

Wem von euch euch ist das mal passiert? (Besprecht, wie es sich anfühlt, in einer solchen Situation zu stecken.)

In Zeiten wie diesen braucht man zusätzliche Hilfe. Wie wir bei Hagar sehen können, ist es wirklich schwierig, Tag für Tag damit zurechtzukommen. Und weil ihr das zu viel wird, läuft sie davon.

Wir lesen in 1. Mose 12, dass Abram und Co. aus Ägypten gekommen waren. Welche Nationalität hatte Hagar? Wohin floh sie also? (Sie kehrte in ihr Herkunftsland zurück. Sie war so verzweifelt, dass sie nicht vorhatte zurückzukommen. Wenn es also einen Moment in ihrem Leben gab, in dem sie Gott brauchte, war es jetzt.)
Einige Leute denken, dass Gott sich nur wichtigen Menschen zeigt. Was lernen wir über Gott durch diese Engelserscheinung für Hagar, die nur eine Sklavin ist? (Er ist ein Gott, der uns sieht. Und wir müssen keine wichtige Person sein, damit Gott einen besonderen Plan für unsere Zukunft hat. Er ist allgegenwärtig, mit uns allen zur gleichen Zeit. Er hört unsere Gedanken, fühlt unsere Gefühle und sieht, wo wir stehen.)
Welche neuen Hoffnungen hat Hagar für ihr Leben, nachdem sie mit Abrams Kind schwanger wurde? (Dass sie eine wichtige Rolle spielen würde und dass ihr Leben von nun an mehr Bedeutung haben würde.)
Doch Sarai machte ihr Probleme. Wie hat sich das auf Hagars Sicht auf ihre eigene Zukunft ausgewirkt? (Sie hätte wohl gedacht, es sei alles hoffnungslos. Ihr Kind würde ihr weggenommen werden und sie befürchtete, dass man sie als ein »Niemand« verstoßen würde.)
Also war für Hagar alles schief gegangen, sie war traurig und verwirrt und rannte weg. Warum glaubt ihr, hat Gott das zugelassen? Meint ihr, Gott hat ihre Schwierigkeiten zu spät behoben? (Gott wartete tatsächlich bereits auf sie, als sie sich trafen.)
Was sagt uns das, wenn wir durch schwere Zeiten gehen und nichts besser zu werden scheint? (Dass Gott die richtige Zeit bereit hat, um unsere Schwierigkeiten zu beseitigen. Ohne diese Nöte wäre Hagar niemals Gott persönlich begegnet.)

Habt ihr schon einmal auf einen Bus gewartet und euch Sorgen gemacht, dass er sich verspäten würde und euch gestresst, und dann ist er gekommen und ihr wart pünktlich? Manchmal können wir so über Gott denken, dass er nicht antworten wird, aber Gottes Antworten sind immer pünktlich.

Welche Gründe könnten wir haben, so wie Hagar zu denken, dass wir es Gott nicht wert sind? (Manchmal neigen wir zu der Annahme, dass Gott sich nicht für uns interessiert und dass er viel mehr mit anderen Dingen beschäftigt ist; aber tatsächlich sieht er uns und weiß alles über uns und unsere Hoffnungen und Träume für die Zukunft.)
Wann seid ihr Gott begegnet oder hatten einen Gedanken und habt danach gemerkt, dass es Gott war, der zu euch gesprochen hat? (Erzählt davon.)
Was musste Hagar tun, um diesen Segen zu erhalten? (Sie musste zu Sarai und Abram zurückkehren, auch wenn es noch mehr Schikanen bedeutete.)

Hagar wurde also sehr ermutigt. Sie wusste nun, dass Gott sie dort sah, wo sie sich befand, und er kannte auch ihre Hoffnungen für die Zukunft und schloss diese in seine Pläne ein.

Wenn ihr an eure Hoffnungen und Träume denkt, wie geht es euch damit? Welches der Erlebnisse von Hagar ermutigt euch? (Dass Gott sie kennt und weiß, was sie für uns bedeuten! Er weiß auch, wo wir uns auf dem Weg zu diesen Dingen befinden. Er wird sie so gestalten, dass sie sich zu unserem Besten entwickeln.)
Vergeben, aber wie?
Ein Werkzeug für Jugendleiter mit wenig Zeit. Dieses Curriculum für deine Jugendarbeit hilft dir Woche für Woche Jugendlichen die Bibel näherzubringen.

Zusammenfassung

⏱ 2 Minuten

Dies ist eine lebensverändernde Geschichte, in der Gott ein Sklavenmädchen braucht. Eine Person, von der man nicht erwartet hatte, dass sie etwas erreichen würde, außer dass sie ein Leben lang Dienerin ist. Aber Gott hatte einen göttlichen Plan, durch den sie geehrt werden würde. Manchmal können wir uns fragen, wo Gott ist und denken, dass es Gott egal ist. Aber in Wirklichkeit ist sein Timing immer perfekt.

Er ist der Gott, der uns sieht und weiß, was wir uns für unsere Zukunft erhoffen. Wir können ihm unsere Hoffnungen anvertrauen und dürfen wissen, dass er für uns ist und dass seine Pläne unsere Hoffnungen und Träume mit einbeziehen und genau richtig für uns sein werden.

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