Einführung

Geschichten, die in Erinnerung bleiben

Eine ganze Jugendstunde mit einer Predigt oder Bibelarbeit zu füllen, ist nicht immer die beste Lösung. In manchen Fällen kann ein Thema in kurzer Zeit so gründlich vermittelt werden, dass es keinen Grund gibt, damit weiterzumachen.

Hör dann einfach auf und mach etwas anderes. Nur weil wir eine bestimmte Zeit zur Verfügung haben, heißt das nicht, dass wir sie mit unseren »Weisheiten« füllen müssen. Denke daran, dass die Stunde für die Jugendlichen gemacht ist, nicht die Jugendlichen für die Stunde.

Menschen mögen und erinnern sich an Geschichten. Eine gut erzählte Geschichte malt ein inneres Bild. Die Zuhörerinnen und Zuhörer sehen die Protagonisten und stellen sich die Umgebung vor, sodass ein Film in ihrem Kopf entsteht. Auf diese Weise werden zwei Sinne angesprochen: das Hören mit den Ohren und das »Sehen« mit dem Verstand.

Geschichten waren Jesu wichtigste Lehrmethode. Er wusste, was eine gute Geschichte ausmacht und welche Wirkung sie hat. Seine Geschichten waren einfach, manchmal humorvoll, aber immer tiefsinnig. Die Menschen liebten seine Geschichten.

Geschichten, die in Erinnerung bleiben (Symbolbild) Foto Rick Bundschuh

Beobachte einen guten Geschichtenerzähler und sein Publikum und du wirst feststellen, dass sich die Körpersprache der Zuhörenden verändert. Das Zappeln hört auf, Husten wird unterdrückt und während einer dramatischen Pause neigen sich die Zuhörenden oft in die Richtung des Geschichtenerzählers. Storytelling fesselt Menschen.

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13 Andachts-Ideen
Du wurdest gefragt bei einer kommenden Veranstaltung eine zehnminütige Andacht zu halten? Hier sind einige gute Ideen für Predigt Illustrationen.

Eine Geschichte erzählen

Eine gute Geschichte muss mit einer Diskussion oder einer Einleitung richtig »aufgebaut« werden. Sie kann mit einer Erklärung oder einer Moral enden, aber manchmal ist es (insbesondere bei älteren Zuhörern) genauso angebracht, die Geschichte oder das Gleichnis einfach zu erzählen und dann zu sagen: »Stell dir vor«, damit die Zuhörer mit der Anwendung und Bedeutung ringen können. Jesus hat diese Methode am häufigsten angewandt. Seine Jünger mussten ihn um die Erklärungen zu seinen Geschichten bitten.

Über die Geschichten

Viele der folgenden Geschichten sind wahr. Einige sind offensichtlich erfunden. Einige dieser Geschichten stammen von Nachrichtendiensten, andere kursieren schon seit Jahren unter Geschichtenerzählern. Eine »Geschichtensammlung» ist für jede:n Jugendmitarbeiter:in hilfreich.

Wahrscheinlich fallen dir noch andere Bibelstellen und Anwendungen ein, die mit diesen Geschichten funktionieren würden. Verwende sie so, wie du es für richtig hältst!

Die 10 besten Gruppenspiele
Welche Spiele machen wirklich Spaß und werden auch nach dem zweiten Mal Spielen nicht langweilig?

#1 Zwei ungleiche Jungen

Zwei ungleiche Jungen (Symbolbild) Foto Rick Bundschuh
Thema: Suche nach dem Guten in jeder Situation.

Bibelstellen: 1. Thessalonicher 1,6; 5,16; 2. Korinther 4,17-18

Es war einmal ein Ehepaar, das hatte Zwillingssöhne, die so unterschiedlich waren wie Tag und Nacht. Der eine beklagte sich und fand an allem etwas auszusetzen. Der andere war ein fröhlicher Optimist, der sich von keiner schlechten Nachricht aus der Ruhe bringen ließ.

Die Eltern hofften, dass sie ihre Söhne, zu einer ausgeglicheneren Lebenseinstellung bringen könnten, insbesondere den mürrischen Sohn. Sie versuchten alles, was ihnen einfiel, aber nichts änderte die Denkweise der beiden Kinder.

Schließlich schmiedeten sie einen verzweifelten Plan. Sie räumten zwei Zimmer aus. In das Erste stellten sie alle erdenklichen Spielsachen, die sich ein Kind vorstellen kann: Videospiele, Computer, Züge und Rennbahnen. Den anderen Raum füllten sie mit drei Metern Pferdemist.

Die Eltern setzten dann den meckernden, pessimistischen Sohn in den mit Spielen gefüllten Raum und den fröhlichen, optimistischen Sohn in den Raum mit dem Pferdemist.

Wahr oder Erfunden?
Auf der Suche nach Spiele für Jugendgruppen ohne Material? Wahr oder Erfunden ist ein Gruppenspiel für Jugendarbeit, das auch als große Gruppe drinnen gespielt werden kann.

Einige Stunden später überprüften sie den Fortschritt ihres Experiments. In dem mit Spielen gefüllten Raum fanden sie ihren ersten Sohn in einer Ecke zusammengekauert und weinend. Die Spiele waren nicht einmal angerührt worden.

»Wenn ich damit spiele, könnte ich etwas kaputt machen«, jammerte der Junge. Als die Eltern die Tür zum zweiten Zimmer öffneten, war ihr anderer Sohn nirgends zu sehen. Verzweifelt riefen die Eltern nach ihm. Plötzlich tauchte er unter einem großen Haufen Pferdemist in der Ecke des Zimmers auf.

»Was machst du denn da unten?«, fragten seine erstaunten Eltern.

»Na ja«, sagte der Junge mit strahlender Miene, »bei so viel Pferdemist muss hier doch irgendwo ein Pony sein!«

#2 Die Rache

Eine wahre Geschichte

Die Rache (Symbolbild) Foto Rick Bundschuh
Thema: Lass Zorn und Bitterkeit beiseite. Auch wenn die Rache des Ehemanns Ironie in sich trägt, ist diese Geschichte ein guter Einstieg, um darüber zu sprechen, wie wir mit unseren Gefühlen umgehen, wenn uns jemand ärgert oder uns Unrecht tut.

Bibelstellen: Matthäus 5,38-45; Sprüche 20,22; Römer 12,17;
1. Thessalonicher 5,15; 2. Thessalonicher 1,6

Vierzig Jahre lang kämpfte Frau Anita Cemenescu gegen die Zigarettensucht ihres Mannes Marin. Sie nörgelte, beschwerte sich, schimpfte und redete auf ihn ein. Was auch immer ihre Beweggründe waren, ihre Bemühungen haben ihn nur darin bestärkt, seine Gewohnheit im Geheimen fortzusetzen. Vierzig Jahre lang versteckte Marin Cemenescu seinen verbotenen Tabak und schlich sich wie ein Schuljunge in sein Versteck, während er sich sagte, dass er eines Tages seine Rache bekommen würde.

Im Alter von 76 Jahren starb Marin. Aber er hatte sich seine Rache gut überlegt. Als das Testament schließlich verlesen wurde, sah es vor, dass Anita die von ihr so verachtete Gewohnheit annehmen musste, um sein Vermögen zu erben. Die 63-jährige Frau sollte für den Rest ihres Lebens fünf Zigaretten am Tag rauchen.

14 Fragen, die Jugendliche bewegen
Eine neue Kurzvideoserie namens »Darkroom Faith« (Glaube in der Dunkelkammer) bringt einige der schwierigsten Fragen von Jugendlichen über das Christentum ans Licht.

#3 Professor Bonk

Professor Bonk (Symbolbild) Foto Rick Bundschuh
Thema: Sei ehrlich. Gott wird alles aufdecken, was wir gerne geheim halten möchten.

Bibelstellen: Sprüche 24,26; Kolosser 3,9-10; Titus 2,7

In einem Jahr gab es im Chemiekurs der Duke University zwei Studenten, die in allen Tests, Laborarbeiten und Zwischenprüfungen ziemlich gut abschnitten. Vor der Abschlussprüfung waren sie sich sicher, dass sie Top-Noten hatten.

Sie waren so zuversichtlich, dass sie beschlossen, am Wochenende mit Freunden einer anderen Universität zu feiern, obwohl die Chemieprüfung am Montag stattfand. Auf der Party lief alles aus dem Ruder und die beiden Freunde verschliefen. Sie kamen zu spät und verpassten die Abschlussprüfung.

Die jungen Männer erklärten ihrem Chemieprofessor, Professor Bonk, warum sie die Prüfung verpasst hatten. Sie erzählten ihm, dass sie über das Wochenende zu einer anderen Universität gefahren waren und eigentlich rechtzeitig zurückkommen wollten, um zu lernen und die Prüfung zu schreiben.

Andacht zum Thema »Ehrlichkeit«
Wie oft versuchen wir im Leben, uns einen Vorteil zu verschaffen, indem wir die Wahrheit verdrehen oder ganz offen lügen? Wie oft opfern wir Ehrlichkeit, um anderen einen Schritt voraus zu sein? Mit dieser Andacht hilfst du deinen Jugendlichen darüber nachzudenken, was Ehrlichkeit bedeutet.

Aber sie hatten auf dem Rückweg eine Reifenpanne. Leider hatten sie keinen Ersatzreifen dabei und konnten lange Zeit keine Hilfe bekommen. So kamen sie zu spät zurück, um die Prüfung abzulegen.

Professor Bonk war einverstanden, dass die beiden die Prüfung am nächsten Tag nachholen konnten. Voller Freude und Erleichterung lernten sie in der Nacht fleißig und gingen am nächsten Morgen pünktlich zur vereinbarten Zeit zur Prüfung.

Der Professor setzte sie in getrennte Räume und händigte jedem von ihnen ein Prüfungsheft aus. Jeder sah sich die erste Aufgabe an, die etwas mit chemischen Lösungen zu tun hatte und fünf Punkte wert war. »Cool«, dachten sie, »das wird einfach sein.«

Doch als sie zur nächsten Aufgabe blätterten, waren sie nicht auf das vorbereitet, was sie sahen. Die Frage lautete: welcher Reifen? (95 Punkte)

Wann ist lügen okay?
Ein Werkzeug für Jugendleiter mit wenig Zeit. Dieses Curriculum für deine Jugendarbeit hilft dir Woche für Woche Jugendlichen die Bibel näherzubringen.

#4 Ein fairer Tausch

Ein fairer Tausch (Symbolbild) Foto Rick Bundschuh
Thema: Komme Gott näher, der dich kennenlernen möchte. Die Idee eines bescheidenen Tausches zwischen einem bedeutenden Mann und einem Kind veranschaulicht, dass Gott jeden von uns als wichtig ansieht und Zeit mit uns verbringen möchte.

Bibelstellen: Jakobus 4,8; 2. Korinther 5,20-21

Nachdem Albert Einstein, der berühmte und brillante Physiker, einige Monate in Princeton gelebt hatte, entdeckten die örtlichen Journalisten, dass ein zwölfjähriges Mädchen fast jeden Nachmittag bei Einstein zu Hause vorbeikam. Die Mutter des Mädchens hatte nicht daran gedacht, Einstein nach dem Brauch zu fragen, bis die Zeitungen darüber berichteten. Als sie endlich die Gelegenheit dazu hatte, fragte sie: »Was könnten meine Tochter und Sie, der große Albert Einstein, gemeinsam haben, dass Sie so viel Zeit miteinander verbringen?« Einstein antwortete schlicht: »Sie bringt mir Kekse und ich mache ihre Mathehausaufgaben.«

200 spannende Eisbrecher-Fragen für jede Gruppe
Eine der besten Methoden, um mit Kindern und Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, sind Eisbrecher Fragen. Sie sind perfekt, um neue Leute kennenzulernen und Neues über die anderen in der Gruppe zu erfahren.

#5 Der kleine Mann von Nürnberg

Der kleine Mann von Nürnberg (Symbolbild) Foto Rick Bundschuh
Thema: Statt deine Schwächen hervorzuheben, solltest du deine von Gott gegebenen Fähigkeiten bestmöglich nutzen. Wir beklagen uns über unser Los im Leben: Unser Haar ist zu glatt oder zu lockig. Wir können nicht den Ruhm oder die sportlichen Fähigkeiten anderer erreichen. Diese Geschichte zeigt, was ein Mensch trotz enormer Handicaps erreichen kann.

Bibelstellen: Matthäus 25,14-29; Römer 8,28

Die Kinder rannten die Straße hinunter und riefen aufgeregt: »Der kleine Mann kommt! Der kleine Mann kommt!« Die Menschen verließen ihre Geschäfte und Häuser und zogen schnell zu einer hell erleuchteten Bühne im Stadtzentrum. Eine Berühmtheit kam in diese kleine bayerische Stadt. Die Menschen hatten zwar schon vom kleinen Mann gehört, aber es war das erste Mal, dass sie ihn tatsächlich auftreten sahen. Die Vorfreude lag in der Luft, als sich das ganze Dorf versammelte.

Lange, bevor Matthias Buchinger auf der Bühne erschien, bildete sich eine dichte Menschenmenge. Bekannt als »Der kleine Mann von Nürnberg« begeisterte er sein deutsches Publikum im 18. Jahrhundert mit spektakulären Tricks mit Bechern und Bällen, die bis heute nicht erklärt werden können. Er war sehr beliebt und einer der berühmtesten Bühnenkünstler seiner Zeit. Außerdem war er ein Experte für Kalligrafie und spielte vier Musikinstrumente, darunter den Dudelsack.

Nicht schlecht für einen Mann, der keine Hände oder Beine hatte und um die 70 cm groß war.

»Butterfly Circus – Wo Wunder wahr werden«. Will ist die Hauptattraktion einer Freakshow. Er lebt ohne Arme und Beine. Eines Tages wird Zirkusdirektor Mendez auf den jungen Mann aufmerksam. Zum ersten Mal erlebt Will so etwas wie Wertschätzung. Er schließt sich dem »Butterfly Circus« an und lernt, dass auch er nicht wertlos ist.

#6 Du dachtest, Nasenpiercing sei extrem

Du dachtest, Nasenpiercing sei extrem (Symbolbild) Foto Rick Bundschuh
Thema: Für wahre Schönheit musst du nach innen schauen. Wir sind besessen davon, »gut auszusehen«. Die Bibel warnt davor, zu viel Wert auf unser Äußeres zu legen, vor allem, wenn das bedeutet, dass wir die wahre Person in unserem Inneren ignorieren. Dieser Blick auf aktuelle Stile aus der Vergangenheit zeigt, wie weit die Menschen gegangen sind, um attraktiv auszusehen – je nach Mode ihrer Zeit.

Bibelstellen: 1. Petrus 3,3-4; Sprüche 11,22; 31,30

Im Laufe der Jahrhunderte haben die Menschen im Namen der Schönheit einige ziemlich verrückte Dinge getan.

100 »Würdest du eher«-Fragen
»Würdest du eher«-Fragen eignen sich bestens als Kennenlernfragen, um das Eis in einer Gruppe zu brechen.

Denke an Folgendes:

Englische Frauen aus dem achtzehnten Jahrhundert trugen manchmal meterhohe Perücken. Diese unglaublichen Frisuren wurden mit Mehl bestäubt und mit ausgestopften Vögeln, Nachbildungen von Gärten, Obsttellern oder Schiffsmodellen verziert. Manchmal waren die Perücken so aufwendig und teuer, dass sie mehrere Monate lang getragen wurden. Um sie zusammenzukleben, wurden die Perücken mit Schmalz (Tierfett) bestrichen. Insekten und Mäuse fanden das lecker. Als Zubehör wurden rattenfeste Drahtkappen und spezielle Kissen verkauft, die diese Kunstwerke abdeckten und zusammenhielten. Die Perückenmanie starb 1795 aus – eine Haarpudersteuer machte sie zu teuer.

Die ägyptischen Frauen entfernten 1.500 Jahre vor Christus jedes einzelne Haar mit einer speziell entwickelten goldenen Pinzette und polierten dann mit Tüchern ihre kahlen Köpfe zu einem strahlenden Glanz.

Hundert Jahre später war es bei wohlhabenden Frauen der letzte Schrei, sich einen großen Kegel mit parfümiertem Fett auf den Kopf zu setzen und ihn den ganzen Tag dort zu lassen. Im Laufe des heißen ägyptischen Tages schmolz das Fett und tropfte langsam an ihren Körpern herunter, sodass ihre Haut mit einem glitzernden Ölfilm überzogen und ihre Kleidung mit Duft durchtränkt wurde.

Blitzrunde
Schnell, Schneller, Blitzrunde!

#7 »Ich werde klagen!«

Eine wahre Geschichte

»Ich werde klagen!« (Symbolbild) Foto Rick Bundschuh
Thema: Hüte dich vor Habgier. Obwohl sie in jedem Menschen in gewissem Maße vorhanden ist, zeigt diese Geschichte Gier, Unehrlichkeit und ihre Folgen in aller Deutlichkeit auf.

Bibelstellen: 1. Timotheus 6,9-10; Lukas 12,13-21

Es war ein kleiner Busunfall in East Orange, New Jersey: Ein kleiner Bus mit 15 Fahrgästen hatte einen unbedeutenden Zusammenstoß: Es gab das Knirschen von Metall, ein Aufwirbeln von Staub und dann Stille.

Eine Videokamera am Unfallort zeichnete auf, dass 17 Menschen an der Unfallstelle auftauchten. Barmherzige Samariter, die den vermeintlich Verletzten zu Hilfe eilten? Nicht ganz. Jeder dieser 17 Schaulustigen hatte es eilig, in den Bus zu kommen, bevor die Polizei an der Unfallstelle eintraf. Sie alle behaupteten, zum Zeitpunkt des Unfalls im Bus gewesen zu sein, und wie zu erwarten war, waren sie alle »verletzt« und wollten eine finanzielle Entschädigung für ihren Stress und ihr Trauma.

»Der Schatz und das Herz« - Denkanstöße von Chris und Natha von Crosstalk

Was sie nicht wussten, war, dass der Unfall von der Polizei in East Orange inszeniert worden war und die 15 ursprünglichen Fahrgäste vom Busunternehmen rekrutiert worden waren. Sie wussten auch nicht, dass der ganze Vorfall von versteckten Videokameras innerhalb und außerhalb des Busses aufgezeichnet wurde.

Sie wurden alle verhaftet.

#8 Der Tod unter dem Baum

Nach den Canterbury Tales, von Geoffrey Chaucer

Der Tod unter dem Baum (Symbolbild) Foto Rick Bundschuh
Thema: Unsere Fehler holen uns immer ein. Diese klassische Geschichte ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie sich das Böse rächt. Diese Personen finden heraus, dass man wirklich erntet, was man sät!

Bibelstellen: Galater 6,7; Römer 8,6

In einer dunklen Taverne haben sich drei rüpelhafte junge Männer betrunken. Die drei waren nicht gerade vorbildliche Männer und hatten ihre Tage und Nächte mit Spielen, Tanzen, Fressen und Trinken verbracht.

Eines Morgens hörten sie noch im Vollrausch die Kirchenglocken läuten. Eine weitere Beerdigung. Einer von ihnen fragte den Tavernenbesitzer, wer gestorben sei, und stellte zu seinem Entsetzen fest, dass es einer ihrer Saufkumpane war.

Das war's dann für das betrunkene Trio! Sie gerieten in Rage. Der Tod war dieses Mal zu weit gegangen. Er hatte schon zu lange in der Region gewütet und einen ihrer Kumpel mitgenommen.

Sie zogen ihre Schwerter und schworen hastig, dass sie das böse Monster »Tod« finden und erschlagen würden! »Der Tod ist tot«, grölten sie, als sie aus der Stadt marschierten.

Gruppenspiel: Zettelkiller
Dieses Spiel kann kurz oder über mehrere Tage, etwa auf einem Camp, gespielt werden.

Als sie die Straße hinaufgingen, trafen sie auf einen alten, buckligen Mann, der am Straßenrand humpelte. Angriffslustig fragten sie ihn, wo sie den Tod finden könnten. Der alte Mann war verwundert und rang nach Worten. Die Raufbolde packten ihn an der Kehle und drohten, ihn zu töten, wenn er ihnen nicht antwortete. Er sagte ihnen, sie würden den Tod unter einem bestimmten Baum im Wald finden und beschrieb, wie sie ihn finden könnten.

Brüllend vor Freude machten sich die Gefährten auf die Suche nach dem Baum, den der alte Mann beschrieben hatte. Nach langem Suchen fanden sie ihn und entdeckten zu ihrer Überraschung acht Scheffel Gold, die in den hohlen Boden des Stammes gestopft waren. Mit so viel Gold konnten sie ihren verruchten Lebensstil für immer genießen!

Die jungen Männer vergaßen ihre Aufgabe, den Tod zu finden und zu töten, und überlegten sich, wie sie das Gold nach Hause bringen konnten, ohne selbst ausgeraubt oder von den Einwohnern als Räuber beschuldigt zu werden.

Sie beschlossen, bis zum Einbruch der Nacht zu warten, um die Goldbarren nach Hause zu schleppen. In der Zwischenzeit schlug der Hunger zu. Sie losten aus, wer von ihnen zurück in die Stadt gehen sollte, um Essen und Wein für die anderen zu holen. Der Jüngste wurde ausgewählt und machte sich auf den Weg.

Nachdem er gegangen war, diskutierten die beiden, die am Baum warteten, wie viel reicher sie wären, wenn sie das Gold nicht durch drei teilen müssten. Also planten sie, den Jüngeren zu töten, wenn er zurückkam.

Mörder-Spiel ohne Material: »Darts«
»Darts« ist eins der ungewöhnlichsten Spiele ohne Material der letzten Jahre.

In der Zwischenzeit hegte der Jüngere ebenfalls gierige Gedanken. Er dachte sich, wenn er sich von seinen Gefährten befreien könnte, würde ihm das ganze Gold gehören. Also kaufte er etwas Gift und füllte eine tödliche Dosis in zwei der drei Weinflaschen.

Kaum war er wieder am Baum angekommen, stürzten sich die anderen Männer auf ihn und töteten ihn. Dann setzten sie sich hin, um das Essen und die Getränke zu genießen, die er mitgebracht hatte.

Der alte Mann hatte ihnen die Wahrheit gesagt: Der Tod war tatsächlich unter diesem Baum!

#9 In der Tasche

In der Tasche (Symbolbild) Foto Rick Bundschuh
Thema: Gottes Werte sind nicht unsere Werte. Eine der größten Dummheiten, die ein Christ begehen kann, ist der Versuch, an Dingen festzuhalten, die keine ewige Bedeutung haben. Im Fall dieses Mannes war es sein Reichtum, aber es gibt viele andere Beispiele für kurzlebige Ziele: Popularität, sportliche Leistungen, akademische oder geschäftliche Erfolge lösen sich alle in Luft auf. Dinge, die durch Gottes Geist getan werden, bleiben für immer.

Bibelstellen: Matthäus 13,44; 1. Korinther 3,12-13

Es war einmal ein Mann, der materielle Besitztümer sehr schätzte. Obwohl er ein Christ war, stellte er seine Liebe zu den Dingen über die zu anderen Menschen und über die Liebe zu Gott.

Eines Tages brachte ein routinemäßiger Arztbesuch sehr schlechte Nachrichten ans Licht. Der Mann hatte eine unheilbare Krankheit und würde innerhalb eines Monats sterben.

Für die meisten Menschen würde diese Nachricht ihre Perspektive auf ihr Leben grundlegend verändern. Aber für diesen Mann war der Gedanke, sein Hab und Gut zurückzulassen, der größte Kummer.

Jede Nacht flehte er Gott an, ihm zu erlauben, seine »Sachen« mitzunehmen, wenn er starb. Gott weigerte sich stets, aber schließlich, nach tagelangem Flehen, sagte Gott ihm, er könne eine Tasche mitnehmen.

Selbst in seinem Krankenhausbett hielt er eine Hand an dieser Tasche. Schließlich starb er und hielt die Tasche fest. Dann fand er sich vor dem Himmelstor wieder. Dort stand, wie in so vielen Karikaturen, der heilige Petrus selbst und hieß die neuen Bewohner willkommen. Als der Mann mit der überfüllten Tasche nach vorne trat, hielt Petrus ihn auf.

Meme: Die Weltraum-Milliardäre sind los
„Es gibt Reichtümer, an denen man zugrunde geht, wenn man sie nicht mit anderen teilen kann.“ (Michael Ende)

»Es tut mir leid, Bruder«, sagte Petrus. »Wir erlauben hier kein Gepäck«. Der Mann protestierte lautstark und bestand darauf, dass er die Erlaubnis hatte, einen Koffer mitzubringen. Zu sich murmelnd, dass dies gegen die Vorschriften verstößt, ging Petrus los, um die Unterlagen zu prüfen und kam kopfkratzend zurück.

»Das ist eine Neuigkeit für mich«, sagte Petrus zu dem Mann. »Bisher durfte noch nie jemand etwas hierher bringen, aber mir wurde gesagt, dass du die Erlaubnis hast.«

Genau in diesem Moment kippte die Tasche und der Verschluss sprang auf. Heraus quollen glänzende Goldmünzen. Verwundert schaute Peter auf das Gold hinunter, beugte sich vor und flüsterte: »Warum wolltest du ausgerechnet Pflastersteine mitbringen?«

#10 Welchen Wert hat es?

Welchen Wert hat es? (Symbolbild) Foto Rick Bundschuh
Thema: Hüte dich, von der Macht des Geldes verschlungen zu werden. Die erstaunlichen Geldsummen, die in diesem Bericht genannt werden, können große Diskussionen über Reichtum, Großzügigkeit, Verantwortung und das Streben nach Glück auslösen, das viele in einem Haufen Gold sehen. Wie würden wir unser Leben leben, wenn wir so viel Geld hätten?

Bibelstellen: Jesaja 55,1-2; 1. Timotheus 6,10; Matthäus 6,24

Als diese Geschichte geschrieben wurde, unterzeichnete der Basketballstar Michael Jordan einen Vertrag, der ihm über 300.000 Dollar pro Spiel einbrachte. Das sind 10.000 Dollar pro Minute, wenn man davon ausgeht, dass er im Durchschnitt 30 Minuten pro Spiel spielt.

Bei 40 Millionen Dollar Werbeeinnahmen verdiente er 178.100 Dollar pro Tag, ob er arbeitete oder nicht.

  • Wenn er 7 Stunden pro Nacht schlief, verdiente er jede Nacht 52.000 $.
  • Wenn er ins Kino ging, kostete ihn das 7 $, aber er verdiente dabei 18.550 $.
  • Beim Kochen eines 3-Minuten-Eies, hätte er 370 $ verdient, während es kochte.
  • Um für einen neuen Acura NSX (90.000 $) zu sparen, würde er ganze 12 Stunden brauchen.
  • Eine Runde Golf hätte ihn etwa 200 $ gekostet, aber er hätte währenddessen 33.000 $ verdient.
  • Er hätte etwa 19,60 $ verdient, wenn er sich den 100-Meter-Lauf bei den Olympischen Spielen angesehen hätte, aber etwa 15.600 $, wenn er sich den Boston-Marathon angesehen hätte, bis der erste Läufer die Ziellinie überquert hätte.
  • Innerhalb der Zeit, die eine durchschnittliche Person brauchte, um in Michaels angesagtem Chicagoer Restaurant für durchschnittlich 20 $ zu essen, hätte Jordan 5.600 $ verdient.
  • Wenn du für jeden Dollar, den er verdiente, einen Zehntelpenny bekämst, läge dein Gehalt bei 65.000 $ im Jahr.
  • In einem Jahr hat er doppelt so viel verdient wie alle ehemaligen US-Präsidenten in all ihren Amtszeiten zusammen.
Metaverse: Millionen für ein Stück digitales Land
Das erste Eigenheim deiner Jugendlichen existiert vielleicht nur in der virtuellen Realität. Lohnt sich die Anlage in Metaverse Immobilien?

Aber bedenke Folgendes:

  • Jordan hätte 270 Jahre lang 100% seines Einkommens sparen müssen, um ein Nettovermögen zu haben, das dem von Bill Gates entspricht.

Und:

  • Der durchschnittliche Arbeiter in Tijuana, Mexiko, kann sich glücklich schätzen, wenn er 50 $ pro Woche verdient.

#11 Letzte Worte

Eine wahre Geschichte

Letzte Worte (Symbolbild) Foto Rick Bundschuh
Thema: Nutze die Zeit. Diese Geschichte berichtet von einem Mann, der seine letzten Lebensminuten nutzte, und ist gleichzeitig eine Herausforderung für uns alle, unseren Glauben mit unseren Mitmenschen zu teilen. Man kann nie wissen, wann sie zum letzten Mal davon hören werden.

Bibelstelle: Matthäus 28,16-20

Als Andrew Meekens ein Flugzeug der Ethiopian Airlines bestieg, wusste er nicht, dass sich unter den Passagieren eine Gruppe von Terroristen befand, die das Flugzeug entführen wollten. Auch konnte er nicht ahnen, dass dies sein letzter Tag auf Erden sein würde.

Zur Überraschung des Piloten und der Crew übernahmen die Entführer das Flugzeug und verlangten, einen neuen Kurs einzuschlagen. Kurz vor den Komoren ging dem Flugzeug der Treibstoff aus und der Pilot kündigte an, dass er eine Notlandung im Wasser versuchen würde.

5 Zeitdiebe: wie Teenager oft Zeit verschwenden
Zeitfallen sind die schwarzen Löcher unseres Alltags. Sie tauchen aus dem Nichts auf, verschlingen unsere Zeit und lassen nichts davon übrig. Kann man Spaß haben, ohne Zeit zu verschwenden?

Plötzlich erhob sich Andrew Meekens, normalerweise ein zurückhaltender Mann, von seinem Platz. Er war ein überzeugter Christ und diente als Ältester in der Internationalen Evangelischen Kirche von Addis Abeba. Laut Zeugenaussagen verkündete er seinen Mitreisenden die gute Nachricht von Jesus Christus und ermutigte sie, ihm zu folgen. Wenige Augenblicke später stürzte das Flugzeug in den Ozean. Meekens kam dabei ebenso ums Leben, wie die Entführer und zahlreiche andere. Weder seine Leiche noch die der Entführer (deren Identität immer noch unbekannt ist) wurden gefunden.

Ein überlebender Flugbegleiter sagte, dass etwa 20 Menschen den Glauben an Christus angenommen haben, darunter auch ein anderer Flugbegleiter, der den Absturz nicht überlebte.

#12 Ein goldener Faden

Eine wahre Geschichte

Ein goldener Faden (Symbolbild) Foto Rick Bundschuh
Thema: Gott ist gut. Wir verstehen seine Pläne nicht, aber hin und wieder sehen wir, wie Gott Tragödien und Böses nimmt und daraus etwas unermesslich Gutes macht. Diese Geschichte ist ein Beispiel für den goldenen Faden der Herrlichkeit, mit dem Gott seinen Willen webt.

Bibelstellen: Sprüche 19,21; Römer 8,28

Manchmal sehen wir Sterblichen, wie Gott die Tragödie zu seiner Ehre verändert. In dieser wahren Geschichte verläuft der goldene Faden von Gottes Plan dort, wo wir ihn nie vermuten würden.

Am Sonntagmorgen, dem 7. Dezember 1941, wurde die morgendliche Ruhe durch das Dröhnen tieffliegender Bomber und die plötzliche Explosion von Metall, Treibstoff und Fleisch unterbrochen. Es war ein Überraschungsangriff auf die Pazifikflotte der Vereinigten Staaten, angeführt von dem jungen japanischen Kommandeur Mitsuo Fuchida.

Der Angriff tötete und verletzte Tausende von ahnungslosen Matrosen und Soldaten, leitete die amerikanische Beteiligung am Zweiten Weltkrieg ein und machte Mitsuo Fuchida in seinem Heimatland zum Helden.

Der Krieg nahm seinen Lauf. Als sich das Blatt gegen das Land der aufgehenden Sonne wendete, wurden Schiffe mit japanischen Gefangenen in ein amerikanisches Kriegsgefangenenlager in der Nähe der Grenzen von Utah und Colorado verfrachtet.

Die Anwohner hegten viel Bitterkeit und Hass gegenüber diesen »gelbhäutigen Teufeln«. Doch in einem Ausnahmefall meldete sich ein junges amerikanisches Mädchen freiwillig, um unter den Gefangenen zu arbeiten. Sie sprach kein Japanisch, bemühte sich aber mit unermüdlicher Energie und Freundlichkeit darum, ihnen das Leben angenehmer zu machen.

Irgendwann wurde ihre Geschichte unter den Häftlingen bekannt. Es handelte sich um Peggy Covall, die Tochter eines amerikanischen Missionarsehepaars, das von der japanischen Armee bei der Eroberung der Philippinen brutal ermordet und geköpft worden war. Sie hatte ihre eigene Trauer und ihren Hass überwunden, um denjenigen zu vergeben, die ihre Eltern abgeschlachtet hatten. Ihr Glaube und ihre Liebe versetzten die japanischen Kriegsgefangenen, die ihr begegneten, in Erstaunen und Verwunderung.

Währenddessen lief der Krieg für Mitsuo Fuchida nicht gut. Die meisten seiner Freunde waren getötet oder verwundet worden, sein Land erlitt eine Niederlage nach der anderen und das unausweichliche Ende des Krieges zeichnete sich ab.

Zwei Atombomben nahmen der kaiserlichen Armee den letzten Kampf. Mitsuo wurde von dem Schmerz und der Demütigung der Niederlage und dem Kummer über so viel vergebliches Leid und Verlust erdrückt. Die Leere in seinem Herzen quälte ihn, bis ein zurückkehrender Kriegsgefangener ihm die seltsame Geschichte von Peggy erzählte, dem liebevollen christlichen Mädchen, das von den japanischen Invasionstruppen elternlos zurückgelassen wurde.

Gute Nachricht schlecht verpackt? Das muss nicht sein [4 Tipps]
Du musst nicht durch das Leben laufen, sprungbereit, um dich auf das nächstbeste nichtsahnende Opfer zu stürzen. Martin Saunders zeigt in diesem Artikel bessere Wege, wie du Menschen in die Nachfolge einladen kannst.

Fuchida wollte unbedingt den Gott dieses erstaunlichen Glaubens kennenlernen. Seine Suche fiel in eine interessante Zeit. Westliche Missionare strömten nach Japan und versuchten mühsam, das Evangelium auf eine Art und Weise zu verkünden, die für die japanische Kultur verständlich war. Sie waren weitgehend erfolglos – bis Mitsuo zum Glauben an Christus kam.

Sein Status als Nationalheld verschaffte ihm sofortige Glaubwürdigkeit in Japan. Seine Fähigkeit, sein eigenes Volk zu verstehen, machte ihn zu einem effektiven Evangelisten. Er brachte Tausende seiner Landsleute dazu, ihr Leben dem Retter zu übergeben.

Der goldene Faden hatte sich durch das Leben der Covalls gezogen. Ihre Berufung auf das Missionsfeld, ihr früher Tod, die Treue ihrer Tochter, die Geschichte eines Kriegsgefangenen, das Herz eines der berüchtigtsten Männer des Krieges – all das zieht sich durch das Leben von Tausenden. Der Faden zieht sich weiter.

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