💬 In dieser E-Mail:

  • Gruppenchats als soziale Bühne: Balanceakt für Teenager
  • Film »After Death«: Anlass, über Leben nach dem Tod zu sprechen
  • Studie: Gen Z will Freundschaft statt Romantik in TV-Serien
  • Iñigo Quintero: Vom TikTok-Hype zum Europa-Chartstürmer
  • Neuer »Hunger Games«-Film: Erwartungen bei Fans
  • Horror-Spiele Trend: Gruseln beliebt bei Gamern
  • YouTube investiert gegen Fake News: 1,6 Mio. für Glaubwürdigkeit
  • Lapse-App: Neuartiges Foto-Sharing begeistert Jugendliche
  • Gegen Antisemitismus: Studenten engagieren sich für Frieden

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— Andy und das MRJ Team

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»Wissenschaft ohne Religion ist lahm; Religion ohne Wissenschaft ist blind.« — Albert Einstein
Falls du es verpasst hast
⛪️ Warum die Kirche Jugendliche verliert – und was hilft (Livenet)
🥴 Studie zu jungen Menschen in Europa: Generation Warteraum (Spiegel)
👨‍👩‍👧 Gute Kommunikation trotz Hormonchaos und Gehirnbaustelle (MRJ)
🙋‍♂️ Andacht »Wer hat Gott erschaffen?« (MRJ)

Drei Dinge diese Woche

1. Gruppenchats bei Teenagern: Ein Balanceakt zwischen Kontakt und Kontrolle

Worum es geht: Die sich ständig verändernden Regeln von »Gruppenchats« auf WhatsApp und Co bieten einen faszinierenden Einblick, wie Jugendliche miteinander kommunizieren. Es sind nicht nur Orte des Austauschs, sondern auch Schauplätze sozialer Hierarchien und Feinheiten. Was sind die neuen Spielregeln?

Was Eltern wissen sollten: Oft wird über »Cybermobbing« in öffentlichen sozialen Medien gesprochen. Dabei sind es gerade Gruppenchats, in denen besonders verletzende Interaktionen stattfinden. Gruppenchats können schnell von inklusiven zu exklusiven Zirkeln wechseln. Wie im echten Leben gibt es auch bei Gruppenchats eine soziale Ordnung – Wichtig ist jedoch, sich stets bewusst zu sein, dass in der digitalen Welt Fehler durch einen Screenshot für immer festgehalten und weitergeleitet werden könnten.

Die Etikette variiert je nach Gruppengröße: Bei umfangreichen Chats, die 15 oder 20 Personen umfassen, ist Zurückhaltung geboten, während in kleineren Runden, also Nebenkonversationen mit nur zwei oder drei Personen, oft eine intensivere Kommunikation stattfindet. Dabei kann der Stand der Freundschaften oft am Aktivitätsniveau des Chats abgelesen werden. Diese sind häufig gespickt mit Bildschirmfotos, die Kommentare oder Verhalten in der großen Gruppe in Frage stellen (ähnlich den Theaterkritikern Statler und Waldorf aus der Muppet Show). Zu wenig zu texten oder zu viel kann dazu führen, dass man aus einem Nachrichten-Thread entfernt wird, und Nicht-iPhone-Nutzer werden oft komplett aus Gruppennachrichten ausgeschlossen. Ein Ausschluss aus dem Chat kann temporär sein, und es gibt immer die Möglichkeit, wieder hinzugefügt zu werden. 

Gesprächseinstieg: Wie gehst du mit Gruppenchats um? Hast du schon einmal eine Erfahrung gemacht, bei der du froh wärst, wenn deine Nachricht nicht gescreenshotet worden wäre?

2. »After Death« – Ein Blick auf das Danach

Worum es geht: Angel Studios hat einen Dokumentarfilm mit dem Titel »After Death« (deutsch »Nach dem Tod«) veröffentlicht, der die tiefgründige Frage untersucht, was nach unserem Ableben geschieht. Der Film läuft aktuell in 2.200 Kinos in den USA.

Was du wissen solltest: »After Death« stützt sich auf ein breites Spektrum an Interviews und einige wissenschaftliche Daten. Der Film bietet vielfältige Erzählungen von Menschen, die medizinisch als »tot« galten, jedoch wiederbelebt wurden und behaupten, einen Einblick in das Jenseits erhascht zu haben. Einige berichten von himmlischer Seligkeit, während andere von einer erschreckenden Dunkelheit sprechen. Auch wenn Kritiker das Thema vielleicht als rührselig empfinden mögen, bietet der Film eine hervorragende Gelegenheit, mit der nächsten Generation über das Leben nach dem Tod zu sprechen und darüber, was die Bibel über das künftige Leben sagt. 

Gesprächseinstieg: Warum glaubst du, denken wir so selten darüber nach, was nach unserem Tod passiert?

3. TV Trend: Gen Z möchte echte Freundschaft statt flüchtige Romanze

Worum es geht: Eine neue Studie der UCLA hat ergeben, dass 51,5% der Generation Z Sexszenen in Filmen und Serien als unnötig erachten und stattdessen platonische Freundschaften gegenüber romantischen Beziehungen bevorzugen.

Die Details: An der Umfrage nahmen 1500 Personen im Alter von 10 bis 24 Jahren teil, was bedeutet, dass jede Altersgruppe nur 100 Teilnehmer hatte. Trotz der Einschränkung durch die kleine Stichprobengröße ist es bemerkenswert, dass 44,3% der Befragten sagen, Romantik und Sex würden in den Medien überstrapaziert, und 51,5% wünschen sich mehr Darstellungen platonischer Beziehungen auf dem Bildschirm. Zudem besteht ein ausgeprägter Wunsch, Charaktere, die sich als asexuell identifizieren, in Geschichten repräsentiert zu sehen. Historisch gesehen neigten Fernsehserien für Teenager oft zu hochdramatischen Liebesdreiecken oder verhängnisvollen Romanzen, aber es scheint, als ob das Publikum dieser Erzählformen müde geworden ist. Möglicherweise möchte eine Generation, die mit Einsamkeit zu kämpfen hat, dauerhafte, zufriedenstellende, nicht-romantische Intimität auf dem Bildschirm als Modell sehen. 

Gesprächseinstieg: Glaubst du, dass flüchtige Romanzen in Jugendserien und -büchern ausgespielt sind?


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Song der Woche

»Si No Estás« von Iñigo Quintero – Vom TikTok-Trend zum Chartbreaker
Er steht bei keiner Plattenfirma unter Vertrag – seine Musik fand über TikTok Verbreitung und ein Jahr später ist er berühmt. Das zeigt: Wer den Nerv der Zeit trifft, kann die traditionellen Wächter der Musikbranche umgehen. »Si No Estás« ging auf TikTok viral – und katapultierte sich von dort in die Musik Charts: Platz 1 in den deutschen Charts und Platz 2 in den Spotify Top 50 Deutschland. Quinteros gefühlvolle Pianoklänge und der tiefgründige Text treffen direkt ins Herz. »Si No Estás« spricht jedem aus der Seele, der Liebeskummer kennt. Der Song ist ein musikalisches Trostpflaster für verlorene Herzen, die sich lost fühlen. Ein Ohrwurm, der bleibt. Für den Songtext hier klicken.

»Vor einem Monat kannte noch niemand den jungen spanischen Sänger. Plötzlich steht er mit dem Song 'Si No Estás' weltweit auf Platz 1, wird täglich millionenfach bei Spotify gestreamt«. — Bayern3

Jenseits des Bildschirms: Mit Jugendlichen über Medien reden

Jugendliche verbringen durchschnittlich 8,5 Stunden täglich mit der Nutzung von Medien auf digitalen Geräten – so viel Zeit wie eine Vollzeit-Arbeitswoche. Etwa die Hälfte dieser Zeit (laut Gallup 4,8 Stunden) entfällt auf soziale Medien, der Rest verteilt sich auf Streaming-Dienste, Messaging, Gaming und Foren. Die umgebende Kultur ist wie ein weit geöffneter Hydrant, der die Köpfe der Jugendlichen unaufhörlich mit Medien und Informationen flutet – viele Familien fühlen sich davon überwältigt.

In unserem neuesten Interview mit der Journalistin und Mitglied des Axis Creator Teams, Kate Watson, beleuchten wir das Warum und Wie eines bewussten Dialogs zwischen Eltern und Jugendlichen über Medien und Kultur. Wir bewegen uns weg von den drei traditionellen christlichen Ansätzen – dem Kulturkampf, der vollständigen Isolation von der Kultur und der Anpassung an sie – und betrachten, wie Jesus und Paulus die Kultur als Wegweiser zum Evangelium nutzten.

Wenn wir auf Aspekte der Kultur stoßen, die wir nicht verstehen, haben wir die Gelegenheit zu fragen, wie Kate es formuliert: »Was sagt es mir über die Welt um mich herum? Und was sagt die Tatsache, dass die Welt um mich herum es akzeptiert, mir über die Welt, in der ich lebe?« Sie fährt fort: »Diese Art von Neugier zu fördern und zu pflegen, kann uns empathischer machen und uns zu besseren Zeugen für das Evangelium werden lassen.«

Dies gilt genauso für die heranwachsende Generation wie für jeden anderen auch.

Ein Gespräch, das zuerst versucht, die Anziehungskraft von etwas zu verstehen, wird wahrscheinlich weiterführen als eines, das mit Verurteilung beginnt.

Wenn du mit deinem Teenager über Kultur sprichst, versuche, diese Fragen zu stellen (in dieser Reihenfolge):

  • Was gefällt dir an diesem [Lied, Künstler, Serie, Film, App usw.]?
  • Gibt es etwas, das dir nicht gefällt oder das du für falsch hältst?
  • Fällt dir etwas in der Bibel ein, das dazu passt?

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