Inspire Einheit 79: Elisa (er)lebt Wunder

Wie funktioniert das INSPIRE Curriculum?

In jeder Einheit geht ihr durch mehrere interaktive Diskussionsphasen. Die Diskussionsfragen helfen euch, junge Menschen in ihrem Lesen und Interpretieren der Bibel zu fördern.

Für wen ist INSPIRE gemacht?

  • Für Gruppen mit 6 bis 30 Jugendlichen
  • Für junge Menschen zwischen 11 und 17 Jahren
  • Für Jugendleiterinnen und Jugendleiter mit wenig Zeit

Wie funktioniert es?

  1. Phase: Herausfinden, was im Text passiert
  2. Phase: Die wichtigsten Teile des Textes identifizieren
  3. Phase: Den Inhalt auf unsere Situation anwenden
  4. Phase: Verstehen, was Gott heute sagt

Ohne Bibel geht’s nicht

Da dieses Curriculum ein Hilfsmittel zum Verstehen der Bibel ist, funktioniert es am besten, wenn die Jugendlichen jeweils eine Bibel zur Hand haben. Bitte jede Woche jemanden, den Text vorzulesen, während die Jugendlichen mitlesen. Es ist auch praktisch, wenn sie während des Teachings ihre Bibeln offen vor sich haben, sodass sie ihre Antworten auf Textbelege stützen können, und nicht nur raten.

💡
Pro-Tipp: Schau dir die Fragen und Spiele vorher an, um dich mit Bibeltext, Thema und den Spielen vertraut zu machen.

Andacht

Icebreaker – Superhelden: Quiz über wahre Identitäten

⏱ 5 Minuten

Ich nenne euch einen Superhelden und ihr schreibt den Namen ihrer wahren Identität auf. Zum Beispiel: Superman ist Clark Kent.

1) Bananaman – Eric Twinge

2) Green Lantern – Alan Scott

3) Batman – Bruce Wayne

4) Iceman – Bobby Louis Drake (Bobby)

5) Hulk – Bruce Banner (or David Banner)

6) Wonder Woman – Diana Prince

7) Spiderman – Peter Parker

8) Daredevil – Matthew Michael Murdock

9) Supergirl – Linda Lee Danvers

10) Catwoman – Selina Kyle

Heute schauen wir uns einen von Gottes Helden in der Bibel an, den Gott gebraucht hat, um unglaubliche Dinge zu tun.

Einführung

⏱ 2 Minuten

Wir fahren fort mit der Geschichte der Könige im Alten Testament. Ihr erinnert euch vielleicht, dass Israel eine Zeit lang von Richtern regiert wurde, bis der Prophet Samuel kam und Israel einen König forderte. Gott gab ihnen König Saul, der dann böse wurde. Dann kam König David, ein großer König! Sein Sohn Salomo wurde nach ihm König und war sehr weise, aber am Ende seines Lebens betete er andere Götter an.

Ihm folgte sein Sohn Rehabeam, der in den Augen Gottes Böses tat und das Reich Israel teilte. Jerobeam wurde König über das Reich Israel mit zehn Stämmen und Rehabeam als König über Juda mit nur zwei Stämmen. Nachdem sieben weitere Könige in Israel regiert hatten, kam König Ahab auf den Thron. Er tat mehr Böses als alle Könige vor ihm. Deshalb schickte Gott Elia zu ihm, um ihm mit Feuer vom Himmel eine Lektion zu erteilen.

Ahab lebt immer noch, und nun erscheint ein neuer Prophet auf der Bildfläche, und um alles noch verwirrender zu machen, trägt er einen ähnlichen Namen wie Elia.

Teaching

⏱ 25 Minuten

📖 LEST 2. Könige 4,1-7 & 2. Könige 4,42-44

Wer steckte in Schwierigkeiten und warum? (Eine Frau stand nach dem Tod ihres Mannes vor einem Berg Schulden, den sie nicht begleichen konnte. Der Gläubiger wollte jetzt sein Geld zurück.)
Was stand für diese Frau auf dem Spiel? (Sie riskierte, ihre beiden Söhne zu verlieren, die als Sklaven arbeiten müssten, bis die Schulden getilgt sind oder das Jubeljahr anbricht. Aber ohne ihre Söhne hätte sie auch niemanden, der den Familiengrund bestellt und für Essen sorgt. Verkaufswert? Fehlanzeige. Kein Schmuck, nichts von Wert.)
Welche Möglichkeiten hatte Elisa? (Er konnte mit dem Gläubiger reden, das Geld selbst besorgen oder eine andere Lösung finden.)
Warum ging Elisa nicht direkt zum Gläubiger? (Damals war die Forderung des Gläubigers völlig legal. Außerdem hatte Gott einen anderen Plan.)
Denkt über beide Wunder nach. Was brauchte Elisa von der Frau, um das Wunder zu tun? (Öl und Gerstenbrot.)
Gott hat mit Öl und Brot ein Wunder getan. Was glaubt ihr, warum brauchte Elisa gerade diese Dinge? (Gott nutzt oft die wenigen Ressourcen, die wir haben. Das nennt man das Wunder der Vermehrung.)
Wer von euch ist ein Mathe-Ass? Was ist 0 x 1? Genau, Null. Und 0 x 2? Wieder Null. Was ist 1 x 2? Richtig, zwei. (Mit Null anzufangen und auf eine Verdoppelung zu hoffen, bringt uns nicht weiter. Aber wenn wir mit dem Wenigen anfangen, das wir haben, und Gott es verdoppelt, ist der Gewinn riesig.)

Dieses Prinzip sollten wir uns merken: Elisa fragte zuerst, was die Witwe zu Hause hatte. Hätte sie Gold, Parfüm oder sonst etwas Wertvolles gehabt, hätte Gott damit gearbeitet. Geben wir Gott das Wenige, das wir haben. Er wird es nehmen und vermehren. Und wir? Wir werden Zeugen des Wunders.

Wie mag sich die Frau gefühlt haben, als sie ihre Nachbarn um leere Töpfe bat? (Vielleicht ein wenig blöd. Die haben bestimmt komisch geguckt und gefragt, was das soll.)
Warum hat Gott das Öl vermehrt? (Weil sie gehorsam war. Wenn Gott jemals ein Wunder durch uns tun will, möchte er unsere Mitarbeit. Manchmal kann das bedeuten, dass wir dabei riskieren, uns zum Affen zu machen.)
Schaut euch die Speisung von hundert Menschen an (V. 42-44). Was glaubt ihr, wie das Gerstenbrot ausgesehen hat? (Klein und ziemlich flach. Und es gab nur 20 Fladenbrote für 100 Personen).
Weiß jemand, was die Menschen mit den Erträgen aus der ersten reifen Maisernte machen sollten? (Auch bekannt als Erstlingsfrüchte, die Gott gegeben wurden. Da es keine Anbetung im Tempel gab, weil Isebel viele Diener Gottes getötet hatte, wurden sie Elisa gegeben.)
Meint ihr, wir können von Gott Wunder erwarten, wenn wir geizig sind und ihm nichts geben? (Diskutiert)
Was sind 20 Brote geteilt durch 100? (Es ist ein Fünftel eines kleinen flachen Brotes, was nicht viel ist, wenn es sich nicht vermehrt. Es war also wirklich ein Wunder.)
Das Öl wurde also in Töpfe gegossen und vermehrt. Wie wurden die Brote wohl verteilt und vermehrt? (Wahrscheinlich durch wiederholtes Zerteilen.)
Überrascht es euch, wenn ihr lest, dass es außer Jesus noch jemanden in der Bibel gibt, der mit so wenig Brot so viele Menschen satt gemacht hat? (Diskutiert)
Glaubt ihr, dass Gott auch heute noch diese Art von Wunder tut? (Ja. Lies den nachfolgenden Auszug aus dem Buch »Free Falling« von Chuck Parry 2010.)

Wunder von heute

Im Jahr 2002 machte sich ein Team von Christen auf den Weg, um bei einem Rainbow Gathering die »Brot des Lebens«-Küche zu betreiben. Bei solchen Veranstaltungen campen bis zu 30.000 Menschen, darunter Anhänger verschiedenster spiritueller und religiöser Richtungen, in den Wäldern der USA.

Jedes Jahr versorgt die »Brot des Lebens«-Küche die Menschen, die in ihr Camp kommen, mit Lebensmitteln und christlicher Liebe. So beschreibt es Chuck Parry:

Einmal hielt ich eine Schüssel mit einem köstlichen Gericht in der Hand, als ich an über hundert wartenden Menschen vorbeiging. »Ein kleiner Vorgeschmack«, rief ich, kostete und ließ die anderen den verführerischen Duft einatmen.

»Brote und Fische, Brote und Fische«, sagte ein glücklicher Camper, während er seine Augenbrauen hochzog und über das Festmahl in meiner Schüssel lächelte. »Amen«, stimmten viele zu. 

Und dann wurde es ernst. Mit Blick auf die hungrige Menge und unsere 75-Liter-Töpfe beteten alle Küchenhelfer: »HERR, VERMEHRE ES!« Das war unser Gebet bei jeder Veranstaltung. Wir beteten und warteten – immer und immer wieder.

Eines Abends, als ich Elch servieren wollte, bat ich einen Freund aus Colorado, der mir beim Kochen geholfen hatte, sich einen Burrito hinter die Theke holen, weil die Schlange etwa eine Viertelmeile (gut 400m) lang zu sein schien. Er sah die endlose Schlange und meinte, das wenige Essen würde nie für alle reichen.

»Doch«, versicherte ich ihm, »jedes Mal reicht es. Jeder wird satt. Er vervielfacht es immer, keiner bleibt hungrig.« Er glaubte mir nicht. Leider hat er, glaube ich, an diesem Abend überhaupt nichts gegessen, und es war köstlich.

Ich erinnere mich noch gut an diesen Abend, weil ich Elch servierte und Jody die Pilze, und wir machten beide die gleiche Erfahrung. Während die Schlange immer länger wurde, wurde das Essen immer weniger. Bald kratzte mein Edelstahllöffel auf dem Boden des 75-Liter-Topfes. Ich schaute hinein, und es war kaum noch etwas da. Ich überlegte kurz, die Portionen zu verkleinern, damit es länger reicht. Denn ich sah die Schlange der Gäste und das Ende war nicht in Sicht, es verschwand im Wald. Doch dann dachte ich: »Mein Gott ist ein Gott des Überflusses!« Lachend schaufelte ich großzügige Portionen auf die Tortillas. Interessanterweise und ohne uns abzusprechen, beschlossen Jody und ich, unsere Töpfe teilweise zuzudecken, während wir den köstlichen Inhalt auslöffelten, um uns nicht von der schrumpfenden Menge ablenken zu lassen. Wir konzentrierten uns auf Gottes Fülle. Das Essen reichte, bis alle satt waren, und einige nahmen sogar noch Nachschlag. Wie wunderbar ist unser Gott!

Zusammenfassung

⏱ 1 Minute

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Gott mit dem, was wir haben, Wunder tut. Er wird das vervielfachen, was wir ihm zu geben bereit sind. Er verlangt von uns Gehorsam in der Ausführung der Aufgabe, denn er liebt es, mit uns gemeinsam ein Wunder zu vollbringen. Gott tut diese Dinge nicht zur Schau, sondern er liebt es, für die Bedürfnisse der Menschen zu sorgen, die er liebt (und das sind alle!).

Gebet

⏱ Betet, solange es dauert

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Nutzungsbedingungen
INSPIRE wurde von Paul Martin entwickelt und erschien zuerst als »INSPIRE: A resource for busy youth workers«. Deutsche Version »INSPIRE: Ein Werkzeug für Jugendleiter mit wenig Zeit« von Mr Jugendarbeit. Übersetzung von Olivia Felber und dem Mr Jugendarbeit Support Team.

Alle Bestandteile von INSPIRE (einschließlich aller Bilder, Texte, Ressourcen und verwandten Produkte) sind Eigentum von Paul Martin. Die Rechte an der deutschen Version liegen bei Andy Fronius, mrjugendarbeit.com, mit freundlicher Genehmigung von Paul Martin. Andy Fronius gibt der Person bzw. Organisation, die diese Ressource erworben hat, die Erlaubnis, ihre Bestandteile ausschließlich für den eigenen Gebrauch herunterzuladen, zu drucken und zu verwenden. Kein Teil von INSPIRE darf außerhalb dieser Organisation in irgendeiner Weise kopiert, geteilt, weiterverkauft oder erneut veröffentlicht werden, außer es handelt sich um kurze Zitate oder Rezensionen, sofern diese ausdrücklich auf mrjugendarbeit.com verweisen.

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© 2023 Andy Fronius, mrjugendarbeit.com

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