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  • Der Tod reicher Passagiere amüsiert TikTok-Nutzer
  • Roblox möchte erwachsen werden
  • TikTok plant die Gründung eines Jugendausschusses
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»Jeder Mensch sehnt sich danach bedingungslos geliebt zu werden. Doch nur wenige Menschen sehnen sich danach, bedingungslos zu lieben.« – Johannes Hartl

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Zwei Dinge diese Woche

1. Die Tiefen der Grausamkeit

Der angebliche Reichtum der Passagiere in Verbindung mit Berichten über anhaltende Sicherheitsprobleme mit dem OceanGate-Tauchboot schien einigen den Eindruck zu vermitteln, dass es in Ordnung sei, sich über diese Opfer lustig zu machen. Foto Twitter

Worum es geht: Als die Suche nach dem Tauchboot Titan letzte Woche die Nachrichten beherrschte, teilten einige Leute Memes, die nicht gerade nett zu den Opfern des Unglücks waren.

Warum es ein Hinweis auf Tieferes ist: Letzten Donnerstag wurden Trümmer der zerstörten Titan 487 Meter vom Wrack der Titanic entfernt gefunden, in einer Tiefe, in der kein Mensch überlebt. Doch noch bevor alle fünf Besatzungsmitglieder der Expedition für tot gehalten wurden, waren TikTok und Twitter über ihr schreckliches Schicksal in Aufruhr (und manche würden sagen: düster amüsiert). Der Hashtag #titanicsubmarine wurde 1,2 Milliarden Mal angeklickt, die meisten davon in Form von lustig gemeinten Memes und Edits. Der angebliche Reichtum der Passagiere in Verbindung mit Berichten über anhaltende Sicherheitsprobleme mit dem OceanGate-Tauchboot schien einigen den Eindruck zu vermitteln, dass es in Ordnung sei, sich über diese Opfer lustig zu machen. Eine kleine Gruppe von Online-Kommentatoren meinte, dass die Passagiere es verdient hätten. Aber wenn unsere Empathie nicht gleichermaßen Milliardären und Bettlern gilt, kann sie dann wirklich von Christus kommen?

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Gesprächseinstieg: Hast du viele Memes oder Kommentare über das Titan-Tauchboot-Drama gesehen?

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Trendfund: Aus irgendeinem Grund wurde in den Titan Memes oft ein klassischer SNL-Clip, in dem Bill Hader in einer Kiste zu dem Lied »Makeba« von Jain tanzt, mit sarkastischen Kommentaren zu Titan kombiniert. Beide, Song und Meme sind aktuell sehr beliebt bei Jugendlichen.

2. Viral mit Peinlichkeiten

Obwohl @dumbmackenzies Videos sehr spezifisch sind, sagen Kommentatoren, dass ihr Inhalt einen Nerv trifft, weil die Gefühle von Unbehagen, Demütigung und Selbsthass während der Pubertät so universell sein können. Foto @mackenzie

Worum es geht: Eine Influencerin auf TikTok geht viral, weil sie ihre peinlichen und oft ausschweifenden Tagebucheinträge aus ihrer Schulzeit vorliest. 

Warum es gut ankommt: Mackenzie Thomas (@dumbmackenzie) war eine Komikerin mit einer relativ kleinen TikTok-Fangemeinde, bevor sie auf die Idee kam, ihre Memoiren aus der Jugendzeit mit anderen zu teilen. Sie liest mit todernster Stimme vor, vielleicht auch, um die Ernsthaftigkeit zu vermitteln, in der sie geschrieben wurden. Das Ergebnis ist zum Totlachen – in einem Post gibt sie zu, dass sie einen ganzen Lipgloss gegessen hat und sich darüber ärgert, dass ihr der Magen wehtut, aber sie gibt zu, dass »es fantastisch geschmeckt hat, und das ist der traurigste Teil«. In einem anderen Post fragt sie sich, wie Jungs sie je verstehen werden, »wenn ihr Gehirn ein Computer ist«. Obwohl @dumbmackenzies Videos sehr spezifisch sind, sagen Kommentatoren, dass ihr Inhalt einen Nerv trifft, weil die Gefühle von Unbehagen, Demütigung und Selbsthass während der Pubertät so universell sein können.

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Gesprächseinstieg: Würdest du dein Tagebuch mit einem Publikum teilen, wenn du damit viral gehen könntest?

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Deep Dive in die Lebenswelt junger Menschen

Was haben düstere Memes über ein Titan-Tauchboot und der TikTok-Account von @dumbmackenzie gemeinsam? Um es auf den Punkt zu bringen: Es geht um Leistung und den Wunsch nach Anerkennung.

Es geht um Leistung und den Wunsch nach Anerkennung. Foto unsplash+

Nutzer, die den Tod von fünf Menschen in eine Serie zynischer Memes verwandeln, machen sich eine echte Tragödie zunutze. Sie performen entweder für ein Publikum, das schwarzen Humor schätzt, oder signalisieren ihre öffentliche Missbilligung des Kapitalismus und seiner Auswüchse. Bei @dumbmackenzie, die ihre alten Tagebucheinträge auf TikTok teilt, sehen wir ebenfalls eine Performance – aber in diesem Fall ist es eine Performance der Verletzlichkeit und nicht der Tugend oder der Prahlerei.

Obwohl die Selbstabwertung bei @dumbmackenzie und die Abwertung anderer in den Memes auf den ersten Blick unterschiedlich erscheinen, sind sie im Kern von demselben Wunsch getrieben: den Wunsch, von anderen gesehen, anerkannt und geschätzt zu werden.

Unser Bedürfnis nach Anerkennung und Wertschätzung durch andere ist tief in uns verankert, so tief, dass wir es nur durch die Akzeptanz der ewigen Anerkennung überwinden können, die uns Gott durch Jesus bietet.

Der Apostel Paulus beschreibt seine Mission in 1. Thessalonicher 2,4: »Denn wir reden, weil Gott uns ausgewählt und die Verkündigung der Botschaft anvertraut hat. Es geht uns nicht darum, Menschen zu gefallen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft« (NLB). Er verstand, dass die Anerkennung Gottes tiefer geht als die Anerkennung der Menschen und dass es unmöglich ist beides gleichzeitig anzustreben. Wie er in Galater 1,10 sagt: »Wie ihr seht, geht es mir nicht darum, Menschen zu gefallen! Nein, ich versuche, Gott zu gefallen. Wollte ich noch Menschen gefallen, wäre ich kein Diener von Christus« (NLB).

Das ist eine Frage, die sich jeder Christ stellen muss: Suche ich zuerst die Anerkennung Gottes oder die der Menschen? Das ist auch eine Frage, die wir mit unseren Jugendlichen diskutieren sollten.

Hier sind drei Fragen, die die Diskussion anregen könnten:

  • Warum ist deiner Meinung nach der Wunsch nach Anerkennung bei so vielen Menschen so stark ausgeprägt?
  • Wie äußert es sich, wenn jemand mehr um die Anerkennung der Menschen als um die Anerkennung Gottes besorgt ist?
  • Wie zeigt sich, wenn jemandem die Anerkennung Gottes wichtiger ist als die Anerkennung der Menschen?

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