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Events als Schlüsselmomente in der Jugendarbeit

Wann und wie hast du dein Leben mit Jesus begonnen? Was hat dich dazu bewegt? Wer war daran beteiligt? Wie hat dein Weg dahin ausgesehen? Und: Kannst du überhaupt einen genauen Zeitpunkt nennen?

Bei mir war das am 19.03.1993. Und das kann ich mir nicht nur merken, weil das Datum so eingängig ist. Ich weiß noch ganz genau, was da war und was ich da erlebt habe: Der dritte Abend der ersten PROCHRIST-Veranstaltung. Billy Graham predigt, Ulrich Parzany moderiert, es wird eingeladen, nach vorne zu kommen und ein Leben mit Jesus zu beginnen und ich bin mir sicher, dass das für mich jetzt dran ist.

Der Altar ruft
Im Gottesdienst zum Altar nach vorn rufen? Der Theologe Russell Moore plädiert dafür, dass der Altarruf in den evangelischen Kirchen wieder eine größere Rolle spielen sollte.

Mein bester Freund reagiert allergisch auf diese Geschichte. Er ist »einfach so« Christ geworden, zwischendurch, auf dem Weg, ohne sagen zu können, in welchem Moment das passiert ist. Er ist ein wenig genervt, wenn er gefragt wird, wann er sich denn »bekehrt habe«. Er findet nicht, dass man das genau wissen müsste. Und er hat recht. Genauso wie ich.

Die Bibel berichtet von beidem. Paulus weiß sowas von genau, wann er Jesus begegnet ist, weil es ihn erst umhaut und er dann drei Tage lang nichts mehr sehen kann (Apg 9). Kleopas und sein Kumpel erleben es genau umgekehrt. Erst sind sie blind dafür, Jesus zu erkennen und können hinterher gar nicht mehr so genau sagen, wann sie aufgehört haben, neben einem Fremden herzulaufen und ihren Weg mit Jesus begonnen haben. Erst am Ende gehen ihnen die Augen auf, dass sie ja schon die ganze Zeit mit Jesus unterwegs sind (Lk 24).

Mir hat es damals sehr geholfen, konkret gefragt zu werden, ob ich eine eigene, bewusste Entscheidung für Jesus treffen möchte. Sehr viel hat sich zwar dadurch für mich nicht geändert, weil ich sowohl davor als auch danach mit Jesus unterwegs war. Aber dazu kommen wir gleich. Erst halten wir mal fest, dass es Menschen gibt, denen es hilft, auf einer Veranstaltung gefragt zu werden, ob sie mit Jesus leben wollen.

1. Evangelisation geschieht in Veranstaltungen

Aus der Begegnung mit dem Evangelium, in besonders dafür geplanten Kontext, werden sie zur Reaktion herausgefordert. (Symbolbild) Foto Shaun Frankland.

Es ist wichtig, dass Menschen gefragt werden. Egal, ob sie noch nie etwas von Jesus gehört haben oder sich schon lange in christlichem Umfeld bewegen. Aus der Begegnung mit dem Evangelium, in besonders dafür geplanten Kontext, werden sie zur Reaktion herausgefordert. Wenn Gottes Wort Menschen begegnet, verändert es Herzen.

Vermutlich wäre ich allerdings nie zu PROCHRIST gegangen – was nebenbei gesagt die »Mutter« aller truestory ist – wenn ich nicht schon zuvor im christlichen Netzwerk eingebunden gewesen wäre. Ich war damals Teil eines Teenkreises, in den ich gefunden habe, weil ich vorher begeisterter Besucher einer Jungschar war. Dort verbrachte ich Zeit mit Jesus. Ich lernte ihn kennen, erfuhr, wie er tickte, war irritiert, berührt, erleichtert und bewegt. Diese wichtige »Vorarbeit« hat dazu geführt, dass ich am 19.3.93 »Ja« gesagt habe. Und nach dieser PROCHRIST-Woche war der Teenkreis weiter für mich da. Äußerlich hatte sich nichts geändert. Innerlich sehr wohl. Ich lebte jetzt mit Jesus, weil ich das selbst für mein Leben wollte, nicht weil das in meiner Familie so üblich war. Aber dazu kommen wir gleich. Erst halten wir mal fest, dass es unfassbar wichtig ist, dass evangelistische Veranstaltungen nicht in der Luft hängen. Menschen, die dazu eingeladen werden sollen und die diese besucht haben, benötigen Gemeinschaft, um mit Jesus unterwegs zu sein.

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2. Evangelisation geschieht in Gemeinschaft

Ohne diese Gemeinschaft muss der Heilige Geist schon große Wunder tun, damit sich Menschen in evangelistischen Veranstaltungen einfinden. Und die Lebensveränderung, die er schenkt, muss umso größer sein. Und ohne diese Gemeinschaft verpuffen persönliche Entscheidungen und haben keine Möglichkeit, Wurzeln zu schlagen, die tragen. In der Gemeinschaft wird Evangelium nicht nur gepredigt, sondern gelebt. Konkret, Woche für
Woche, zum Anfassen, Abgucken und Nachmachen.
Vorbilder prägen und lehren und junge Christen wachsen und reifen.

Evangelisation ist eine der Grundaufgaben christlicher Gemeinschaft. Und Jesus wäre nicht einverstanden gewesen, wenn ihm seine Jünger als Antwort auf den Missionsauftrag vorgeschlagen hätten, alle drei Jahre fünf Abende truestory zu machen, um diesen Auftrag zu erfüllen. In der Kleingruppe wird das Evangelium gelebt und gelehrt. Und dadurch wird jede Einladung zur Kleingruppe, die Teilnehmende den Menschen in ihrem Umfeld aussprechen, zur Evangelisation.

Um zu einer evangelistischen Veranstaltung oder in eine Kleingruppe zu kommen, brauchen Menschen persönliche Kontakte, die sie dazu einladen und dahin begleiten. Persönliche Beziehungen sind die Grundlage für Kleingruppen und Veranstaltungen. Natürlich verirren sich auch einzelne über Einladeaktionen, Werbung, persönliche Motivation oder das direkte Eingreifen Gottes – aber die meisten Menschen begegnen Jesus, weil andere sie dahin begleiten. Aber dazu kommen wir gleich. Erst halten wir mal fest, dass Evangelisation dort geschieht, wo einzelne Menschen Jesus vor anderen Menschen persönlich bezeugen und sie zu einem Leben mit ihm, der Gemeinschaft mit anderen Christen und besonderen Veranstaltungen einladen.

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3. Evangelisation geschieht in Beziehung

Aus der Beziehung wächst Vertrauen, in guten Gesprächen bezeugen Menschen ihren Glauben und beim Leben-miteinander-Teilen erleben Menschen gelebte Gottesbeziehung. (Symbolbild) Foto: Brooke Cagle

Ich kenne sehr wenige Menschen, die auf ihrem Weg zu und mit Jesus nicht sagen können, welche Personen sie dabei besonders begleitet, eingeladen, motiviert und geprägt haben. Aus der Beziehung wächst Vertrauen, in guten Gesprächen bezeugen Menschen ihren Glauben und beim Leben-miteinander-Teilen erleben Menschen gelebte Gottesbeziehung. All das hilft dabei, zu besonderen Veranstaltungen, regelmäßigen Gruppentreffen oder sogar zu einem Leben mit Jesus einzuladen. Diese Art der persönlichen Evangelisation zwischen zwei Menschen ist das Fundament, auf dem die Gruppen und die Veranstaltungen aufbauen. Wie bei einem Kirchengebäude, das aus Fundament, Gebäude und Kirchturm besteht.

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Die evangelistische Veranstaltung ist der Kirchturm. Der Turm ist weit zu sehen, die Glocken zu hören, er ruft allen Menschen zu: Kommt her zu Jesus und er provoziert eine Reaktion.

Die Gemeinschaft ist das Gebäude. Hier treffen sich Menschen, leben gemeinsam Christsein und laden dazu ein. Sie »läuten« die Glocken, verantworten also das evangelistische Event. Und das Gebäude wird das Zuhause für die Menschen, die bei der Veranstaltung ihr Leben mit Jesus beginnen.

Aber all das steht auf dem Fundament der persönlichen Beziehung. Ohne Beziehung kommt keiner und ohne Beziehung bleibt keiner. Und wenn man die drei »Bauteile« der Evangelisation nach ihrer Wichtigkeit ordnen müsste, käme die Beziehung vor der Gemeinschaft und die Gemeinschaft vor dem Event.

Deswegen stellt sich zum Schluss die Frage: Warum dann eigentlich truestory? Wenn die evangelistische Veranstaltung nur der Kirchturm ist, der ohne Gebäude keinen Sinn ergibt und ohne Fundament nicht stehen kann, braucht es dann truestory? Die Antwort ist: Ja, aber …

1. Ja!

Es braucht die evangelistische (Kirchturm-)Spitze! Es braucht Veranstaltungen, an denen das Evangelium, die Gemeinde, die Kleingruppe und die Gemeinschaft gesehen und gehört werden. Es braucht die Öffentlichkeitswirkung. Und um ein Vielfaches mehr braucht es Orte, an denen Menschen mit dem Evangelium in Kontakt kommen und reagieren können. Es braucht die Einladung zu Jesus, die Verkündigung der Rettung und die Frage, ob ein Mensch mit Jesus leben möchte. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser Mensch schon lange von Jesus gehört hat oder er ihn komplett neu kennenlernt. Das Evangelium verändert Herzen. Und es hilft, wenn es einen konkreten Ort und Zeitpunkt gibt, an dem ihm dazu die Möglichkeit gegeben wird.

2. Aber!

Aber das genügt nicht. Eine truestory-Woche ohne Gemeinschaft, die die Woche trägt und die Menschen willkommen heißt, bleibt ein Strohfeuer. Ein besonderes Event, womöglich mit viel Aufwand und Kraft, das verpufft, weil es keine Grundlage hat. Wir von truestory können diese Grundlage nicht schaffen. Aber wir wollen euch mit unserem Veranstaltungspaket helfen, so gut wir können. Darüber hinaus haben wir die Vorarbeit für die truestory-Woche ganz neu aufgestellt. Tiefer, umfassender, grundlegender, langfristiger und mit der Möglichkeit, es ganz individuell auf eure Situation anzupassen. Wir wollen euch helfen, die Menschen in eurer Gemeinde zu motivieren, auszurüsten und auszusenden, um in ihren persönlichen Beziehungen Jesus zu bezeugen. Die neue Vorarbeit von truestory »testify« (übersetzt: bezeugen) begleitet euch Schritt für Schritt dabei, das Fundament zu legen und das Gebäude zu bauen, das ihr benötigt, um mit truestory Menschen für Jesus zu begeistern.

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