Eingemauert: Jungs und Männer haben es schwer

Worum es geht: David Brooks schrieb in der New York Times darüber, dass junge Männer, wenn es darum geht, erwachsen zu werden und Verantwortung zu übernehmen, gegen eine Mauer zu stoßen scheinen.

Warum das Thema Schlagzeilen macht: In den letzten Jahren gab es Anlass zur Sorge über eine Krise der psychischen Gesundheit, die besonders Jungen betrifft.

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Der Begriff #incel (unfreiwillig enthaltsam) hat sich in die kulturelle Umgangssprache eingebürgert und wird von Medienvertretern als Kurzform für eine bestimmte Sorte zielloser, wütender, gewalttätiger und frauenfeindlicher junger Männer verwendet, die viel Zeit im Internet verbringen. 

Das Problem mit der maskulinen Identität

15 Prozent der Männer sagen, dass sie keine engen Freunde haben und sich selbst überlassen bleiben (Symbolbild). Foto: Trevor McKinnon.

Hinter diesen Stereotypen verbirgt sich eine tiefere Ebene. Eine Geschichte des Schmerzes, der Entfremdung und der Verwirrung, die junge Männer erleben, wenn sie erwachsen werden. Brooks stellt in seinem Artikel fest, dass 15 Prozent der Männer sagen, dass sie keine engen Freunde haben und sich selbst überlassen bleiben. Er weist auch darauf hin, dass einige Sozialprogramme zur Unterstützung von Hochrisikokindern die langfristigen Ergebnisse für Mädchen effektiver zu verbessern scheinen als für Jungen. Abgesehen von den praktischen Ursachen wird das Bild noch komplizierter. In den Köpfen vieler Menschen wird das, was traditionell als männlich galt, jetzt oft als »giftig« angesehen, und die neue, ungiftige Form der Männlichkeit ist in der Popkultur nur unzureichend definiert.

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