Inspire Einheit 20: Abraham – Deal oder kein Deal?

Wie funktioniert das INSPIRE Curriculum?

In jeder Einheit geht ihr durch mehrere interaktive Diskussionsphasen. Die Diskussionsfragen helfen euch, junge Menschen in ihrem Lesen und Interpretieren der Bibel zu fördern.

Für wen ist INSPIRE gemacht?

  • Für Gruppen mit 6 bis 30 Jugendlichen
  • Für junge Menschen zwischen 11 und 17 Jahren
  • Für Jugendleiter:innen mit wenig Zeit

Wie funktioniert es?

  1. Phase: Herausfinden, was im Text passiert
  2. Phase: Die wichtigsten Teile des Textes identifizieren
  3. Phase: Den Inhalt auf unsere Situation anwenden
  4. Phase: Verstehen, was Gott heute sagt

Ohne Bibel geht’s nicht

Da dieses Curriculum ein Hilfsmittel zum Verstehen der Bibel ist, funktioniert es am besten, wenn jede:r Jugendliche eine Bibel zur Hand hat. Bitte jede Woche jemanden, den Text vorzulesen, während die Jugendlichen mitlesen. Es ist auch praktisch, wenn sie während des Teachings ihre Bibeln offen vor sich haben, sodass sie ihre Antworten auf Textbelege stützen können, und nicht nur raten.

💡
Pro-Tipp: Schau dir als Leiter:in die Fragen und Spiele vorher an, um dich mit Bibeltext, Thema und den Spielen vertraut zu machen.

Andacht

Icebreaker – Tauschhandel mit Smarties

⏱ 5 Minuten

Gib jedem zehn Smarties oder andere Süßigkeiten und achte darauf, dass jeder eine gute Mischung von Farben hat. Das Ziel des Spiels ist es, durch Tauschen mit anderen Personen zehn Süßigkeiten der gleichen Farbe zu erhalten. Wenn du einen Preis ankündigst für die erste Person, die zehn Süßigkeiten derselben Farbe hat, führt dies zu einer interessanten Dynamik. Die Jugendlichen werden ihre Farbe bekommen wollen, ohne anderen mit ihren Farben zu helfen! Halte Ausschau nach guten Verhandlungen. Und natürlich können sie die Süßigkeiten essen, wenn das Spiel vorbei ist.

Beten im Alltag: Wenn wir Jugendlichen zeigen, wie man betet, verändert das alles
Machen wir Menschen zu Jüngern oder ziehen wir geistliche Konsumenten heran? Du kannst als Jugendleiter:in jungen Menschen ein riesengroßes Geschenk machen: Du kannst ihnen helfen, das Gebet für sich zu entdecken.

Einführung

⏱ 8 Minuten

Wenn man etwas von seinen Eltern will, braucht man manchmal etwas Überredungskunst. Stell dir vor, du bist beim Einkaufen und möchtest ein neues Oberteil, ein cooles Poster, Sportschuhe oder was auch immer. Also fragst du, ob du es haben kannst und deine Eltern sagen: »Nun, ich weiß nicht.« Du merkst schon, es braucht noch etwas Überzeugungsarbeit.

Jetzt kannst du versuchen, ihnen einen Deal vorzuschlagen. Du hast kein Geld, aber du hast keine Angst, dafür zu arbeiten. Du wirst eine Woche lang abwaschen, mit dem Hund spazieren gehen, das Katzenklo leeren und lässt dir zeigen, wie die Waschmaschine funktioniert.

Außerdem kannst du versuchen, sie davon zu überzeugen, dass es bald Winter wird, und du etwas brauchst, das dich warm hält und wie das Oberteil gut zu anderen Schichten passt (und Erkältungen fernhält). Du könntest sagen, wenn du das Poster bekommst, wird es dir helfen, stolzer auf dein Zimmer zu sein und es so aufgeräumter zu halten. Du könntest erklären, wie sehr du die Zeit in der Sport AG genießt und dass sie dich fit und gesund hält. Sportschuhe sind also ein geringer Preis für eine gute Gesundheit!

Grundsätzlich versuchst du, sie durch Überzeugung dazu zu bringen, das Geld auszugeben und den Gegenstand für dich zu besorgen.

Gab es mal eine ähnliche Situation für euch? Worum ging es dabei und was musstet ihr dafür im Gegenzug machen?
Was ist mit Gott? Glaubt ihr, wir könnten Gott zu etwas überreden, indem wir ihm versprechen, etwas für ihn zu tun? (Diskutiert)
Andacht zum Thema Gebet
Eine Gruppenstunde mit Arbeitsblatt zum Thema Gebet: Mit Filmausschnitten, Fragen für Gruppen, Andacht und Bibelarbeit für die Predigt. Kreative Ideen, um das Beten mit Jugendlichen zu besprechen.

Teaching

⏱ 25 Minuten

📖 LEST 1. Mose 18,17-33

Was hat Gott über Abraham und seine Kinder gesagt? (Sie würden eine bedeutende und mächtige Nation werden und ein Segen für alle Nationen sein.)
Warum hatte Gott gerade Abraham für diesen Job ausgewählt? (Gott wusste, dass er darauf vertrauen konnte, dass Abraham seine Kinder lehren würde, Gottes Weg zu gehen und fair zu sein.)
Was hatte Gott über die Menschen in Sodom und Gomorra gehört? (Er hatte viele Beschwerden darüber gehört, wie böse sie waren.)
Was wollte Gott dagegen tun? (Er wollte in die Stadt gehen und sich selbst davon überzeugen.)
Was können wir davon lernen, wie Gott mit dem Klatsch, den er gehört hat, umgegangen ist? (Diskutiert. Überlegt euch, ob wir einfach akzeptieren, was wir gehört haben, oder ob wir selbst die Wahrheit herausfinden.)

Abraham wendete sich also an Gott und fragte ihn, was er mit Sodom und Gomorra vorhatte.

Warum kümmerte sich Abraham um diese Menschen? Schließlich waren sie ja böse. (Abraham war besorgt um die guten Menschen in dieser Stadt und sein Neffe Lot und seine Familie lebten dort.)
Wie beginnt Abraham seine Annäherung an Gott? War er fordernd? (Er appellierte an Gott aus einem Grund und fragte, ob Gott das Richtige tun würde. Besprecht diese Annäherung an Gott und überlegt euch, wie wir uns ihm nähern, wenn wir um etwas bitten möchten.)
Abraham begann mit der Frage, ob Gott die Stadt retten würde, wenn es dort 50 gute Menschen gäbe. Wie hat Gott geantwortet? (Gott stimmte zu, dass wenn 50 gute Menschen gefunden würden, er die ganze Stadt ihretwegen retten würde.)
Denkt an das Szenario, in dem ihr im Geschäft seid und versucht, eure Eltern zu überzeugen, euch etwas zu kaufen. Wie fühlst du dich, wenn sie nicht sofort »Nein« sagen? Vielleicht fangen sie an, die Details eures kleinen Deals zu besprechen (z.B. dass ihr mehrere Schichten anzieht, wenn es kalt wird?) (Diskutiert)
Wie hat sich Abraham nach Gottes Zustimmung gefühlt? Was hat ihn dazu bewegt, Gott weiter zu bitten? (Er hat sich wahrscheinlich ermutigt gefühlt. Wir fühlen uns immer gut, wenn wir spüren, dass man uns zugehört hat, also blieb Abraham dran. Er war ermutigt.)
Wie hättet ihr euch in dieser Situation verhalten? Wie reagieren wir auf beantwortete Gebete? Werden wir mutiger? (Besprecht, wie wir reagieren, wenn Gott auf positive Weise antwortet.)
Was geschah, als Gott weiterhin auf Abrahams Wünsche einging? (Abraham verlangte immer mehr und wurde immer mutiger.)
Warum, glaubt ihr, war Abraham so hartnäckig? Was war sein Ziel, was wollte er erreichen? (Diskutiert. Wollte er nur herausfinden, wie weit er gehen konnte, oder hatte das, was er tat, einen wirklichen Sinn?)
Wie hartnäckig seid ihr in euren Gebeten? Wärt ihr mutig genug, Gott auf diese Weise herauszufordern? Denkt ihr, es ist richtig, auf diese Weise zu beten? Segnet Gott solche Beharrlichkeit?
Habt ihr jemals aufgegeben, für etwas zu beten?
Abraham hörte also auf, seine Fragen zu stellen. Was geschah als Nächstes? (Gott ging weg und Abraham ging nach Hause.)
Was sind die Merkmale von Abrahams Fürsprache? (Er war mutig [18,23], er flehte [18,24], er argumentierte [18,25], er war demütig [18,27] und er hielt durch [18,32])

Zusammenfassung

⏱ 5 Minuten

Wie wir hier sehen können, kann Beten ein Gespräch sein. Wenn ihr zu euren Eltern geht und fragt, ob ihr zu Weihnachten ein Tablet haben könnt, werden sie dies möglicherweise zur Kenntnis nehmen. Aber wenn ihr es nie wieder erwähnt, denken sie vielleicht, dass ihr es nicht ernst meint.

Wenn ihr jedoch mit ihnen darüber redet und ihnen erklärt, wie nützlich das Tablet für euch wäre, dass ihr nichts anderes wollt, und ihr eine erschwingliche Version gesehen habt, die mit eurem aktuellen Computer-Set-up kompatibel ist, nehmen sie euch vielleicht ernster, denn ihr habt es durchdacht.

Jesus sagte, wir sollten beten und nicht aufgeben (Lukas 18). Und hartnäckiges Beten ist genau das. Das bedeutet nicht ständig zu wiederholen »Papa, kann ich ein iPad haben?«, sondern es passiert im Gespräch, durch Überzeugen, durchdenken, durchsprechen.

Heute haben wir gesehen, wie Abraham versuchte, einen Deal mit Gott zu machen. Er trat für die Menschen von Sodom und Gomorra ein, appellierte an Gott, nicht die ganze Stadt zu zerstören, wenn ein paar rechtschaffene Menschen gefunden werden könnten. Seine Gebete nahmen die Eigenschaften aller großen Fürbitter an: Kühnheit, Flehen, Argumentieren, Demut und Beharrlichkeit. Beten wir so für andere Menschen? Ist es uns wichtig genug? Oder, was noch wichtiger ist, glauben wir, dass Gott solche Gebete erhört? Wenn wir nur halbherzig beten, können wir dann wirklich erwarten, dass Gott uns ernst nimmt?

6 kreative Gebets-Stationen
Gebet muss nicht immer klassisch sein. Warum nicht mal kreativ in der Gruppe beten?

Gebet

⏱ Betet solange es dauert

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