Olivia Rodrigo dominierte die Musikszene im Jahr 2021. Ihr von Klavierklängen getragenes »Driver's License« und das rockige »Good 4 U« erreichten beide Platz 1 in den internationalen Musikcharts. Ihr Debütalbum »Sour«, das vor allem für ihre Hymnen über junge Liebe und Herzschmerz bekannt ist, befasst sich auch mit schwerwiegenden Themen und brachte ihr sowohl die Anerkennung der Kritiker als auch eine begeisterte junge Fangemeinde ein.

Musikvideo zu »Good 4 U« von Olivia Rodrigo, YouTube

Eine Jugendliche schreibt auf YouTube über den Song »Good 4 U«: »Das ist der beste Teenager-Song seit Jahren. Ich liebe es. Das Drama, das Gefühl, das Ende der Welt zu erleben, wenn man Liebeskummer hat. Und jemanden, den man geliebt hat, einen Soziopathen zu nennen, nur weil er sein Leben weiterlebt ... das ist alles bringt sie auf den Punkt.«

Die Religiösen Untertöne ihrer Texte

Ein katholischer Religionslehrer hat die religiösen Untertöne der in der Zeitschrift America veröffentlichten Texte von Olivia Rodrigo unter die Lupe genommen. In dem Artikel weist er darauf hin, wie trostlos und lustlos viele Schüler der Gen Z ihr Leben empfinden, wenn sie an den Wochenenden die Zeit mit Netflix totschlagen und dabei lieber auf Nummer sicher gehen, anstatt nach Abenteuern zu suchen.

Was wäre, wenn die Kirche, wie Rodrigo, Wege finden würde, die emotionalen Erfahrungen von Jugendlichen zu verbalisieren und zu validieren? —Mike Tenney
Musikvideo zu »Drivers License« von Olivia Rodrigo, YouTube

Rodrigos Texte sind zwar mit Schimpfwörtern gespickt, lesen sich aber auch mit der Dringlichkeit eines Gebets, wenn sie ihre eigenen Schwächen, Unsicherheiten und Bedürfnisse eingesteht.

Indem er das Album des Popstars anhört, kann dieser Lehrer einen Einblick in das Ethos/Lebensgefühl/Gedankengut dieser Generation geben, und so versuchen, die Liebe Christi weiterzugeben.