Hast du dich je gefragt, woran Jesus täglich dachte? Ich denke, die Heiligkeit Gottes stand für ihn an erster Stelle. Er lehrte beten mit den Worten: »Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt.« Wenn das sein tägliches »Warum« war, wie könnte es sich in deinem Leben und deiner Arbeit widerspiegeln?

Danke dir für deinen Einsatz und deine Investition in die nächste Generation. Hier ist dein wöchentliches Briefing zur Begleitung junger Menschen:

💬 In dieser E-Mail:

  • Smartphone-Einführung: Warum es sich lohnt, bis zur achten Klasse zu warten.
  • Apple Vision Pro: Ist das das minimalistische Büro der Zukunft oder nur ein 3500$ teurer Spaß?
  • Jugendtrend »Bed Rotting«: Was steckt dahinter?

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— Andy und das MRJ Team

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Drei Dinge diese Woche

1. Smartphone-Einführung: bis zur achten Klasse warten?

Smartphones & Jugendliche: Die digitale Welt prägt die Selbstwahrnehmung junger Menschen. Sie wachsen beobachtet und in Bereitschaft, Content zu erstellen, auf.

Worum es geht: Ein Artikel in The Free Press portraitiert Eltern, die ihren Kindern erst in der 8. Klasse oder noch später ihr erstes eigenes Smartphone überlassen.

Warum sich dieser Trend durchsetzt: Im Rahmen von Interviews mit The Free Press äußerten sich sowohl Eltern von Jugendlichen als auch die Jugendlichen selbst zu diesem Thema. Einige Jugendliche, die als letzte in ihrem Freundeskreis noch kein eigenes Smartphone besitzen, gaben an, dass sie sich dadurch von ihren Altersgenossen ausgeschlossen fühlen. Manche Eltern, die ihrem Kind bereits in der Mittelstufe ein Smartphone zur Verfügung gestellt haben, bereuen mittlerweile diese Entscheidung, da sie feststellen, dass ihr Kind nun weniger Zeit für kreative Betätigungen und Hobbys aufbringt. Einige Eltern möchten ihre Kinder auch vor der Gefahr der digitalen Sucht schützen, mit der sie selbst zu kämpfen haben. Der Autor und Vater von sechs Kindern, Tim Carney, machte darauf aufmerksam, dass Smartphones eine doppelte Wirkung auf Jugendliche haben können: »Soziale Medien können die Selbstwahrnehmung junger Menschen verändern. Man stellt sich ständig vor, wie man von einem zweiten Ich beobachtet wird, immer bereit, Content zu erstellen: Wie wirkt dieser Moment auf andere? Wie könnte ich das als Story posten? Wie könnte ich darüber berichten?« Bei der Entscheidungsfindung zum richtigen Zeitpunkt für das erste Smartphone kann es für Eltern hilfreich sein, sich mit aktuellen Forschungsergebnissen und Expertenmeinungen auseinanderzusetzen. In diesem Kontext sollten die Auswirkungen der Smartphone-Nutzung auf das Sozialverhalten und die psychische Gesundheit von Jugendlichen berücksichtigt werden.

💬
Gesprächsstarter: Denkt mal an eure Freunde. Glaubt ihr, dass es einen Unterschied macht, ob jemand ein Smartphone hat oder nicht? Hat es Einfluss auf das Verhalten der Leute oder darauf, wie sie miteinander umgehen?

2. Das Leben durch die Brille

Worum es geht: Apple hat diese Woche Vision Pro präsentiert, eine 3.500 Dollar teure Virtual-Reality-Brille. Diese könnte vielleicht auch zur Navigation in der virtuellen Welt des Metaversums genutzt werden. Entwickler haben bis zum Verkaufsstart im nächsten Frühjahr die Gelegenheit, innovative Apps dafür zu entwickeln.

💡
Es ist auffällig, dass Apple in seiner Kommunikation der letzten Jahre kaum vom Metaverse spricht, den Ort, auf den Mark Zuckerberg 100 Milliarden USD gewettet hat. Tim Cooks Team bei Apple konzentriert sich primär auf »Augmented Reality« und spricht neuerdings von »Spatial Computing«.

Was die Leute sagen: Begriffe wie »Augmented Reality«, »Mixed Reality« und »Spatial Computing« sind gängige Schlagworte, wenn es um die Möglichkeiten von VR-Headsets geht. Allerdings ist, wie Ian Bogost in The Atlantic berichtet, die konkrete Anwendung solcher Geräte wie der Apple-Brille noch ungewiss. Er hinterfragt ihren Nutzen und berichtet, dass die beeindruckendste Erfahrung, die er mit solchen Headsets hatte, beim Minigolf-Spielen mit seinem in einer anderen Stadt lebenden Sohn war. Seit Jahren prognostizieren Technologieunternehmen den Durchbruch solcher Headsets, und viele Firmen konkurrieren um die Entwicklung eines revolutionären und erschwinglichen Geräts. Bisher wurden die 50 Millionen verkauften VR-Headsets hauptsächlich für Spiele genutzt. Es ist noch zu früh, das Metaverse als gescheitert zu erklären, aber es scheint, als ob die viel gelobte virtuelle Realität eine Art Identitätskrise durchlebt.

💬
Gesprächseinstieg: Glaubst du, dass VR-Headsets jemals wirklich populär werden? Welche Auswirkungen hätte das auf unsere Welt?

Community-Umfrage: Hättest du gerne eine Apple Vision Pro als Büro-Ersatz?

Ja, ich würde es gerne mal ausprobieren
Nein, ich bleibe bei meinem aktuellen Equipment

3. #hopecore statt Doom Scrolling auf TikTok

Hopecore sind Hoffnungsmomente, die die Widerstandskraft des menschlichen Geistes zeigen.

Worum es geht: Optimististische Posts liegen auf TikTok im Trend: #hopecore wurde über 800 Millionen Mal auf TikTok gesehen.

Warum es wichtig ist: #hopecore-Posts sind in ihrer Essenz ziemlich einfach. Sie zeigen Hoffnungsmomente, inspirierende Reden, Naturbilder und zusammengeschnittene Fernsehbilder von Menschen, die es geschafft haben oder die Mut machen. Manchmal sind sie im Diashow-Format aufbereitet und mit weiteren positiven Hashtags wie #antinihilism oder #positivity versehen. Die TikTok-Nutzer betonen, dass dieser Trend nicht kitschig oder ironisch gemeint ist und dass es bei #hopecore nicht darum geht, zu verbergen, dass das Leben auch hart sein kann. Vielmehr richten sich die Posts an herausfordernde Situationen und sollen als Vorlage für Momente des Triumphs oder der Überwindung dienen. Ein beliebtes Meme-Format, das #hopecore veranschaulicht, präsentiert den »unbezwingbaren Kampfgeist des Menschen« gegen die »kalte Grausamkeit des Universums«, wobei Bilder verwendet werden, die den menschlichen Geist als heldenhafte und unbesiegbare Kraft darstellen.

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Diskussionsanstoß: Glaubst du, dass Trends wie #hopecore einen echten Unterschied für Menschen machen können, die sich geschlagen oder hilflos fühlen?

Eine Nachricht von unserem Sponsor:

🚌 Camp-Jobs vom Reise-Werk

Das Reise-Werk organsiert christliche Freizeiten im europäischen Ausland. Kurzfristig suchen wir für unsere ChurchCamps noch personelle Unterstützung:

CHURCHCAMP Costa Brava (Spanien): Hier suchen wir im Zeitraum 10. - 18.07.2023 noch eine Person, die uns beim Camp-Aufbau mit unterstützt und das Team ergänzt.

CHURCHCAMP Korsika (Frankreich): Im Zeitraum 17.07. - 30.07.2023 suchen wir hier noch eine Person, die als Campmeister (m/w) für uns als Ansprechperson vor Ort ist.

Detaillierte Infos bekommt ihr unter: reise-werk.de/jobs oder per Mail an campjobs@reise-werk.de

Jetzt Camp-Jobs anschauen

Slang der Woche

»Bed Rotting«: Das Verbringen längerer Zeiträume im Bett, von einigen Stunden bis hin zu einem ganzen Wochenende. Diese Zeit wird für Aktivitäten wie das Schauen von Serien, Essen oder einfaches Ausruhen genutzt; der Trend wird häufig als eine Form der Selbstfürsorge angesehen. Auf TikTok gibt es bereits über 300 Millionen Videoviews zum Thema. Doch einige Experten für psychische Gesundheit äußern Bedenken. Sie befürchten, dass übermäßig viel Zeit im Bett entweder Symptom oder sogar Ursache für Depressionen sein könnte. Daher ist es wichtig, ein ausgewogenes Verhältnis zu finden und auch auf körperliche Aktivität und soziale Kontakte zu achten.

Deep Dive in die Lebenswelt junger Menschen

Trends wie »Bed Rotting« sollten normalerweise mit einem gewissen Grad an Ironie betrachtet werden. Dennoch betont Dr. Theresa Marko, Fachärztin für orthopädische Physiotherapie, dass »längeres Liegen im Bett nicht gut für Muskeln und Gelenke ist; nach ein paar Tagen Bettruhe beginnt man, Muskelmasse zu verlieren – das bedeutet, man wird schwächer«. Eine kleine Studie aus dem Jahr 2016 hat gezeigt, dass bereits eine Woche Bettruhe bei jungen Männern zu einem deutlichen Verlust an Muskelmasse und Insulinsensitivität führte, also das Diabetesrisiko erhöhte.

Ein gemeinsames Merkmal der #hopecore-Videos ist, dass sie meist auf reale Leistungen und Errungenschaften abzielen. Es geht um physische Erfahrungen - darum, den Körper, den Gott uns gegeben hat, zu nutzen, um beeindruckende und inspirierende Dinge zu tun. Ruhe ist zwar auch wichtig, aber es gibt einen Unterschied zwischen Ausruhen und Verrotten. Das eine dient der Regeneration und dem Auftanken neuer Energie für unser Leben, während das andere eher eine Art Vermeidungsverhalten sein könnte.

Während Eltern, wie die von The Free Press befragten, viele Gründe haben können, warum sie ihren Kindern Mobiltelefone (oder möglicherweise VR-Headsets) geben oder nicht, betonen andere Organisationen wie 1000 Hours Outside die Vorteile der Zeit, die Kinder offline und ohne digitale Geräte verbringen. Die Zeit draußen in Gottes Schöpfung zu verbringen, bringt zahlreiche Entwicklungsvorteile und gesundheitliche Vorteile mit sich, von der Aufnahme von Vitamin D durch die Sonne bis hin zur Förderung eines größeren Unternehmungsgeistes (Ein Plus fürs Marketing deines nächsten Sommercamps).

Wäre Jesus in unserer modernen Zeit auf die Erde gekommen und nicht zur Zeit des Römischen Reiches, hätte er dennoch einen erstaunlichen Einfluss auf das Leben der Menschen gehabt. Wir können nicht sagen, ob Jesus einen Social-Media-Account gehabt hätte oder ob er mit seinen Jüngern Netflix-Serien geschaut hätte. Aber Jesus kam zu einer Zeit auf die Erde, als offline sein die einzige Option war. Das bedeutet nicht, dass die Antwort »immer offline sein« heißt, aber wir sollten erkennen, dass Jesus uns den ultimativen Weg zu einem guten Leben in dem Körper gezeigt hat, den Gott uns gegeben hat.

Fragen, die ein Gespräch mit deinen Teenagern anregen können:

  • Wie würdest du dein ideales Leben ohne jegliche Beschränkungen beschreiben?
  • Würdest du sagen, dass es gut für deine psychische Gesundheit ist, Zeit draußen zu verbringen?
  • Wie würdest du den Unterschied zwischen Ausruhen und »Verrotten« definieren?

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