Susannah Black hat für Desiring God einen Beitrag darüber geschrieben, wie es sich anfühlt, als Christin an einer Zwangsstörung zu leiden. Sie beschreibt, wie die Erfahrungen mit Ritualen und Glauben besonders herausfordernd sein können, wenn das Gehirn nach moralischer Absolutheit strebt, wenn man das Gefühl hat, dass der Mangel an Glauben eine unmittelbare Bedrohung für die eigene Sicherheit darstellt.

»Ungesunder Glaube ist nicht in allen Fällen auf Zwangsgedanken zurückzuführen.« – Michael Utsch

Zwangsstörungen sind keine Seltenheit

Zwangsstörungen werden bei Diskussionen über psychische Gesundheit oft übersehen. Depressionen, Essstörungen und sogar Selbstmordgedanken scheinen weitaus einfachere Themen zu sein. Die Symptome der Zwangsstörung können Leiden, Verwirrung und Schmerzen verursachen, die schwer zu erkennen und noch schwieriger zu verstehen sind. Aber die Krankheit ist alles andere als selten: 2 bis 3 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten sind betroffen. Bei Kindern ist sie etwa so verbreitet wie Diabetes. Ein Untertyp der Zwangsstörung, die übermäßige Gewissenhaftigkeit, kann dazu führen, dass der Glaubensakt zu pathologischen Schuldgefühlen oder schädlichen, zwanghaften Verhaltensweisen führt.

Zwangsstörungen werden bei Diskussionen über psychische Gesundheit oft übersehen. (Symbolbild) Foto von cottonbro, Pexels.
»Über andere zu urteilen macht uns blind, während Liebe erleuchtet. Indem wir andere verurteilen, machen wir uns blind für unser eigenes Böses und für die Gnade, auf die andere ebenso ein Anrecht haben wie wir.« – Dietrich Bonhoeffer

Für alle, die mit Zwangsstörungen oder Zwangsgedanken im Allgemeinen zu kämpfen haben, empfehlen wir gerne die Bücher Can Christianity Cure Obsessive-Compulsive Disorder? von Ian Osborn und Overcoming Unwanted Intrusive Thoughts  von Sally Winston und Martin Seif.

Beziehungsfragen

  • Lebt einer eurer Freunde mit einer klinisch diagnostizierten Zwangsstörung? Habt ihr jemals mit ihm/ihr über diese Erfahrung gesprochen?
  • Wie kann man erkennen, ob die empfundenen Schuldgefühle das Ergebnis eines vom Heiligen Geist geleiteten Gewissens sind oder etwas anderes?
  • Was können wir tun, um Menschen zu unterstützen, die mit einer Zwangsstörung leben, unabhängig davon, ob sie unseren Glauben teilen oder nicht?

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