Wohnwochen gehören zu den wertvollsten Formaten in der Jugendarbeit – aber sie sind auch eines der aufwendigsten. Das Team der Schüler-SMD hat in Zusammenarbeit mit Projekt Spurwechsel ein komplettes Wohnwochen-Konzept entwickelt und stellt es Gemeinden und Jugendgruppen kostenlos zur Verfügung. Wir vom MrJugendarbeit-Team haben es uns angeschaut und finden: Das gehört in jede gut sortierte Jugendarbeits-Bibliothek.
Hol dir das gesamte Konzept als PDF (52 Seiten)
Inklusive aller Vorlagen: Elternbrief, Wochenplan, Dienstplan, Andachtskarten, Spielanleitungen und mehr. Kostenlos bei der Schüler-SMD.
Einleitung
Herzlichen Glückwunsch, du hältst gerade ein fast fertiges Konzept für deine nächste Wohnwoche in den Händen! Wohnwoche, das bedeutet: Alltag gemeinsam leben und neu entdecken, dass Jesus mittendrin ist. Für eine Woche teilt ihr euer Leben wie in einer Wohngemeinschaft: zusammen essen, lernen, lachen, beten und Alltag gestalten. Das Ziel ist, den Glauben nicht nur in der Jugend oder im Gottesdienst, sondern mitten im Schulalltag zu erleben.
Dieses Konzept enthält Vorschläge und Ideen, die euch helfen sollen, eure Wohnwoche zu gestalten. Wir bieten Ideen und einen Rahmen, den ihr an eure Gruppe anpassen könnt, je nach Alter, Interessen, Gruppengröße und euren Möglichkeiten. Die Themen richten sich an Schülerinnen und Schüler, lassen sich aber auch auf den Alltag von Studis, Azubis, Arbeitnehmenden etc. ausweiten.
Ihr findet in diesem Heft Organisationshilfen, einen möglichen Wochenplan, Inputs, Spielideen und vieles mehr. Vorlagen für z.B. Dienstpläne, Anmeldezettel und ähnliches könnt ihr euch über QR-Codes herunterladen, die im ganzen Heft verteilt sind.
Wir wünschen euch eine richtig gute Woche, in der ihr und die Jugendlichen gemeinsam mit Jesus euren Alltag neu entdeckt! Danke, dass ihr euch so engagiert für eure Jugendlichen einsetzt!
Falls ihr zum ersten Mal eine Wohnwoche durchführt und euch zusätzliche Unterstützung wünscht, schaut doch mal beim Projekt Spurwechsel vorbei. Sie arbeiten mit vielen verschiedenen Jugendkreisen, Gemeinden und Werken in Ostdeutschland zusammen und gestalten vor Ort die Wohnwochen. Weitere Infos findet ihr unter www.spur-wechsel.net.
Das Team der Schüler-SMD
Bauplan
Timeline
6 Monate vorher:
- Termin festlegen
- Räumlichkeiten organisieren (eigene Gemeinde oder externe Räume anfragen)
- Ansprechperson festlegen und Team anfragen
- Finanzierung klären
3 Monate vorher:
- Werbung in der Jugendgruppe
- Anmeldung über Elternbrief starten
- Wochenplan füllen mit den verschiedenen Bausteinen
- Programmvorbereitung beginnen
- Verpflegung planen und Verantwortlichen festlegen
1 Monat vorher:
- Fahrgemeinschaften zur Schule klären
- Schlafräume einteilen (evtl. nach Aufstehzeiten)
- Anwesenheitszeiten erfragen (Wer ist wann zu Hause, also in der Gemeinde?)
- Essensplan finalisieren und Einkauf organisieren
Verpflegung
Plant die gemeinsamen Mahlzeiten gut. Überlegt zunächst, ob ihr die Mahlzeiten selbst zubereiten möchtet oder ob ihr Unterstützung aus der Gemeinde in Anspruch nehmen wollt. Erstellt dafür einen Essensplan und passende Einkaufslisten.
Frühstücken könnt ihr gemeinsam in der großen Gruppe, wenn alle ähnliche Aufstehzeiten haben. Wenn die Aufstehzeiten sehr unterschiedlich sind, bietet sich ein Frühstücksbuffet an, sodass alle nach eigenem Zeitplan frühstücken können. Denkt auch an die Lunchpakete: Gemüse, Riegel, Trinkflaschen, etc. zum Mitnehmen in die Schule.
Fürs Mittagessen können sich Brot, Reste vom Vortag oder eine selbst organisierte Mahlzeit anbieten. Seid da flexibel und habt dabei im Blick, dass alle zu unterschiedlichen Zeiten »nach Hause« kommen.
Das Abendessen lässt sich entweder in Eigenregie zubereiten oder ihr fragt Menschen aus der Gemeinde, ob sie für euch oder mit euch gemeinsam kochen möchten.
Unterkunft
Achtet bei der Raumplanung darauf, dass die Räume unterschiedliche Bedürfnisse abdecken: Schlafräume (Mitarbeitende und Jugendliche getrennt), Bäder mit Duschen, Bereiche für Hausaufgaben, eine gut ausgestattete Küche, ein gemütliches Esszimmer sowie Treffpunkte für gemeinsame Abendveranstaltungen oder Spiele und Gespräche zwischendurch.
Programmgestaltung
Da der größte Teil des Tages durch die Schulzeit abgedeckt ist, füllt unser vorgeschlagener Wochenplan vor allem den Abend. Abhängig davon, ob die Gruppe aus Schülern und Schülerinnen besteht, die zur selben Zeit aufstehen müssen oder ob es eine heterogene Gruppe mit Studis, Arbeitnehmenden etc. ist, kann der Impuls am Morgen to go über eine Messenger-Gruppe geteilt werden oder vor Ort gehalten werden. Nachmittags kommen voraussichtlich alle zu unterschiedlichen Zeiten wieder in die Gemeinde, daher bietet sich die Zeit für Hausaufgaben, freie Zeit oder Zeiträume für Dienste an. Der Abend beginnt dann mit dem Abendessen, anschließend ist ein Abendprogramm möglich und endet mit einem gemeinsamen Abendabschluss.
Hinweis: Je nachdem, welche Bausteine ihr wählt, kann es sinnvoll sein, auch schon nachmittags zu starten.
Für die Abendgestaltung findest du in diesem Heft fertige Entwürfe, die einfach von dir und deinem Team umgesetzt werden können. Ihr habt aber natürlich die Freiheit, die Entwürfe anzupassen, zu ändern oder auch komplett über den Haufen zu werfen. Macht diesen Entwurf zu eurem. Das Rahmenprogramm zu den Abenden könnt ihr so gestalten, wie es zu eurer Gruppe passt.
Hier ein Vorschlag von uns, wie die Abende aussehen könnten:
- Ankommen
- Reflexion der Tages-Challenge
- Lobpreis
- »Under Construction«
- Gebetsgemeinschaft
- Offenes Ende
Die einzelnen inhaltlichen Abendprogramme sind angelehnt an die Schüler-SMD-Themenreihe Shift your Ground für Jugendgruppen. Die Zielgedanken der einzelnen Abende sind ungefähr dieselben, aber dennoch handelt es sich um Konzepte, die ihr auch gut anwenden könnt, solltet ihr Shift your Ground schon einmal in eurer Gemeinde umgesetzt haben. In Thema eins und drei wurden die Bibelstellen ausgetauscht und hier und da ist der inhaltliche Fokus verändert. Bei Thema 3 könnt ihr wählen, ob ihr das Konzept »Brücken bauen« nutzen möchtet, das auch Teil von Shift your Ground ist oder ob ihr das alternative Thema »Können wir das schaffen?« nutzt. Schaut euch die Materialien an und entscheidet, welche Variante am besten für eure Gruppe passt.
Die inhaltlichen Abende sind vor allem für Jugendliche passend, die sich mit dem christlichen Glauben identifizieren können. Ggf. kannst du die Inhalte aber natürlich auch für deine Zielgruppe anpassen. Die Inhalte richten sich vor allem an Jugendliche ab 13 Jahren bis zu ihrem Schulabschluss. Alle Inhalte lassen sich aber auch leicht auf den Alltag nach der Schulzeit übertragen.
Gottesdienst
Wenn ihr eure Wohnwoche am Sonntag beginnt, bietet es sich an, den Gottesdienst als gemeinsamen Startpunkt zu nutzen und im Anschluss zusammen aufzubauen. So sind alle Jugendlichen bereits vor Ort und können direkt einsteigen. Gleichzeitig ist das eine schöne Gelegenheit, die Verbindung zur Gemeinde zu stärken.
Alternativ könntet ihr im Gottesdienst am darauffolgenden Sonntag einen kurzen Bericht über eure Wohnwoche geben und/oder den Gottesdienst aktiv als Jugendgruppe mitgestalten und so die Gemeinde an euren Erlebnissen teilhaben lassen.
Teams & Dienste
Zusammenleben heißt auch: Alle packen an. Bezieht also die Jugendlichen in eure Planung mit ein. Hier sind mögliche Bereiche, in denen sie schon im Vorhinein mitarbeiten können:
Dekoration: Wie wollt ihr die Räume gestalten, dass man sich wirklich wie zu Hause fühlt? Das Thema der Woche lautet »Under Construction«. Wie wäre es, wenn man das auch in eurer Deko wiederfindet? Ihr könntet dafür z.B. Absperrband nutzen, Baustellenschilder basteln oder Werkzeuge in eure Deko integrieren.
Küche: Gibt es ein festes Team, das die Küche koordiniert, einkauft und das Kochen organisiert? Oder habt ihr Menschen in der Gemeinde, die ihr anfragen könnt, ob sie mit euch kochen und sich etwas Leckeres überlegen?
Musik: Falls ihr gerne gemeinsam Lobpreis macht, stellt doch eine kleine Band zusammen, die über die Woche die Abendprogramme musikalisch begleitet.
Action: Soll es zusätzlich zu den inhaltlichen Challenges noch eine Fotochallenge geben? Oder ein Spiel, das sich über die ganze Woche zieht? Wollt ihr am freien Abend verschiedene Angebote machen? Oder gibt es Briefkästen für alle und die Aufgabe, jeden Tag einen Brief an eine andere Person zu schreiben? Hier könnt ihr so richtig kreativ werden.
Zusätzlich zu den Aufgaben, die bereits in der Planung anfallen, gibt es natürlich auch welche, die ganz konkret in der Woche selbst anfallen. Auch da können alle mit anpacken und ihren Teil zum gemeinsamen Leben beitragen. Hier eine Liste mit wichtigen Diensten unter der Woche:
- Bäder putzen
- Abwasch
- Tisch decken
- Kochen helfen
- Generelle Ordnung
Einen möglichen Dienstplan findest du im Downloadbereich.
Regeln & Sicherheit
Damit die Wohnwoche für alle entspannt und angenehm wird, ist es hilfreich, eine klare Struktur und ein Gefühl von Sicherheit zu schaffen. Überlegt gemeinsam, welche Regeln das Zusammenleben einfacher machen, zum Beispiel bezüglich der Nachtruhe, der Handynutzung oder der Sauberkeit. Eine einfache Hausordnung hilft allen, sich zurechtzufinden und sorgt für ein gutes Miteinander. Denkt auch an die Sicherheit: Ein gut erreichbares Erste-Hilfe-Set, festgelegte Zuständigkeiten im Notfall und wichtige Kontakte (Eltern, Ärzte, nächstes Krankenhaus) geben ein beruhigendes Sicherheitsnetz. Überlegt euch außerdem einen Notfallplan: Wer informiert wen, falls jemand krank wird, einen Unfall hat oder es einen Brand gibt? So seid ihr gut vorbereitet und könnt im Ernstfall ruhig bleiben. All diese Vorbereitungen schaffen Vertrauen und Orientierung, geben Jugendlichen und Eltern Sicherheit und sorgen dafür, dass alle die gemeinsame Zeit wirklich genießen können.
Zur Prävention von sexualisierter Gewalt haben viele Gemeinden und Verbände bereits ein eigenes Schutzkonzept, das bei einer Wohnwoche greift. Falls ihr so etwas noch nicht haben solltet, wäre dies ein guter Zeitpunkt, um euch für dieses Thema zu sensibilisieren. Es gibt verschiedene Anlaufstellen, die Experten bei dem Thema sind und euch unterstützen können (z.B. GJW, Weißes Kreuz und viele mehr).
Finanzen
Wir gehen in unserer Kalkulation davon aus, dass die Wohnwoche in den eigenen Gemeinderäumen stattfindet und daher keine Mietkosten anfallen. Falls ihr besondere Deko, Programmpunkte, Werbekosten, Referenten oder Ausflüge plant, für die Kosten anfallen, denkt daran, diese in euer Budget einzuplanen.
5 € pro Person und Tag für Lebensmittel (Stand 2026)
Evaluation
Eine Auswertung am Ende der Zeit ist wichtig, um für zukünftige Wohnwochen zu lernen. Nutzt Feedbackbögen (online oder ausgedruckt) für Teilnehmende und Team, um Eindrücke und Verbesserungsvorschläge zu sammeln. Plant eine Nachbesprechung im Team: Was lief gut? Wo gab es Herausforderungen? Welche Ideen möchten wir beim nächsten Mal umsetzen? Optional könnt ihr eine Feedbackrunde am Abschlussabend machen, um direkt von den Jugendlichen zu hören, was ihnen gefallen hat. So entwickelt ihr eure Wohnwochen weiter.
Dokumente zum Download
- Elternbrief mit Anmeldung und Einwilligungen
- Packliste für Teilnehmende
- Wochenplan mit Programm und Diensten
- Dienstplan für Küche und Hausarbeiten
- Notfallplan und Kontaktliste
- Feedbackbogen für Evaluation
- Ideenpool für kleine Gruppenspiele
- Ergänzendes Material für Abendprogramme
- Liturgischer Abendabschluss
- Andachtskarten für die Morgenimpulse (Die sechs digitalen Andachtskarten sind Teil von einem Set, das ihr in der Jugendgruppe oder in entstehenden Schülerbibelkreisen nutzen könnt. Andachtskarten-Sets könnt ihr hier bestellen: shop.smd.org)
- Ideen für einen Straßeneinsatz
- und vieles mehr
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Inklusive aller Vorlagen: Elternbrief, Wochenplan, Dienstplan, Andachtskarten, Spielanleitungen und mehr. Kostenlos bei der Schüler-SMD.
Wochenübersicht
| Uhrzeit | Sonntag | Montag | Dienstag |
|---|---|---|---|
| Aufstehen | ggf. wecken | wecken | wecken |
| Frühstück | mit Input | Andacht »Next Steps« | Andacht »Meine Schwäche, seine Stärke« |
| Vormittag | ggf. Gottesdienst | Schule/Arbeit | Schule/Arbeit |
| Mittag | Mittagessen | Mittagessen | |
| Nachmittag | ankommen, einchecken | Hausaufgaben, Dienste, Gebetsraum | Hausaufgaben |
| 18:00 Uhr | Abendessen | Abendessen | Abendessen |
| Abendprogramm | 1 | Under Construction – Herzlich willkommen | 2 | Under Construction – Du bist WerkZeuge | 3a | Under Construction – Brücken bauen / 3b | Können wir das schaffen? |
| 21:00 Uhr | Abendabschluss (z.B. Gebetsteams, Abendlob o.ä.) | Abendabschluss | Abendabschluss |
| 22:00 Uhr | Nachtruhe | Nachtruhe | Nachtruhe |
| Uhrzeit | Mittwoch | Donnerstag | Freitag | Samstag |
|---|---|---|---|---|
| Aufstehen | wecken | wecken | wecken | wecken |
| Frühstück | Andacht »Mutig wie Jesus« | Andacht »Glaubens-Boost« | Andacht »An der Quelle bleiben« | Andacht »Gesehen in der Menge« |
| Vormittag | Schule/Arbeit | Schule/Arbeit | Schule/Arbeit | Aufräumen, etc., Feedback |
| Mittag | Mittagessen | Mittagessen | Mittagessen | ggf. Mittagessen |
| Nachmittag | Hausaufgaben | Hausaufgaben | Hausaufgaben | |
| 18:00 Uhr | Abendessen | Abendessen | Abendessen | |
| Abendprogramm | Under Construction – Bausteine | 4 | Under Construction – Jo, wir schaffen das! | Under Construction – Bausteine | |
| 21:00 Uhr | Abendabschluss | Abendabschluss | Abendabschluss | |
| 22:00 Uhr | Nachtruhe | Nachtruhe | Nachtruhe |
1× am Tag, wenn möglich, Team-Besprechung (z.B. vormittags oder abends nach dem Programm).
Under Construction – Bausteine
Für zwei Abende gibt es keinen festen Programmablauf, sondern eine Ideensammlung zur freien Gestaltung eurer Zeit. Außerdem haben wir hier noch weitere Ideen, wie ihr eure gemeinsame Zeit füllen könnt. Die Bausteine könnt ihr individuell in euren Wochenplan einbauen. Achtet dabei darauf, dass einige Aktionen eine gewisse Vorbereitungszeit und ggf. Absprachen oder Genehmigungen erfordern. Je nach Baustein kann es daher sinnvoll sein, die Planung frühzeitig zu beginnen und den Programmpunkt am Nachmittag, statt am Abend anzusetzen. Überlegt gemeinsam, ob ihr einen der Vorschläge umsetzen möchtet oder eine andere richtig gute Idee für eure Gruppe habt.
Gebetsabend oder Lobpreisabend
Ihr könnt diesen Abend für einen gemeinsamen Gebetsabend nutzen. Das ist eine gute Gelegenheit, um für Schule, Alltag, Freunde zu beten und selbst (neu) zu Gott zu kommen. Wenn ihr möchtet, könntet ihr diesen Abend auch für die ganze Gemeinde öffnen und so mitten in der Woche als Gemeinde gemeinsam vor Gott kommen. Damit sich alle an diesem Abend in Ruhe Zeit mit Gott nehmen können, sind z.B. vorbereitete Gebetsstationen möglich. Gut ausgearbeitete Stationen findest du z. B. hier: prayerspacesinschools.com/de/prayer-activities.
Fotorallye
Teilt die Teilnehmenden in gleich große Gruppen ein und gebt ihnen den Auftrag, verschiedene Dinge in eurem Ort zu fotografieren (z.B. eine Baustelle, ein Stoppschild, ein Selfie mit einer fremden Person, eine bestimmte Statue, …). Die Teams müssen dann innerhalb einer festgelegten Zeit alle Foto-Aufträge erledigen. Das Team, das am Ende die meisten Aufgaben abgeschlossen hat oder die Aufgaben am kreativsten abgeschlossen hat, gewinnt die Rallye.
Geländespiel
Habt ihr Lust auf etwas mehr Action? Wie wäre es dann mit einem Indoor-Geländespiel. Im Downloadbereich findest du zwei Vorschläge, die zum Thema »Under Construction« passen (Sim City, Siedler).
Freier Abend
Dieser Abend kann eine gute Gelegenheit sein, allen freizustellen, wie sie diese Zeit verbringen möchten. So kann freiwillig Gemeinschaft entstehen und alle, die eine Pause brauchen, können sich erholen. Um zu verhindern, dass der freie Abend für Teilnehmende langweilig wird, können am Anfang des Abends verschiedene Ideen mitgegeben werden.
Möglichkeiten dafür wären:
- Gesellschaftsspiele spielen (bringt dafür einfach ein paar Spiele mit – Inspiration in den 50 besten Spielen für Jugendarbeit)
- Sportliche Aktivitäten (Fußball, Spikeball, Volleyball, …)
- Gemütlich beisammensitzen und Gespräche führen
- Angebot für einen Spaziergang
- Schlaf nachholen
Diakonischer Abend
Ergänzend zu den bisherigen Ideen kann dieser Abend auch bewusst diakonisch gestaltet werden. Das schafft nicht nur Abwechslung im Programm, sondern hilft auch, den eigenen Glauben konkret werden zu lassen und den Blick für andere zu schärfen.
Mögliche Aktionen sind:
- Ein Besuch im Altenheim, um dort mit Menschen Zeit zu verbringen und ins Gespräch zu kommen.
- Eine Müll-Sammel-Aktion, um der Stadt zu dienen.
- Ein Gebetsspaziergang, bei dem man konkret an verschiedenen Punkten (Schule, Rathaus, Krankenhaus, ...) stoppt und Fürbitte hält.
Und viele weitere mehr. Ihr könnt auch schon vor der Wohnwoche gemeinsam überlegen, welche Aktion den Jugendlichen selbst auf dem Herzen liegt und darauf an diesem Abend reagieren.
Straßeneinsatz
Gemeinsam auf die Straße gehen und auf kreative Weise mit Menschen ins Gespräch kommen. Im Downloadbereich findet ihr dazu ein Ideenblatt. Keine Sorge: Es gibt auch Möglichkeiten, evangelistisch aktiv zu sein, ohne viele Worte zu nutzen (z. B. Sprayaktionen mit Sprühkreide, Verschenkaktionen, ...).
1 | Under Construction – Herzlich willkommen
Minutenplan
| Zeit | Phase | Inhalt | Material | Methode | Wer? |
|---|---|---|---|---|---|
| 15 | Einstieg | Begrüßung, Lobpreis, Ablauf des Abends... | Plenum | Leitung | |
| 5–10 | Warm-up | Ideenpool Spiele | Spiel | Leitung | |
| 5 | Hauptteil | Informationen zur Wohnwoche | Plenum | Leitung | |
| 20 | Austausch | Satzanfangskarten | Kleingruppe | Jugendliche | |
| Abschluss | Gebet, offenes Ende... | Plenum | Leitung |
Zielgedanke
Am Ende des Abends haben die Jugendlichen einen Überblick, was sie im Laufe der Woche erwartet. Dienste und Verantwortlichkeiten werden kommuniziert und Abläufe besprochen. Die Gruppe hat Zeit, sich kennenzulernen und sich auszutauschen, so dass sich alle als Teil der Gruppe fühlen.
Anschließend an den Abend könnt ihr noch eine kurze Lobpreiszeit oder ein gemeinsames Gebet anbieten. Gestaltet die Zeit so, wie sie zu euch passt: ein einfaches Lied, ein Gebet füreinander oder eine Zeit der Stille. Am ersten Abend ist es außerdem möglich, für die kommenden Tage Kleingruppen oder Gebetsteams einzuteilen – Gruppen, in denen die Jugendlichen sich austauschen, füreinander beten oder einfach ehrlich teilen können, wie es ihnen geht.
Material
- ggf. Satzanfangskarten für Kleingruppen
- Eingeteilte Dienstpläne
Ankommen & Einführung
Willkommen in unserer Wohnwoche! Schön, dass ihr da seid und diese besondere Woche mit uns erlebt. In den nächsten Tagen werden wir miteinander leben – essen, lernen, beten, lachen, ausruhen, reden, schweigen und entdecken, was es bedeutet, wenn Glaube Teil unseres ganz normalen Alltags wird.
Diese Woche soll kein Rückzug aus dem Alltag sein, sondern ein Ort, an dem wir lernen, Gott mitten im Alltag zu begegnen. Hier darf alles Platz haben, was euch bewegt – eure Freude, eure Fragen, euer Zweifel, euer Glaube.
Das Thema unserer Woche: Under Construction. Manchmal fühlt sich das Leben an wie eine Baustelle: überall ist etwas im Werden, manches ist noch unfertig, anderes wächst gerade erst. Genau darum geht es in dieser Woche. Wir wollen gemeinsam entdecken, dass wir alle »under construction« sind – im Aufbau, in Entwicklung, unterwegs.
Die Bibel beschreibt auch Gottes Reich ein bisschen wie so eine Baustelle: Es ist noch nicht vollständig fertig, aber man kann schon sehen, dass etwas Großes entsteht. Hoffnung, Liebe, Freude – all das ist schon da, auch wenn noch nicht alles perfekt ist.
Und das gilt auch für dich. Egal, ob du Gott schon gut kennst oder dich gerade erst vorsichtig herantastest: Du bist im Werden. Gott ist an dir dran, formt, stärkt und begleitet dich. Und das Verrückte ist: Während er an uns baut, lädt er uns gleichzeitig ein, selbst mitzubauen – an unserem Leben, an Gemeinschaft, an einer Welt, die ein bisschen mehr so wird, wie Gott sie sich gedacht hat.
In dieser Woche wollen wir genau das erleben: Gemeinschaft, Spaß, ehrliche Gespräche, neue Gedanken über Gott – und vielleicht auch die Entdeckung, dass du Teil von etwas Größerem bist.
An drei Abenden werden wir tiefer in das Thema einsteigen und herausfinden, an welcher Stelle Gott bereits mit dir Dinge gebaut hat, darauf eingehen, wie wir mutig mit anpacken können und dann ganz konkret werden – wie kannst du mitten in deinem Alltag an Gottes Reich mitbauen?
Heute feiern wir aber erstmal unseren Einzug, haben Zeit zum Ankommen und ihr bekommt alle Infos, die ihr für die Woche braucht.
Warm-up-Spiel oder Kennenlernspiel
In dem Dokument »Ideenpool Spiele« findest du Ideen für Warm-up-Spiele und Spiele zum Kennenlernen. Bau an dieser Stelle im Abendprogramm eins dieser Spiele ein.
Vorstellung des Wochenplans
Da die kommenden Tage unser gemeinsamer Alltag werden, möchte ich euch jetzt zeigen, was für diese Woche geplant ist. Die Wohnwoche ist kein durchgetaktetes Programm, sondern eine Lebensgemeinschaft auf Zeit. Wir teilen Alltag, Aufgaben und Glauben – und entdecken, dass Gott genau dort zu finden ist, wo wir ihn manchmal gar nicht erwarten.
Unser Tag hat feste Orientierungspunkte: Morgens starten wir gemeinsam mit einer kurzen Andacht oder dem Input to go (je nachdem, ob ihr gemeinsam frühstückt oder zu so unterschiedlichen Zeiten aufsteht, dass jeder und jede allein in den Tag startet).
- Vormittags läuft euer normaler Alltag: Schule, Arbeit oder eigene Projekte.
- Mittags treffen wir uns ggf. wieder zum gemeinsamen Essen – eine gute Gelegenheit, voneinander zu hören.
- Nachmittags gibt's Zeit für Dienste, Hausaufgaben, Gespräche oder Gebet.
- Abends gestalten wir verschiedene Programme rund um unsere Wochenthemen. Mal kreativ, mal tief, mal aktiv – aber immer mit der Chance, Gott kennenzulernen oder neu zu entdecken, wer er ist.
Gemeinschaft & Verantwortung
Weil wir hier als WG leben, gehört auch dazu, dass wir füreinander Verantwortung übernehmen. Wir kochen, räumen auf, schauen hin, packen an und achten aufeinander.
Damit das gut geht, gibt es verschiedene Dienste in dieser Woche, für die alle abwechselnd eingeteilt sind.
(An dieser Stelle stellst du die Dienste und die Einteilung vor. Alle Dokumente dafür findest du im Downloadbereich.)
»Wie geht's dir gerade?«
Für ein gutes Zusammenleben ist es wichtig, voneinander zu wissen und einander zu sehen. Deshalb werden wir uns gleich in Kleingruppen zusammensetzen und uns austauschen. Zum Abschluss eurer Kleingruppenzeit dürft ihr gerne gemeinsam füreinander und für diese Woche beten.
Für den Austausch in der Gruppe könnt ihr eine konkrete Methode für den Gesprächseinstieg verwenden. Im Downloadbereich findet ihr zum Beispiel ein Dokument für »Satzanfangskarten«. Diese könnt ihr ausdrucken, ausschneiden und die Jugendlichen dann Karten ziehen lassen mit dem Auftrag, die darauf stehenden Sätze zu vervollständigen.
- Einstieg mit Satzanfangskarten
- Was beschäftigt mich, wenn ich auf die Woche schaue?
- Worauf freue ich mich besonders?
- Gemeinsames Gebet
2 | Under Construction – Du bist WerkZeuge
Minutenplan
| Zeit | Phase | Inhalt | Material | Methode | Wer? |
|---|---|---|---|---|---|
| 15 | Einstieg | Begrüßung, Rückblick, Tageschallenge, Lobpreis | Plenum | Leitung | |
| 10 | Einstiegsmethode »Puzzeln« | Puzzleteile | Spiel in Gruppen | Jugendliche | |
| 3 | Hauptteil | Einführung Gideon | Bibeln | Plenum | Leitung |
| 4 | Bibeltext lesen | Plenum | Leitung | ||
| 5 | Impuls zum Text | Plenum | Leitung | ||
| 15 | Reflexionszeit | Gegenstände und Reflexionsbögen | Eigenarbeit | Jugendliche | |
| 20 | Austausch in Gruppen | Fragen | Kleingruppen | Jugendliche | |
| Abschluss | Zusammenfassung, Gebet, offenes Ende | Plenum | Leitung |
Zielgedanke
Die Jugendlichen verstehen, dass Gott sie gebrauchen möchte und mit ihnen eine ganz eigene Geschichte schreibt.
Material
- Selbstgestaltetes zerschnittenes Puzzle für den Einstieg
- Viele unterschiedliche Gegenstände für die Kleingruppenzeit
- Puzzle für Abschlussimpuls
Hörerperspektive
Für viele Christen ist es herausfordernd, die eigene persönliche Geschichte mit Gott zu erzählen. Was habe ich überhaupt erlebt und wie kann ich das verständlich rüberbringen? Für Jugendliche ist das besonders schwierig, da sie sich beispielsweise fragen: »Habe ich überhaupt etwas zu erzählen? Ich habe doch noch nichts Spannendes mit Gott erlebt!«. Die Jugendlichen hören in der Kirche, auf Freizeiten und im Internet oft nur von außergewöhnlichen Geschichten und denken dadurch, dass ihre Erlebnisse im Glauben nicht relevant seien. Einige Jugendliche können nicht von einem »Bekehrungserlebnis« berichten. Sie sind von klein auf in den Glauben hineingewachsen. Dadurch sind sie gefühlt schon immer mit Gott unterwegs und ein Leben mit ihm im Alltag ist ganz normal oder Routine. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die eigene Geschichte im Glauben etwas Intimes und besonders bei Jugendlichen manchmal schambehaftet sein kann. Sie haben eventuell die Befürchtung, dass sie vor Freunden und Familie bloßgestellt oder von ihnen ausgelacht werden, wenn sie davon berichten. Der Abend soll sie ermutigen, über ihren Glauben zu sprechen, nicht unter Druck setzen.
Biblischer Hintergrund
Dieser Abend baut auf der Geschichte von Gideon auf. Zur Zeit Gideons wurden die Israeliten von den Midianitern unterdrückt. Er war damit beschäftigt, für seinen eigenen Lebensunterhalt zu sorgen, als Gott zu ihm sprach, dass er das Volk Israel aus der Gewalt der Midianiter befreien würde. Gideon reagiert überrascht, vielleicht etwas verwundert, aber Gott spricht ihm zu, dass er mit ihm geht und Gideon gewiss Erfolg haben wird. An diesem Abend liegt der thematische Schwerpunkt nicht auf Gideons Reaktion und dem Kampf gegen die Midianiter, sondern auf der Tatsache, dass Gott ausgerechnet ihn für diese Aufgabe auswählt. Betrachten wir die gesamte Bibel, fällt auf, dass Gott immer wieder diejenigen beauftragt, für ihn loszuziehen, die am wenigsten damit rechnen. Er wählt nicht angesehene Persönlichkeiten, die bereits erfolgreich sind und sich selbst viel zutrauen. Er wählt Menschen, die verwundert sind, dass Gott ausgerechnet mit ihnen gemeinsame Sache machen möchte und stattet sie mit allem aus, was sie brauchen.
Einstieg: Kennenlernspiel »Puzzleteile«
Für dieses Spiel brauchst du Bilder oder Texte, die du in Stücke zerschneiden kannst, sodass das Bild oder der Text neu zusammengepuzzelt werden kann. Du könntest z.B. Gruppenbilder eures Jugendkreises nehmen, eine biblische Geschichte oder Bilder von Werkzeugen ausdrucken. Zerschneide die ausgedruckten Blätter so, dass sie sich wieder zusammenpuzzeln lassen, aber das vollständige Bild nicht sofort erkennbar ist. Jedes Puzzle kannst du in etwa 6 bis 8 Teile schneiden. Du benötigst für jede teilnehmende Person ein Teil. Die Teilnehmenden ziehen jeweils ein Teil und dürfen sich an dieser Stelle in Kleingruppen »zusammenpuzzeln«. In diesen Gruppen dürfen sie dann etwa fünf Minuten die folgenden Fragen beantworten:
- Wenn sich die Gruppe noch nicht gut kennt: Name, Wohnort, Schule
- Ich bin richtig gerne ein Teil von ... (z.B. »meinem Fußballverein«)
Hauptteil 1 (Einführung Gideon)
Kennst du diese Gedanken?
- »Ich bin nicht wichtig. Ich bin nicht besonders. Ich habe nichts vorzuweisen.«
- »Ich habe keine große Geschichte mit Gott.«
- »Ich habe nichts Spektakuläres erlebt.«
- »Andere haben ‚krasse Zeugnisse' – ich nicht.«
Gott sucht sich in der Bibel immer wieder die Leute für seine Mission aus, die nicht damit gerechnet hätten, dass Gott ausgerechnet sie gebrauchen möchte:
- Da ist Mose, dem Gott begegnet, obwohl Mose das für eine ganz dumme Idee hält, weil er gar nicht gerne vor anderen Menschen spricht.
- Da ist Paulus, der eigentlich gegen die Christen war, sie bekämpft hat und plötzlich begegnet Gott ihm und sagt: Moment! Mit dir habe ich etwas ganz anderes vor!
- Da ist Maria, die ziemlich jung war, vermutlich ohne besondere gesellschaftliche Stellung. Und Gott wählt ausgerechnet sie dafür aus, Jesus zur Welt zu bringen.
- Und da ist Gideon…
Lest gemeinsam Richter 6,11-16
Kurze Murmelphase zu zweit: Wie geht es Gideon, als er von Gottes Plan erfährt?
Gideon hat zu einer Zeit in Israel gelebt, in der sein Volk seit Jahren von anderen Völkern angegriffen wurde. Frieden herrschte schon lange nicht mehr. Gideon war grad dabei Weizen zu dreschen. Damit seine Vorräte nicht gleich wieder von den verfeindeten Völkern geraubt werden würden, musste er diese gut verstecken. Während er beschäftigt ist, spricht Gott plötzlich zu ihm. Er sagt, dass er Gideon braucht, damit in Israel wieder Frieden herrscht. Gideon findet das total absurd: »Wie meinst du das, mein Herr? Wie soll ich denn Israel retten? Meine Familie ist die ärmste im Stamm Manasse, und ich bin der Jüngste in meines Vaters Haus.« (Richter 6,15). Doch Gott ist überzeugt von seiner Idee: Er reagiert auf Gideons Hinterfragen, indem er ihm zuspricht: »Ich bin mit dir!« (Richter 6,16).
Wenn Gideon sich selbst anschaut, sieht er Mangel. Er sieht eine Baustelle, die noch mitten im Bau ist – nicht bereit, damit Gott etwas damit anfangen kann. Aber wenn Gott Gideon anschaut, sieht er die Möglichkeit, durch Gideon Großes zu bewirken. Gott sieht die Möglichkeiten. Gott will mit Gideon Geschichte schreiben, auch wenn Gideon sich selbst dafür gar nicht für geeignet hält.
Hauptteil 2 (Transfer aufs Leben der Jugendlichen)
Ich bin sicher: Gott schreibt auch mit dir deine eigene individuelle Geschichte, auch wenn du so wie Gideon vielleicht gar nicht damit rechnest. Gideons Geschichte ist spektakulär, Gott gebraucht ihn, damit wieder Frieden einkehrt. Vielleicht sind unsere Geschichten mit Gott etwas kleiner, aber keineswegs unbedeutender. Gott möchte mit dir gemeinsame Sache machen. Mitten in deinem Alltag. Manchmal scheinen uns unsere Geschichten kleiner und unspektakulärer, das macht sie aber nicht unbedeutender! Auch alltäglicher Glaube ist echte Geschichte mit Gott.
Gott schreibt mit dir nicht nur »Highlights«, sondern Lebensgeschichte – leise, langsam, manchmal unspektakulär, aber tief. Das wichtige: Wir müssen selbst bemerken, dass Gott grad eingreift, zu uns spricht, ihn entdecken. Ich möchte euch heut' Abend gar nicht so viel Input von vorne vortragen, weil es jetzt vor allem um eure Geschichten gehen soll: Wie sieht deine Geschichte mit Jesus aus? Wo hat Gott in deinem Leben Geschichte geschrieben und du hast es noch nicht gesehen?
Dafür habe ich einen Reflexionsbogen mit ein paar Fragen und Denkanstößen für euch vorbereitet. Ihr bekommt erst Zeit allein, um zu überlegen, wo ihr Gott erlebt bzw. erlebt habt und anschließend Zeit in kleinen Gruppen, um eure Erlebnisse miteinander zu teilen. Kommt dafür bitte nach der Zeit allein nochmal hierher zurück, damit wir Kleingruppen einteilen können. Ich bin mir sicher, dass jeder und jede von euch eine eigene Geschichte von und mit Gott erzählen kann. Wir müssen nur genau hinsehen und entdecken, wo wir Gott erlebt haben.
Reflexionszeit für ca. 15 min: Lege deine mitgebrachten Gegenstände (alles, was dir in die Hände fällt) mittig im Raum aus, den Reflexionsbogen findest du im Downloadbereich.
Zwei Fragen für alle:
- Suche dir einen Gegenstand hier im Raum, der deine aktuelle Connection mit Gott beschreibt. (Je nach Größe der Wohnwoche Gegenstand fotografieren oder mitnehmen in die Kleingruppe.)
- Nimm dir Zeit für dich und denke mithilfe der Reflexionsfragen darüber nach, wann und wie du Gott schonmal begegnet bist. Wenn du magst, mach dir gerne Notizen.
Kleingruppen (ca. 20 min, 3-4 Personen)
- Welchen Gegenstand habt ihr euch ausgesucht? Zeigt euch eure Gegenstände und erklärt einander, wie eure aktuelle Connection mit Gott ist.
- Erzählt euch nacheinander von eurer Story. Was habt ihr bereits im Glauben erlebt und entdeckt? Welche Aspekte möchtest du den anderen erzählen? Teilt nur die Sachen, die ihr weitererzählen möchtet – nichts muss.
Gebt euch nach jeder Erzählung gegenseitig ein Feedback: Was fandet ihr ermutigend, spannend und/oder berührend von dem, was der andere erzählt hat? Dein Zeugnis ist wichtig und einzigartig – diese Geschichte hast nur du. Du kannst mutig davon erzählen.
Abschluss
Bei Gideon sehen wir: Gott schreibt Geschichte mit Menschen, die sich klein fühlen und nicht damit rechnen, dass Gott mit ihnen etwas Großes vorhat. Vielleicht beginnt deine Geschichte mit Jesus damit, dass du wagst, ein paar Worte an andere weiterzugeben – an Freunde, Mitschüler, Menschen, die deine Ehrlichkeit brauchen. Warum glaubst du an Jesus? Was begeistert dich? Was für einen Unterschied macht dein Glaube in deinem Leben?
Jetzt brauchst du das Puzzle:
Nimm ein Puzzleteil: Wir alle sind Teil von Gottes Geschichte. Wir sind Teil von seinem Plan für diese Welt. Gideon ist dieses eine Puzzleteil gewesen, das zum großen Ganzen beiträgt.
Nimm ein paar mehr Puzzleteile: Dieses Teil ist Maria, dies Paulus und dies Ruth. Und mittendrin ist dein Puzzleteil. Mittendrin bist du! Gott will dich gebrauchen, indem du darauf hinweist, dass es ihn wirklich gibt und dass er in die Welt eingreift und da ist. Du weißt von seinem Werk – dass er die Welt als Schöpfer geschaffen hat, dass er Mensch geworden ist und was er alles für uns auf sich genommen hat. Und du kannst bezeugen, dass es Gott wirklich gibt und sein Werk gut ist. Du bist Zeuge von seinem Werk – WerkZeuge.
3a | Under Construction – Brücken bauen
Minutenplan
| Zeit | Phase | Inhalt | Material | Methode | Wer? |
|---|---|---|---|---|---|
| 15 | Einstieg | Begrüßung, Rückblick, Tageschallenge, Lobpreis | Plenum | Leitung | |
| 5 | Einstieg Bubbles | Plenum | Leitung | ||
| 15 | Reflexionszeit eigene Bubbles | Gegenstände, Handouts, Stifte | Eigenarbeit | Jugendliche | |
| 5 | Hauptteil | Jesus war in allen Bubbles | Plenum | Leitung | |
| 2 | Bibeltext lesen | Plenum | Leitung | ||
| 10 | Impuls zum Text | Plenum | Leitung | ||
| 5 | Reflexionszeit authentisch Christ sein | Eigenarbeit | Jugendliche | ||
| Abschluss | Zusammenfassung, Gebet, offenes Ende | Plenum | Leitung |
Zielgedanke
Die Kernfrage des Abends lautet: Wie kann ich als Christ in meinen unterschiedlichen Rollen und Lebenswelten authentisch sein? Jugendliche werden ermutigt, ihre Zugehörigkeit zu Jesus in allen Bereichen ihres Lebens bewusst und sichtbar zu leben. Sie verstehen sich als Sprachrohr der Liebe Gottes in allen Rollen ihres Alltags.
Hörerperspektive
Menschen sind in unterschiedlichen Kreisen unterwegs und leben damit scheinbar in verschiedenen Welten. Sei es in der Schule, im Sportverein, in der Jugendgruppe oder der Familie. All diese Gruppen unterscheiden sich beispielsweise durch die Leute, die Insider, die Interessen und vieles mehr.
Dazugehören ist für Jugendliche ein wichtiges Grundbedürfnis, woraus auch die Angst resultiert, ausgeschlossen zu werden.
Beim Eintauchen in die jeweilige »Welt« ist es eigentlich normal, dass man sich ihr anpasst, um Teil davon sein zu können und sich akzeptiert zu fühlen. Manchmal kann das jedoch auch dazu führen, dass man sich hinter einer Maske versteckt und nicht mehr authentisch ist.
Und was passiert, wenn auf einmal zwei »Welten« aufeinandertreffen? Die Sorge, in der einen Welt für die Zugehörigkeit zur anderen Welt ausgelacht zu werden, führt dazu, dass viele versuchen, die beiden Welten getrennt zu halten oder sogar aus Scham die Zugehörigkeit verschweigen oder leugnen. Aufgrund dieser Angst ist es zum Beispiel vielen christlichen Jugendlichen peinlich, in der Schule zuzugeben, dass sie Christ sind bzw. in eine Gemeinde gehen. Innerhalb der christlichen Bubble kann es dann wiederum oft als peinlich empfunden werden, zu anderen sozialen Gruppen zu stehen.
Biblischer Hintergrund
Jesus ist hier unser roter Faden. Er wird als authentisches Vorbild vorgestellt, da er gekommen ist, um der ganzen Welt zu begegnen. Auch die Jünger sind im Missionsbefehl zu »allen Völkern« gesandt und er selbst hat viele unterschiedliche Menschen mit verschiedenen Hintergründen berührt und hat immer einen Weg gefunden, den Menschen mit Liebe und Barmherzigkeit zu begegnen. Zusätzlich ist er gemeinsam mit anderen Menschen, die sein Wertesystem teilen, unterwegs und betet gemeinsam mit ihnen. Exemplarisch liegt hier eine Bibelgeschichte vor, die die Authentizität Jesu deutlich macht. Die Geschichte wird eher als ein Verhaltensbeispiel von Jesus, als für ihre theologischen Grundaussagen herangezogen. Daher verzichten wir an dieser Stelle darauf, die theologischen Aussagen Jesu näher zu erläutern.
Erklärungen zu Johannes 8,1-11
Im Folgenden wird es um die Geschichte der Ehebrecherin gehen. Sie hat gesündigt. Jesus reagiert hier anders auf die Anklage, als es die Pharisäer erwartet haben. Wie leicht wäre es gewesen, den klaren Regularien, denen die Pharisäer folgen, ebenfalls zu folgen? Es war ein eindeutig falsches Verhalten der Frau. Doch Jesus bleibt auch in dieser Situation authentisch. Er reagiert barmherzig und mit Liebe. Das zeigt sich in der Rettung des Lebens und der Ermahnung. Jesus findet die richtigen Worte gegenüber der Frau (sündige hinfort nicht mehr) aber auch gegenüber seinen Glaubensbrüdern, den Pharisäern und Schriftgelehrten (wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein). Seine Liebe und Barmherzigkeit und seine Durchsicht durch diese undurchsichtige Aktion der religiösen Führungselite, bringt auch die Pharisäer dazu, Gnade walten zu lassen.
Einstieg ins Thema
In welcher Welt lebst du denn? Kennst du diesen Moment, wenn du bemerkst, dass du gerade von etwas null Peilung hast, von dem dein Gegenüber richtig Ahnung hat und begeistert erzählt?
Ich kenne einen Arzt, der haut z.B. mal so einen Satz raus (nimm gerne diesen Satz, oder überleg, ob du ein Beispiel aus deinem Leben findest): »Ich sag's euch, als wir die atypische Hyperreaktivität im paraxialen Gewebe gesehen haben, war sofort klar, dass die Differentialdiagnose Richtung subklinische Dysregulation des autonomen Systems kippt – einfach faszinierend!«
Ganz ehrlich: Ich verstehe inhaltlich fast nichts. Eine Person, die so einen Satz sagt, lebt in einem ganz anderen Alltag als ich. Wir leben in total verschiedenen Bubbles. Diese sind von Sprache, aber auch Menschen, Orten, Themen, Insidern und Einflüssen geformt. Unsere Jugend ist ein Überschneidungsort unserer jeweiligen Bubbles. Überleg mal, welche Bubbles und Welten in deinem Alltag präsent und relevant sind?
Antworten reinrufen lassen. Auf einer Flipchart oder auf einer Beamer-Folie sammeln (z.B: Schule, Familie, Sportverein, Musikschule, Freunde, Jugend, …).
Kennst du das, dass du in den verschiedenen Bubbles manchmal verschiedene Rollen einnimmst? Dich bei deinen Eltern z.B. ganz anders verhältst als du in der Schule bist. Ich merke bei mir selbst z.B. … (Erzähle von zwei unterschiedlichen Bubbles, in denen du lebst.) Über unsere Rollen in den Bubbles und wie wir innerhalb dieser Bubbles reagieren und interagieren, wollen wir uns heute Abend Gedanken machen.
Interaktion & Erleben
In jeder Ecke in diesem Raum ist eine Bubble oder ein Lebensraum aufgebaut. Heute schauen wir uns folgende drei an: Schule, Gemeinde und Familie. Ihr habt jetzt 15 Minuten Zeit (etwa fünf Minuten pro Kreis), alle drei Welten zu begehen und folgende Fragen, die auf dem Handout stehen, persönlich zu beantworten. Ihr dürft hier alles aufschreiben, was euch in den Sinn kommt. Ihr müsst das später niemandem vorstellen oder zeigen.
- Welche Rollen habe ich in dieser Bubble?
- Welche Werte gelten hier?
- Gibt es Situationen, in denen ich mich verstellen muss?
- Wie kommt hier mein Glaube an Jesus vor?
Die Jugendlichen durchlaufen und durchleben in Stille die Orte und schreiben ihre Gedanken auf. Wenn es deiner Jugendgruppe leichter fällt, wenn Musik läuft, dann spiele gerne Musik ab.
Frage im Plenum
Wie ging es euch dabei? Sind euch neue Erkenntnisse gekommen?
Je nachdem wie offen eure Jugendlichen sind, reicht hier auch ein Ja oder Nein bzw. ein Votum der Jugendlichen. Das Teilen der direkten Erkenntnisse wäre sehr privat und nur mit Zeit und in einer vertrauten Runde zu empfehlen.
Die letzte Frage, die ihr beantworten konntet, lautet: »Wie kommt hier mein Glaube an Jesus vor?«. Das Thema dieses Abends nennt sich »Brücken bauen«. Entdecke mit Jesus, wie seine und deine Welt zusammengehören.
Hauptteil
Manchmal kommt es mir so vor, als würde mein Leben mit Jesus vor allem in der Gemeinde stattfinden. Als würde ich Jesus nur in der Gemeinde, auf Freizeiten oder Events begegnen und kennenlernen. Danach geht es wieder raus in die Welt, wo andere Dinge wichtig sind, anders gesehen und gewertet werden.
Jesus war, wie vielleicht einige von euch auch, viel unterwegs. In unterschiedlichen Kreisen und Kontexten. Mal mit den Juden, den Samaritanern, mit Kindern, Frauen, Männern, Insidern und Outsidern der Gesellschaft. Krass wie viele Bubbles er sich angeguckt hat und mit wie viel unterschiedlichsten Menschen er Leben geteilt hat. Eine sehr ermutigende, aber auch herausfordernde Seite von Jesus ist, dass er nie gesagt hat, dass er nur in der Gemeinde, nur an einem Ort zu finden ist. Ganz im Gegenteil, er selbst ist in die Welt hinausgegangen und ist vielen Menschen außerhalb des Tempels begegnet. Jesus ist nämlich nicht nur in der Gemeinde zu Hause. Die Welt ist sein Zuhause. Er war Wanderprediger von Beruf und hat sich immer wieder neu getraut, sich in die Welt der anderen zu bringen und da zu sein. Er hat die Bubbles platzen lassen und war mit Menschen unterwegs. Jesus fordert uns mit seinem Leben heraus, einen Blickwechsel vorzunehmen. Wir erfahren durch die Geschichten und die Art, wie Jesus gelebt hat, dass sein Blick auf die Welt immer die ganze Welt mit all ihren Bubbles umfasst. Wir denken diese Welt oft in verschiedenen Bubbles, die wir voneinander fernhalten. Jesus ist aber nicht auf die Welt gekommen, um in seiner Komfortzone zu sein und sich ein entspanntes Leben zu machen. Er hat bewusst auch andere Lebensräume betreten, um möglichst vielen Menschen mit diversen Hintergründen mit der Liebe und Großzügigkeit Gottes zu begegnen. Für mich ist Jesus in seinem Handeln authentisch. Authentisch ist ein sperriges Wort. Deshalb die Frage: Was heißt authentisch eigentlich?
- Was verbindest du mit dem Wort authentisch?
- Was macht einen Menschen für dich authentisch?
Kurzes Plenumsgespräch dazu, wenn ihr mögt, sammelt die Aussagen der Jugendlichen auf einer Flipchart.
Definition laut Duden: au|then|tisch = echt; den Tatsachen entsprechend, daher glaubwürdig.
Bibelgeschichte und Impuls
Was heißt das: authentisch Christ sein? Stell dir vor, ein Mitschüler von dir wird in der Klasse wegen eines Gerüchts bloßgestellt. Alle reden über ihn, lachen ihn aus. Deine Freunde fordern: »Du stehst doch hinter uns! Sag ihm auch deine Meinung und zeig, dass du auf unserer Seite bist!« Deine Freunde erwarten, dass du mitlästerst, dich mit lustig machst und dich dem Gruppendruck anpasst. Du findest das aber eigentlich echt unfair und falsch. Jetzt ist die Frage: Entscheidest du dich fürs Mitlästern oder stellst du dich dagegen, weil das deinen eigenen Werten entspricht. Bleibst du authentisch? (Tausch dieses Beispiel gerne aus, wenn du ein anderes aus der Lebenswelt deiner Gruppe kennst).
Jesus kennt solche Situationen auch. Denkt an die Geschichte von der Ehebrecherin, die gesteinigt werden soll. (Geschichte aus Johannes 8,1-11 gemeinsam lesen).
Frage an die Jugendlichen (entweder in der großen Gruppe oder kurz jeweils zu zweit besprechen lassen):
- Wie reagiert Jesus hier?
- Welche Bubbles gibt es?
- Was macht ihn authentisch?
Die Menschen um Jesus herum hatten eine klare Erwartung, wie Jesus reagieren würde. Jesus aber, reagiert ganz anders. Er stellt sich gegen die Meinung der Gruppe, passt sich nicht der Gruppendynamik an und bleibt seinen eigenen Werten und Überzeugungen treu. Er bleibt authentisch.
Jesus schafft eine Verbindung zwischen den »Welten«. Er schämt sich weder vor den Jüngern noch vor den Pharisäern oder den Menschen, die drum herumstehen. Er ist das verbindende Element, weil er sich und seiner Botschaft treu bleibt, obwohl er anders spricht und unterschiedlich auf unterschiedliche Menschen reagiert. Ich glaube, dass das daran liegt, dass er sich selbst nicht nur zu einer Gruppe zuordnet, sondern zu Gott. Das macht ihn frei, zu verbinden und nicht nur in einzelnen Gruppen oder Bubbles zu wirken und dadurch wird er zum Brückenbauer. Er schafft eine Verbindung zwischen Gott und den verschiedenen Menschen. Er hat sich nicht geschämt, er selbst zu sein und mit dem, was ihn bewegt, offen umzugehen. Er hat sich getraut, sich auch an fremden Orten und in unangenehmen Situationen so zu zeigen, wie er ist. Er kann uns ein gutes Vorbild sein, was »authentisch sein« als Christ bedeutet.
Was hat das mit uns zu tun?
Wie wir vorhin festgestellt haben, hast du an den verschiedenen Orten verschiedene Rollen. Das ist klar und auch gut so. Mit deinen Freundinnen und Freunden redest du anders als mit deinen Eltern, mit Lehrerinnen und Lehrern gehst du anders um als mit Teammitgliederin im Sportverein, ... Wie kannst du in all diesen Rollen als Christ authentisch sein? Das ist eine super spannende Frage, weil es keine allgemeine Musterlösung dafür gibt. Jesus gibt Beispiele, wie das aussehen kann, aber er gibt keinen Stufenplan mit, wie das jetzt genau aussehen muss, sondern lässt uns und unseren Unterschiedlichkeiten Raum.
Durch den Glauben lädt Gott uns ein, sein Kind zu sein. Und wenn du diese Einladung annimmst, liegt dieses Kind-Gottes-Sein allem zugrunde (Galater 3, 25-29). Diese Identität nimmst du in alle Bereiche mit rein, egal welche Rolle du dort hast. So ist es nicht nur Jesus, der Begleiter und Erlöser dieser Welt, der die unterschiedlichen Bubbles dieser Welt verbindet und durchdringt. Auch du wirst so zu einem Brückenbauer. Weil Jesus und du verbunden seid, verbindet ihr unterschiedliche Welten (Hinweis auf die Kreise vom Anfang). Das ist nichts, wofür du dich in irgendeiner Bubble schämen musst oder etwas, das eine Last sein soll, sondern eine krasse Wertschätzung von Jesus uns gegenüber. Denn er traut es dir zu und befähigt dich dazu, dass du in allen Bubbles und in allen Rollen Sprachrohr für seine Liebe zu den Menschen bist. Wie genial ist das denn, wenn Menschen durch dich eine Idee haben können, wie ein Leben mit Jesus aussehen kann? (Link zum ersten Abend)
Raum für ein persönliches Beispiel, bei dem du dich eventuell für den Glauben geschämt hast oder/und wo du authentisch geglaubt hast.
Wie du siehst, gibt es viele unterschiedliche Arten, wie man authentisch Christsein leben kann. Wie ist deine Strategie, authentisch zu sein?
Persönliche Reflexionszeit der Jugendlichen: Diese Zeit kann entweder in Einzelarbeit oder Kleingruppen verbracht werden. Schau dir nochmal deine Bubbles an.
- Wie könnte in deinen Bubbles für dich authentisches Christsein aussehen?
- Was würde sich verändern?
- Was kann dir helfen in den verschiedenen Bubbles als Christ unterwegs zu sein?
- Vor wem schämst du dich?
- Wann hast du dich für deinen Glauben geschämt?
Abschluss
Jetzt haben wir uns viele Gedanken gemacht, wo und wie wir unseren Glauben authentisch leben können. Und so gut und wertvoll das auch ist, die Umsetzung kann echt schwierig sein und braucht viel Mut. Wir sind da in guter Gesellschaft: Die Jünger damals mussten nämlich auch immer wieder neu ermutigt werden. Dabei ist es wichtig, sich immer wieder bewusst zu machen: Die Grundlage unseres Glaubens ist unsere Identität als Kinder Gottes. Beim authentisch leben geht es nämlich in erster Linie nicht darum etwas zu tun, sondern jemand zu sein. Und das Beste: wir haben Jesus als Vorbild und Begleiter, der uns auch heute helfen will.
Damit wir nicht von der Aufgabe, alles und jeden zu verbinden, erschlagen werden, fangen wir diese Woche jeden Tag mit einer konkreten Challenge an. Es geht nicht darum, sofort alles perfekt zu machen, sondern gemeinsam mit Jesus Schritt für Schritt auf dem Weg zu sein.
Gebet: Beendet den Abend mit Lobpreis und/oder Gebet.
3b | Under Construction – Können wir das schaffen?
Hinweis: Für diesen Abend könnt ihr euch zwischen den Themen »3a | Brücken bauen« oder »3b | Können wir das schaffen?« entscheiden.
Minutenplan
| Zeit | Phase | Inhalt | Material | Methode | Wer? |
|---|---|---|---|---|---|
| 15 | Einstieg | Begrüßung, Rückblick, Tageschallenge, Lobpreis | Plenum | Leitung | |
| 5 | Spiel zum Thema Mut | Spiel | Jugendliche | ||
| 10 | Hinführung zum Thema Mut | Menti-Umfrage, Beamer | Plenum, Austausch | Leitung | |
| 10 | Hauptteil | Bibeltext lesen | Gruppen | Jugendliche | |
| 10 | Impuls zum Text | Plenum | Leitung | ||
| Abschluss | Challenge, Gebet, offenes Ende | Karten | Plenum | Leitung |
Zielgedanke
An diesem Abend sollen die Jugendlichen entdecken, dass sie Teil von Gottes Baustelle sind. Gott arbeitet an ihrem Leben (siehe Thema 2) und gleichzeitig lädt er sie ein, an seinem Reich mitzubauen. Mission ist dabei kein Spezialauftrag für besonders Begabte oder besonders Mutige, sondern gehört ganz selbstverständlich zum Leben mit Jesus dazu. Durch den Heiligen Geist bekommen wir Kraft und Mut, anderen von Jesus zu erzählen. Den Glauben an der Schule zu leben ist daher eigentlich keine Option, sondern eine Notwendigkeit.
Hörerperspektive
Viele Jugendliche wissen nicht genau, wie sie mit ihrem Glauben umgehen sollen, wenn keiner in ihrer Klasse oder im Verein darüber spricht. Andere zweifeln, ob das Thema »Mission« nicht irgendwie veraltet ist oder für Leute gedacht, die besonders mutig, besonders begabt oder besonders extrovertiert sind.
Gleichzeitig kennen viele Jugendliche das Gefühl, im Alltag irgendwie »zu klein« zu sein:
- »Ich weiß doch selbst nicht alles, wie soll ich da von Jesus erzählen?«
- »Was, wenn ich ausgelacht werde?«
- »Ich will niemanden nerven.«
- »Ich hab' zwar etwas mit Gott erlebt, … aber das klingt doch zu unspektakulär.«
Und dann ist da noch ein Spannungsfeld: Auf der einen Seite spüren Jugendliche eine Sehnsucht nach Sinn, Wahrheit, Echtheit und merken aber gleichzeitig: Der Glaube ist für sie persönlich relevant. Auf der anderen Seite fragen sie sich, ob es überhaupt okay oder angebracht ist, darüber mitten im Alltag zu reden.
Genau hier setzt dieser Abend an: Unsicherheit wird ernst genommen. Niemand muss von sich aus mutig sein. Mut wird realistisch entfaltet. Mut heißt nicht, keine Angst zu haben, sondern mit Gottes Kraft Schritte zu gehen. Mission wird neu verstanden. Nicht als »Leuten etwas aufdrängen«, sondern als ein begeistertes Weitergeben und anderen die Perspektive auf Gott anbieten. Die Jugendlichen sollen sich abgeholt fühlen in ihren Fragen, Ängsten und Zweifeln und zugleich entdecken: Gott rechnet mit mir, so wie ich bin und lädt mich ein, mitzubauen.
Biblischer Hintergrund
Die Bibelstelle für diesen Abend ist Apg. 1,8: »Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.«
Der Text ist eingebettet in Apostelgeschichte 1,6-11 und ein Schlüsselmoment in der Geschichte Gottes mit den Menschen. Jesus ist vor wenigen Tagen gestorben und wieder auferstanden. Die Jünger sind emotional durchgeschüttelt, unsicher, verwirrt und voller Fragen. Sie ahnen zwar, dass etwas Großes passiert ist, aber sie wissen nicht, wie es jetzt weitergeht.
Die Jünger fragen Jesus in Vers 6: »Stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder her?« Ihre Frage zeigt, dass sie noch in alten Kategorien denken: Sie erwarten eine sichtbare, politische Veränderung. Doch Jesus lenkt ihren Blick auf ein viel größeres Bauprojekt: Gottes Reich wächst Schritt für Schritt, von Jerusalem aus bis an die Enden der Erde. Statt Zukunftsdetails zu kommunizieren, spricht er in Vers 7-8 von einer Verheißung und einem Auftrag: Sie werden »Kraft empfangen durch den Heiligen Geist«, und sie werden »seine Zeugen sein… bis an das Ende der Erde«. Auffällig ist die Reihenfolge, die Jesus setzt: Erst kommt der Heilige Geist, daraus erwächst die Kraft, daraus wiederum der Mut, und schließlich das Zeugnis. Nicht umgekehrt. Dieses Zeugnis soll in konzentrischen Kreisen wachsen: zuerst in Jerusalem, dann in Judäa und Samaria und schließlich bis an die Enden der Erde. Abschließend berichtet der Text von der Himmelfahrt Jesu. Er geht nicht, um die Jünger sich selbst zu überlassen, sondern um ihnen durch den Geist nahe zu sein. Gott selbst ist der Bauleiter und die Kraftquelle. Sie sind nicht die Architekten, aber sie sind echte Mitarbeitende auf seiner Baustelle.
Material
- Menti-Umfrage
- Karten mit Challenges für den Abend
Einstieg ins Thema »Ich habe noch nie«
Ein Spiel, in dem immer eine Aussage vorgelesen wird und alle, auf die die Aussage nicht zutrifft, aufstehen müssen. Es geht darum, spielerisch verschiedene Dinge abzufragen, für die Mut gebraucht wird.
- Ich habe noch nie eine fremde Person nach dem Weg gefragt. (Erklärung: Alle, die schon mal eine fremde Person nach dem Weg gefragt haben, stehen jetzt auf.)
- Ich habe noch nie jemandem ein Kompliment gemacht, obwohl ich mich nicht getraut habe.
- Ich habe noch nie in einer Gruppe gesagt, dass ich etwas nicht verstanden habe.
- Ich habe noch nie nein gesagt, obwohl ich Angst hatte, jemanden zu enttäuschen.
- Ich habe noch nie eine peinliche Situation offen angesprochen, statt so zu tun, als wäre nichts passiert.
- Ich habe noch nie jemandem ehrlich gesagt, wie's mir wirklich geht.
- Ich habe noch nie jemandem vergeben, der mich verletzt hat – obwohl ich's eigentlich nicht wollte.
- Ich habe noch nie jemandem erzählt, dass mir Glaube wichtig ist.
- Ich habe noch nie erzählt, was ich mit Gott erlebt habe – weil's sich irgendwie komisch anfühlte.
- Ich habe noch nie jemanden eingeladen, mal mit zum Jugendkreis zu kommen.
Was ist eigentlich Mut?
All diese Erlebnisse haben eine Sache gemeinsam: Sie erfordern Mut. Unterschiedlich viel. Und wir schätzen wahrscheinlich nicht alles gleich herausfordernd ein. Aber es gibt immer wieder Situationen, in denen wir mutig sein müssen. Ich habe mich gefragt: Was ist Mut eigentlich? Und da interessieren mich eure Antworten.
Über menti.com kann man eine »Umfrage« erstellen, in der alle über einen QR-Code ihre Antwortsätze und Definitionen anonym schreiben können. Die Antworten könnt ihr dann gesammelt über Beamer für alle zeigen.
Evtl. Bezug nehmen auf die Antworten.
Danke fürs Teilen. Ich habe mal im Duden geschaut und die folgende Definition für Mut gefunden:
»Fähigkeit, in einer gefährlichen, riskanten Situation seine Angst zu überwinden; Furchtlosigkeit angesichts einer Situation, in der man Angst haben könnte. [grundsätzliche] Bereitschaft, angesichts zu erwartender Nachteile etwas zu tun, was man für richtig hält.«
Man könnte also sagen, mutig sein heißt nicht, keine Angst zu haben, sondern trotz der Angst zu handeln.
Hauptteil
Wir wollen uns heute eine Bibelstelle anschauen, die sich mit Mut befasst, beziehungsweise damit, wie man überhaupt mutig werden kann.
Lest in kleinen Gruppen Apg. 1,6-11. Tauscht euch über die folgenden Fragen aus:
- Welche Gefühle und Gedanken könnten die Jünger in diesem Moment haben?
- Was fällt euch beim Verhalten der Jünger und beim Verhalten von Jesus auf?
- Kennst du Situationen, in denen du dich ähnlich fühlst wie die Jünger (»Und was jetzt?«)?
- Was bedeutet für dich persönlich mutig sein?
Stell dir die Jünger mal realistisch vor: Eine kleine Gruppe verunsicherter Leute, die gerade erlebt hat, wie ihr Lehrer und Freund erst getötet und dann wieder lebendig wurde. Und jetzt stehen sie da und sind kurz davor, Jesus wieder zu verlieren – und zwar diesmal endgültig. Das ist kein Moment, in dem man automatisch mutig ist. Das ist eher der Moment, in dem man sagt: »Äh … und was jetzt?« Vielleicht kennst du dieses Gefühl. Dieses »Ich weiß gerade nicht, wie es weitergeht«. So ein bisschen wie auf einer Baustelle, auf der alles offen ist: Es ist laut, unübersichtlich, noch lange nicht fertig und man selbst hat nicht wirklich den Überblick. Genau da stehen die Jünger in diesem Moment. Und vielleicht fühlt sich dein Leben an manchen Stellen auch so an. Jesus sieht genau das. Er merkt die Angst, die Fragen, die Überforderung. Und was sagt er? Nicht: »Strengt euch an, jetzt liegt's an euch.« Sondern: »Ihr werdet Kraft empfangen.« Jesus spricht mitten in ihre Unsicherheit hinein eine Zusage. Eine Entlastung. Eine Erinnerung daran, dass Mut nicht von ihnen produziert werden muss. Gott selbst gibt diese Kraft. Und direkt danach sagt er: »Ihr werdet meine Zeugen sein.« Das ist nicht eine Extra-Aufgabe für die besonders Mutigen. Das ist die natürliche Folge dieser göttlichen Kraft. Wenn Gott uns füllt, müssen wir nicht warten, bis wir »gut genug« sind, bis wir den Überblick haben. Wir werden Zeugen sein, weil Gott uns ausrüstet.
Warum ist das so wichtig? Weil die Botschaft von Jesus keine nette Zusatzinfo ist. Keine Option im Supermarkt der Lebensentwürfe. Sondern eine Nachricht, die alle Menschen brauchen. Die gute Nachricht, dass Gott jeden Menschen retten will, dass er jeden mit seiner Liebe, Hoffnung und einer neuen Perspektive erreichen möchte. Jesus ist zu allen gegangen: Kranken, Ausgestoßenen, Religiösen, Skeptikern, Reichen, Armen. Wenn Gottes Liebe wirklich für jeden gilt – und das tut sie – dann muss sie auch jeden erreichen. Auch deine Mitschülerinnen und Mitschüler. Auch die Menschen in deiner Familie, deinem Umfeld, deiner Generation.
Und das Überraschende? Jesus schickt für diese Aufgabe keine Superhelden los. Keine perfekten Profis, studierte Theologinnen. Er schickt einen Haufen ganz unterschiedlicher Jünger los – Leute mit Wutproblemen, Zweifeln, Versagensmomenten, gebrochenem Mut. Und zu genau diesem chaotischen Haufen sagt er: »Ihr seid meine Zeugen.« Jesus rechnet mit Menschen wie dir und mir: mit Unsicherheiten, Fragen, Zweifeln, unperfekten Geschichten. Mit Menschen, die sagen: »Ich hab nicht alles verstanden, aber ich hab etwas erlebt und das will ich teilen.« Und genau das ist Zeuge sein: Nicht Experte, sondern Erlebender. Vielleicht ist deine Geschichte klein oder unspektakulär. Vielleicht hast du das Gefühl, dass du nicht genug weißt oder genug kannst, um an seinem Reich mitzubauen. Aber die Apostelgeschichte zeigt: Die weltweite Jesusbewegung startet genau so. Durch viele kleine, echte Zeugnisse ganz normaler Menschen. Jesus sagt im Grunde: »Deine Geschichte ist ein Werkzeug in meiner Hand.«
Der Heilige Geist macht uns nicht zu Menschen ohne Angst. Er macht uns zu Menschen, die trotz Angst gehen können, weil Gottes Kraft in uns ist. Mission ist keine Pflicht, die man widerwillig erledigt. Mission ist die Antwort auf Gottes Herzschlag: Er will Menschen retten. Er will ihnen begegnen. Er will ihnen Liebe geben, Hoffnung schenken, Wunden heilen, Leben neu machen. Und du bist Teil davon. Gott lebt in dir und will durch dich Menschen begegnen. Du darfst »WerkZeuge« sein, ein Zeuge von dem Werk, das er in dir tut. Der Heilige Geist rüstet uns genau dafür aus: mit Mut, mit Worten, mit Liebe, mit Weisheit. Die entscheidende Frage ist nicht: »Bin ich mutig genug?« Sondern: »Bin ich bereit, mich von Gottes Kraft füllen zu lassen?« Denn wo Gottes Kraft kommt, passiert etwas in dir: Mut wächst. Und du wirst Schritt für Schritt zum Zeugen. Nicht, weil du so mutig bist, sondern weil Gottes Kraft in dir wirkt.
Abschluss: Mini-Challenges für den Abend
Wo können wir das besser ausprobieren als hier in dieser Runde in unserer Wohnwoche. Da kostet es vielleicht ein bisschen weniger Überwindung. Ihr dürft alle eine kleine Challenge ziehen, die ihr heute Abend in den Gesprächen und Begegnungen erfüllen könnt. Probiert euch mal aus im mutig »WerkZeuge« sein.
Schreibe auf Zettel oder Karten jeweils eine Mini-Challenge, die hier und jetzt in der Jugendgruppe machbar ist. Beispiele:
- Erzähle einer Person in der Gruppe, wie Gott dir in letzter Zeit geholfen hat.
- Sag einer Person in der Gruppe ein ehrliches Kompliment.
- Bete für jemanden in der Gruppe laut oder leise.
- Teile deine Lieblingsgeschichte aus der Bibel mit jemandem in der Gruppe.
- Erzähle jemandem, warum dir Jesus wichtig ist – auch nur ein Satz reicht.
- Lade jemanden ein, beim nächsten Jugendkreis dabei zu sein.
- Schreibe auf einen Zettel, wofür du Gott heute danken möchtest und teile es kurz mit der Gruppe.
- Sag jemandem, dass er/sie für dich eine Inspiration ist.
- Teile einen persönlichen Glaubens-Moment, den du bisher noch niemandem erzählt hast.
- Schicke einer Person eine kurze Mutmach-Nachricht (kann auch anonym sein).
Gebet: Beendet den Abend mit Lobpreis, Gebet, so wie es für euch passend ist.
4 | Under Construction – Jo, wir schaffen das!
Minutenplan
| Zeit | Phase | Inhalt | Material | Methode | Wer? |
|---|---|---|---|---|---|
| 15 | Einstieg | Begrüßung, Rückblick, Tageschallenge, Lobpreis | Plenum | Leitung | |
| 2 | Einleitung in das Thema | Plenum | Leitung | ||
| 5 | Spiel »Turmbau« | Zollstock | Spiel in Gruppen | Jugendliche | |
| 10 | Hauptteil | Impuls zu Nehemia | Plenum | Leitung | |
| 15 | Stationen »Sehen. Beten. Konkret handeln.« | Poster mit Schulen, Gebetswand, Post-its, Stifte | Eigenarbeit | Jugendliche | |
| 5 | Abschluss | Zusammenfassung | Plenum | Leitung | |
| Segen, Gebet, offenes Ende | Plenum | Jugendliche |
Zielgedanke
Dieser Abend knüpft an die Themen der Abende 2 und 3 an: Es ging darum zu sehen, dass wir alle eine Geschichte mit Jesus haben und diese weitergeben dürfen und sollen. Heute führen wir diesen Gedanken weiter. Die Jugendlichen sollen spüren, dass ihr Glaube mitten im Alltag, besonders in der Schule, lebendig werden kann. Sie entdecken, dass sie dort, wo sie sind, Gottes Liebe sichtbar und erfahrbar machen können. Dabei können sie selbst entscheiden, in welcher Form sie das tun. Und verstehen, dass sie dabei nicht auf sich gestellt sind: ihre Gemeinde, ihre Jugendgruppe und die Schüler-SMD stehen hinter ihnen und unterstützen sie.
Material
- Gebetskarten »Sehen. Beten. Konkret handeln.«
- Zollstock zum Turmbauen
- Poster mit Namen der Schulen vor Ort
- Gebetswand
- Post-its
- Stifte
Hörerperspektive
Aus der Hörerperspektive heraus ist dieser Abend bewusst niedrigschwellig gestaltet. Viele Jugendliche erleben Glauben im Alltag als Herausforderung: Schule ist oft geprägt von Leistungsdruck, Konflikten, Unsicherheit und dem Wunsch dazuzugehören. Aussagen wie »Lebe deinen Glauben im Alltag« können schnell überfordernd wirken. Deshalb nimmt der Abend diese Spannung ernst. Die Jugendlichen dürfen sich als Lernende verstehen, die keinen fertigen Masterplan brauchen. Der Abend vermittelt: Es ist normal, unsicher zu sein, Fragen zu haben und Schritte erst einzuüben. Gott erwartet keine Perfektion, sondern Offenheit und Bereitschaft.
Biblischer Hintergrund
Der biblische Hintergrund des Abends ist das Buch Nehemia im Alten Testament. Nehemia lebt im Exil und arbeitet als Mundschenk beim persischen König Artaxerxes, eine verantwortungsvolle Position mit Nähe zur Macht. Obwohl er ein scheinbar geregeltes und sicheres Leben führt, erreicht ihn die Nachricht von der zerstörten Mauer Jerusalems und der Not seines Volkes. Diese Geschichte zeigt eindrücklich, wie Gott Menschen mitten in ihrem Alltag anspricht und gebraucht. Nehemia handelt nicht impulsiv oder überfordert, sondern geht einen klaren geistlichen Weg, der sich auch heute noch übertragen lässt.
Einstieg
Schön, dass ihr heute Abend hier seid. Wir sind jetzt schon ein paar Tage gemeinsam unterwegs, und diese Woche hatte ein klares Thema: Under Construction. Und wir haben gemerkt: Gott schreibt seine Geschichte mit uns, er baut an uns und hat den Plan. Und wir haben gesehen, dass wir mit dieser Geschichte Werkzeug Gottes sein können, damit andere seine Liebe und seine Perspektive erkennen können. Dafür stattet er uns aus und gibt uns Mut. Wir haben also den Plan, das Werkzeug und jetzt wollen wir einen Schritt weitergehen und ehrlich fragen: Wie sieht das eigentlich ganz konkret aus? Nicht im Gottesdienst, nicht hier in der Wohnwoche, sondern morgen früh in deiner Schule. Und zu Beginn wollen wir mal ganz praktisch was bauen.
Aktion: Turmbau
Teilt die Gruppe in mehrere Kleingruppen mit jeweils etwa vier Personen auf. Jede Gruppe erhält die Aufgabe, einen Turm zu bauen, der genau einen Meter hoch ist. Der Turm muss selbstständig stehen können, und die Wahl der Materialien ist frei. Wichtig ist, dass während der gesamten Bauzeit nicht nachgemessen werden darf. Nach fünf Minuten wird ein Baustopp eingelegt. Gewonnen hat die Gruppe, deren Turm der Höhe von einem Meter am nächsten kommt.
Hauptteil
Wir schauen uns heute die Geschichte von einem Mann an, der Bauleiter war, so wie manche von euch in den Gruppen wahrscheinlich die Leitung übernommen haben. Im Alten Testament gibt es ein ganzes Buch, das auch nach diesem Bauleiter benannt ist: Nehemia. Die ganze Geschichte vorzulesen würde den Abend sprengen, deshalb werde ich sie euch erzählen. Aber ich lade euch ein, das Buch Nehemia in Ruhe zu lesen, da steckt richtig viel drin. Die Geschichte beginnt nicht mit einem klaren Auftrag wie bei eurem Turmbau vorhin. Nehemia lebt nicht dort, wo sein Herz eigentlich hingehört. Er lebt nicht in Jerusalem, der Stadt seiner Vorfahren, sondern weit weg im persischen Reich im Exil. Jerusalem liegt in Trümmern, der Tempel ist zwar wieder aufgebaut, aber die Stadt selbst ist ungeschützt. Die Mauern, die Sicherheit, Identität und Würde bedeuteten, sind zerstört.
Nehemia hat sich im Exil ein gutes Leben aufgebaut. Er arbeitet als Mundschenk am Hof des persischen Königs Artaxerxes. Das ist kein einfacher Dienerjob: Er steht dem König sehr nahe, prüft den Wein, trägt Verantwortung und genießt großes Vertrauen. Nehemia hat Sicherheit, Einfluss und eine Zukunftsperspektive.
Doch dann erreicht ihn eine Nachricht aus Jerusalem. Menschen aus seiner Heimat berichten ihm von der Not dort: Die Mauern sind immer noch zerstört, die Menschen leben schutzlos, werden verspottet und bedroht. Sie schämen sich für den Zustand ihrer Stadt. Jerusalem ist verwundbar äußerlich und innerlich. Eigentlich hätte er allen Grund gehabt zu sagen: Das ist nicht mehr mein Problem. Aber genau an diesem Punkt beginnt etwas Entscheidendes.
1. Sehen
Nehemia hört diese Nachricht und er lässt sie an sich heran. Er hört nicht nur mit den Ohren, sondern mit dem Herzen. Die Bibel beschreibt, dass er sich hinsetzt, weint, trauert und tagelang innerlich bewegt ist. Er verdrängt nichts, relativiert nichts und sucht keine Ausreden.
Sehen bedeutet hier mehr als bloß wahrnehmen. Es bedeutet, sich berühren zu lassen. Nehemia schaut nicht weg, obwohl Wegschauen für ihn einfacher gewesen wäre. Er hätte sagen können: »Das ist traurig, aber ich kann daran nichts ändern.« Doch er tut es nicht. Übertragen auf unseren Alltag heißt das: aufmerksam sein. Wie geht es den Menschen um mich herum wirklich? Wie ist die Stimmung in meiner Klasse? Wer lacht viel, ist aber innerlich vielleicht allein? Wer wird übergangen, über wen wird geredet, wer steht ständig unter Druck?
Sehen heißt nicht, sofort Lösungen parat zu haben. Sehen heißt auch nicht, alles selbst reparieren zu müssen. Sehen heißt zuerst einmal: nicht wegzuschauen. Hinzuschauen, wo etwas bröckelt, in Beziehungen, im Miteinander, im Herzen anderer.
2. Beten
Nehemia bleibt nicht allein mit dem, was er sieht. Er lässt sich von der Not nicht lähmen, sondern bringt sie vor Gott. Er betet, intensiv, ehrlich und über einen längeren Zeitraum. Sein Gebet ist kein schnelles Stoßgebet, sondern ein Ringen. Er klagt, er bekennt Schuld, er erinnert sich an Gottes Zusagen und bittet um Hilfe. Nehemia weiß: Diese Aufgabe ist größer als er selbst. Und genau deshalb geht er zuerst zu Gott. Beten ist für ihn kein Rückzug aus der Verantwortung, sondern Vorbereitung auf das, was kommt.
Für uns heißt das: Wir dürfen Gott ganz konkret in unseren Schulalltag einbeziehen. Mit dem, was uns bewegt, überfordert oder wütend macht. Wir dürfen für Menschen beten, für Situationen, für Mut, für offene Augen. Bevor wir handeln, dürfen wir Gott fragen: Was ist mein nächster Schritt? Was traust du mir zu? Beten heißt: Ich verlasse mich nicht nur auf meine eigene Stärke, meinen Mut oder meine Beliebtheit. Ich rechne mit Gottes Kraft und seiner Begleitung.
3. Konkret handeln
Und dann passiert das Entscheidende: Im Gebet erkennt Nehemia, dass es dran ist, selbst aktiv zu werden. Irgendwann ist der Moment da, an dem er handelt. Mutig spricht er den König an, und das ist riskant. Er bittet um Erlaubnis, nach Jerusalem zu gehen, um Unterstützung, Material und Schutz. Und tatsächlich: Der König lässt ihn ziehen. In Jerusalem angekommen, organisiert Nehemia den Wiederaufbau der Mauer. Aber nicht allein. Viele Menschen machen mit. Familien, Handwerker, Priester, jede und jeder übernimmt einen kleinen Abschnitt der Mauer. Niemand baut alles, aber alle bauen etwas. Und genau dadurch wird die Mauer wieder stark. So sieht gelebter Glaube aus. Nicht laut, nicht perfekt, sondern ganz konkret. Niemand kann am Ende sagen, welcher Teil der wichtigste war, weil jeder einzelne Teil unverzichtbar ist.
Übertragen auf die Schule kann das heißen: jemandem ein ehrliches Kompliment machen, jemanden bewusst dazuholen, nicht mitzulästern, fair bleiben, auch wenn es schwerfällt, jemanden ermutigen oder sich gemeinsam mit anderen engagieren.
Kleine Schritte, aber sie machen einen großen Unterschied. Sie machen Glauben sichtbar. Und sie sind wichtig, wenn wir gemeinsam daran mitbauen wollen, dass Gottes Reich hier und jetzt Gestalt annimmt.
Interaktiver Teil
Nehemia zeigt uns drei Schritte, die untrennbar zusammengehören: Sehen, Beten, konkret handeln. Erst hinschauen, dann Gott einbeziehen, dann mutig einen Schritt gehen. Und genau deshalb geht es jetzt für euch weiter: Ihr habt gleich die Möglichkeit, diese drei Schritte selbst zu vertiefen. Es gibt drei Stationen: Sehen, Beten, konkret handeln. Ihr entscheidet selbst, wie lange ihr bleibt und wie viel ihr teilt.
Sehen: Legt an einer Stelle Plakate aus, mit den Namen der Schulen, auf denen die Jugendlichen sind (falls Studis, Azubis etc. dabei sind, extra Plakate dafür). Beim Sehen geht es darum wahrzunehmen, was an deiner Schule, in deinem Umfeld passiert. Suche dir deine Schule raus und schreib einfach drauf los: Wo geht es Menschen um dich herum gerade nicht gut? Wer wirkt einsam, überfordert oder ausgeschlossen? Was läuft schief? Wo braucht es Gottes Wirken?
Beten: Hier braucht ihr eine »Gebetswand« an die die Jugendlichen ihre Gebete auf Post-its aufkleben können. Die Station »Beten« lädt dazu ein, das Gesehene vor Gott zu bringen. Schreib dein Gebet auf ein Post-it und klebe es zu den anderen Gebeten. Gerne könnt ihr auch in kleinen Gruppen die Anliegen teilen und gemeinsam beten. Diese Station macht deutlich: Wir müssen nicht aus eigener Kraft handeln. Gott hört zu, trägt mit und schenkt neue Perspektiven.
Konkret handeln: An der Station »Konkret handeln« richtet sich der Blick nach vorne. Hier geht es darum, einen nächsten, realistischen Schritt zu überlegen. Schreibe dir eine Sache auf, die du in der nächsten Woche umsetzen kannst. Nimm den Zettel mit, häng ihn dir irgendwo hin oder mach dir vielleicht eine Erinnerung in deinen Kalender. Was könnte dein kleiner Beitrag im Schulalltag sein? Vielleicht ein Gespräch, ein bewusstes Verhalten, ein Gebet, das du regelmäßig sprechen willst oder der Mut, jemanden einzubeziehen. Es geht nicht um große Aktionen, sondern um Schritte, die zu dir passen und die du wirklich gehen kannst.
Zusammenfassung
Nehemia zeigt uns drei Schritte, die zusammengehören: »Sehen. Beten. Konkret handeln.« Erst hinschauen, dann Gott einbeziehen, dann mutig einen Schritt gehen. Und das Wichtigste: Er tut das nicht allein. Wie ihr ganz am Anfang von diesem Abend auch nicht alleine wart. Ihr habt gemeinsam den Auftrag, diesen Turm zu bauen, gesehen. Habt vielleicht nicht gebetet, aber euch ausgetauscht und einen Plan gemacht. Und dann konkret gehandelt. Die Abkürzung SBK steht nicht nur für »Sehen. Beten. Konkret handeln.«, sondern auch für Schülerbibelkreis. Schülerbibelkreise sind Orte, an denen genau das passiert, was wir heute gehört haben – gemeinsam sehen, beten und handeln. Sie sind keine Gruppe für perfekte Christinnen und Christen, sondern eine Unterstützung für ganz normale Jugendliche, die ihren Glauben im Schulalltag leben wollen. Hier ist Platz für Fragen, Zweifel, Gebet und Gemeinschaft.
Falls es in eurer Gruppe jemanden gibt, der einen Schülerbibelkreis leitet, wäre hier eine gute Möglichkeit, die Person zu interviewen und das Zeugnis als Ermutigung einzubauen. Alternativ kann exemplarisch erzählt werden, wie ein SBK aussehen kann.
Falls du jetzt voller Tatendrang bist, sowas zu starten, sprecht mit uns, mit euren Eltern, Lehrern oder anderen Leuten in der Gemeinde – holt euch Unterstützung. Vernetzt euch mit anderen Jugendlichen in eurer Stadt, die ebenfalls etwas an ihrer Schule bewegen wollen. Egal, ob ihr gleich aktiv werdet oder noch vorsichtig abwartet, ihr seid nicht allein. Die Schüler-SMD, eure Gemeinde und Mitarbeitende unterstützen euch. Es gibt ganz viel Material, das euch hilft, ihr seid nicht alleine unterwegs.
Hier könnt ihr die Gebetskarten verteilen, auf denen die Punkte »Sehen. Beten. Konkret handeln.« nochmal aufgegriffen werden. Weiteres Material für Schülerbibelkreise und Kontaktmöglichkeiten zu Referenten und Referentinnen der Schüler-SMD in eurer Region bekommt ihr über hallo-sbk.smd.org.
Abschluss
In dieser Woche haben wir uns mit drei Schwerpunkten beschäftigt: Gott will dich und deine Geschichte gebrauchen, damit andere durch dich auf ihn aufmerksam werden. Er ist real und handelt in dieser Welt und in deinem Leben. Der Heilige Geist spielt dabei eine zentrale Rolle: Er gibt dir den Mut, gibt dir passende Worte und erfüllt dich mit Liebe und Weisheit. Deshalb geht es nicht in erster Linie darum, ob du dich selbst stark oder mutig genug fühlst. Viel entscheidender ist die Frage, ob du offen dafür bist, dich von Gottes Kraft erfüllen zu lassen. Denn wo er wirkt, bleibt nichts unverändert. Du wirst zu einem Zeugen, weil Gott in dir handelt. Heute haben wir uns angeschaut, wie das im Alltag konkret aussehen kann, wenn wir unseren Weg mit Jesus bewusst gestalten: indem wir sehen, beten und konkret handeln.
Wir möchten uns jetzt zum Ende des Abends gegenseitig segnen. Dafür stellen wir uns in einen Kreis und öffnen jeweils unsere rechte Hand und legen unsere linke Hand auf die Schulter der Person, die neben uns steht. Als Symbol, dass wir Segen empfangen und weitergeben.
Segen
Der Herr, der Baumeister deines Lebens, segne dich. Er liebt dich und schreibt seine Geschichte mit dir.
Der Herr schenke dir Mut, WerkZeuge zu sein und deine Geschichte mit anderen zu teilen.
Der Herr schenke dir immer wieder offene Augen für die Baustellen, an denen du mitbauen kannst.
Der Herr mache dir klar: du kannst das schaffen, nicht weil du alles allein kannst, sondern weil er dir Kraft und Mut schenkt durch seinen Geist, der in dir wohnt.
Der Herr begleite dich auf jedem Schritt und segne deine Hände, dein Herz und dein Tun.
Spielideen
Die folgenden Spiele können flexibel an den unterschiedlichsten Stellen im Wohnwochen-Konzept eingesetzt werden, sei es zum Kennenlernen, als Warm-up, für Teambuilding oder für lockere Gesprächsrunden. Sie fördern Austausch, Bewegung, Konzentration und Teamgeist.
Detaillierte Anleitungen und Spielregeln zu jedem Spiel sind im Downloadbereich verfügbar. Die Tabelle gibt einen schnellen Überblick über Ziel, Gruppengröße, Dauer und benötigtes Material, sodass die Planung leichter fällt.
| Kategorie | Spielname | Gruppengröße | Dauer | Material |
|---|---|---|---|---|
| Kennenlernen/Pausenspiel (klein) | Quiz | 3-8 | 10-20 min | Fragekarten |
| Black Stories | 3-8 | variabel | Spiel | |
| Zwei Wahrheiten, eine Lüge | 3-8 | 10-15 min | Keine | |
| Kennenlernen/Pausenspiel (groß) | Ich fahr Zug | 6+ | variabel | Stühle |
| Musterjäger | 6+ | 15-20 min | Keine | |
| Das Deckenspiel | 6+ | 10-15 min | Decke | |
| Werwölfe/Mafia | 8+ | 30-60 min | Karten | |
| Countdown | 6+ | 5-10 min | keine | |
| Wer bin ich? | 4+ | 20-30 min | Zettel, Stifte | |
| Positionswechsel | 6+ | variabel | Stühle | |
| Speedfriending | 6+ | 15 min | Fragekarten | |
| Neu ins Gespräch kommen | Talkbox | 4+ | 10-20 min | Talkbox |
| Bingo | 4+ | 15-20 min | Bingo-Karten | |
| Warm-up/Bewegung | Schere-Stein-Papier Fans | 6+ | 5-10 min | Keine |
| Evolution | 6+ | 5-10 min | Keine | |
| 1, 2 oder 3 | 6+ | 10-15 min | Fragen | |
| Gordischer Knoten | 6+ | 5-15 min | keine | |
| Bombe | 6+ | 5-10 min | Gegenstand | |
| Heiße Kartoffel | 6+ | variabel | Gegenstand, Musik | |
| Ha-He-Ho | 6+ | variabel | Keine | |
| Chaos-Karten | 6+ | 5 min | Karten |
Jetzt das ganze Konzept holen
52 Seiten Bauplan, Wochenplan, alle Themenabende plus alle Vorlagen zum Download – Elternbrief, Anmeldung, Dienstplan, Reflexionsbögen, Andachtskarten, Spielanleitungen. Kostenlos bei der Schüler-SMD.
Über die Schüler-SMD
Die Schüler-SMD, das sind Ehren- und Hauptamtliche aus verschiedenen christlichen Kirchen und Gemeinden, denen Schüler und Schule am Herzen liegen. Uns verbindet das Anliegen, von Jesus bewegt Schule zu bewegen. Wir möchten Jugendliche ermutigen, Jesus kennenzulernen, im Glauben an ihn zu wachsen und im Schulalltag als Christen zu leben. Dabei verstehen wir uns als Dienstleister für Schülerinnen und Schüler, Schulen und Gemeinden.
Wir sind Teil der SMD, einem Netzwerk von Christen in Schule, Hochschule und Beruf. Die SMD arbeitet auf der Basis der Evangelischen Allianz, ist Mitglied der Diakonie Deutschland und der weltweiten Studentenbewegung IFES. Mit weiteren christlichen Initiativen haben wir uns zum Netzwerk »Gemeinsam für Schulen« zusammengeschlossen.
Unsere Angebote
Schülergruppen: Deutschlandweit haben wir Kontakt zu hunderten christlichen Schülergruppen (SBKs). In SBKs geht es u.a. um Gemeinschaft, Ermutigung, Gebet und Aktionen im Schulalltag. Wir unterstützen sie durch Besuche, Beratung, Gebet, Schulung, Material und vernetzende Veranstaltungen in den Regionen.
Freizeiten: In den Ferien veranstalten wir Schülerfreizeiten im In- und Ausland, an denen jährlich mehrere hundert Jugendliche aus ganz Deutschland teilnehmen. Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 13 und 19 Jahren erwartet dort ein Programm mit Abenteuer und Tiefgang. schuelerfreizeiten.smd.org
Schulstartgottesdienst: Wir stellen kreative Entwürfe für Gottesdienste zur Einschulung und zum Schulstart für die ganze Gemeinde kostenlos zum Download zur Verfügung. schulstartgottesdienst.de (auch auf MrJugendarbeit verfügbar)
Jugendgruppen und Gottesdienste: Die Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden ist uns sehr wichtig. Gemeinsam mit Gemeinden wollen wir Jugendliche motivieren und ausrüsten für einen Alltag mit Jesus an ihrer Schule. Gerne gestalten wir einen Jugendgruppenabend oder wirken an einem Gottesdienst mit.
Kosten und Unterstützung
Wir stellen dir die Under-Construction-Materialien kostenfrei zur Verfügung. Über eine Spende zur Mitfinanzierung des Projektes würden wir uns freuen. Bei einem Besuch von uns kommen außer den Fahrtkosten (mehr dazu im Under-Construction-Magazin) keine weiteren Kosten auf euch zu.
Spendenkonto:
SMD e. V.
Evangelische Bank, Kassel
IBAN: DE75 5206 0410 0000 8004 57
BIC: GENODEF1EK1
Verwendungszweck: »Spende Proj. 50057 Wohnwoche«
oder: »Fahrtkosten + Name SMD-Gast + Proj. 50057 Wohnwoche«
Aktuelle Infos, Angebote, Materialdownloads und die Kontaktdaten der regionalen Ansprechpartner unter schueler.smd.org.
Wir empfehlen das Under Construction-Konzept aus zwei Gründen. Erstens: Die Schüler-SMD bringt jahrzehntelange Erfahrung in der Arbeit mit Jugendgruppen und Gemeinden mit – das merkt man jedem Abschnitt des Hefts an. Zweitens: Das Konzept ist fertig. Du musst nichts neu erfinden, kannst aber alles an deine Gruppe anpassen. Genau das richtige Format für Teams, die eine Wohnwoche anpacken wollen, aber nicht bei Null beginnen möchten.
Wenn ihr die Wohnwoche durchführt – schreibt uns danach, wie es lief. Wir geben das Feedback gerne an Daniel und sein Team weiter.
Dieses Konzept wurde von der Schüler-SMD in Zusammenarbeit mit Projekt Spurwechsel (Kontaktmission e.V.) entwickelt und im Mai 2026 in erster Auflage veröffentlicht. Das vollständige PDF inklusive aller Vorlagen ist kostenlos auf underconstruction.smd.org erhältlich.
