Was ich an der Arbeit mit Teenagern besonders liebe, ist die Chance, die wir als Jugendleiter haben: unsere Jugendlichen zu neuen Entdeckungen und einer tieferen Beziehung mit Christus hinzuführen. Eine der schönsten und wichtigsten Methoden, mit der ich das in den letzten Wochen versucht habe, ist eine Reihe über Geistliche Praktiken. Geistliche Praktiken und Teenager – das ist eine Kombination, über die kaum jemand spricht, wahrscheinlich weil sie nicht nur wie eine gewaltige Aufgabe klingt, sondern auch schnell schwer und trocken werden kann, wenn wir nicht aufpassen. Deshalb teile ich hier, wie ich dieses Thema mit meinen Teenagern ganz neu angegangen bin.

1. Hands-on statt Theorie

Niemand hat jemals gesagt, dass Langeweile eine geistliche Praktik ist. Ich liebe es, dass Gott uns als kreative, lebensfrohe Wesen geschaffen hat. Eine der Methoden, mit denen wir Geistliche Praktiken vermitteln, ist starke Interaktion. Ich würde sagen: Rund 50–60 % unserer Gruppenzeit von 25–30 Minuten ist aktiv und praxisorientiert. Wir setzen das, was wir lernen, direkt um.

Zum Beispiel haben wir über Genügsamkeit und Stille gesprochen. Ich weiß, was du jetzt denkst: Wie soll das mit Teenagern Spaß machen? Ja, ich hatte dasselbe gedacht. Aber sobald sie die Praktiken wirklich in die Tat umsetzen, erleben sie echte Begeisterung. Wir haben etwa 15 Minuten lang in kompletter Stille nur mit Jesus verbracht. Du hast richtig gelesen: 15 Minuten Teenager in kompletter Stille. Ich habe erklärt, warum wir das tun, und dann haben wir gemeinsam geübt, still zu sein und auf Christus zu hören. Danach sind wir aufgestanden und haben etwa 10–15 Minuten lang einen Gebetsspaziergang über unser gesamtes Gelände gemacht. Die Kreativität und Begeisterung, die diese Übungen freigesetzt haben, waren einfach großartig.

2. Offen und authentisch sein

Nichts wirkt so stark wie das Vorleben: Teenager machen mit, wenn sie sehen, dass wir selbst umsetzen, was wir lehren.

Zeig ihnen offen, wie du Geistliche Praktiken in deinem eigenen Alltag umsetzt. Wir haben das über eine Reihe von Instagram-Stories und kurzen Beiträgen gemacht. Ich habe gepostet, woran ich an dem jeweiligen Tag gearbeitet habe, und die Jugendlichen eingeladen, uns per DM zu zeigen, was sie tun – mit einer kurzen Bildunterschrift und einem Foto. Es hat Spaß gemacht, zu sehen, wie begeistert sie waren, ihren Weg mit anderen zu teilen.

3. Nicht verkomplizieren

Wir wollen nicht nur, dass Teenager Geistliche Praktiken verstehen. Wir wollen, dass sie diese täglich in die Praxis umsetzen. Also dürfen wir sie nicht zu komplex machen. Wir sollten nicht nur erklären, was Geistliche Praktiken sind, sondern auch eine echte Lust daran wecken, sie auszuprobieren. Deshalb machen wir sie so zugänglich wie möglich. Achte darauf, dass jede Praktik für deine Gruppe umsetzbar ist. Genau das ist der Grund, warum wir es bei unserem Treffen direkt ausprobieren, um zu zeigen:

Es muss nicht lange dauern, solange man jede Übung bewusst und mit Bedacht angeht.

Hier sind die Geistlichen Praktiken, die wir in unserer Jugendarbeit durchgearbeitet haben:

  • Genügsamkeit und Stille
  • Meditation und Bibelstudium
  • Freude und Führung
  • Unterordnung und Dienst
  • Beichte und Anbetung
  • Gebet und Fasten
Dieser Artikel wurde von Ronald Long verfasst und zuerst von Download Youth Ministry veröffentlicht. Deutsche Version von Esther Penner.