Eine Sache, die uns aus den letzten Wochen hängen geblieben ist: Gott ist der Missionar – und er geht Jugendlichen nach. Wir dürfen Teil seiner Geschichte sein.

💬 In dieser E-Mail:

  • Viele deutsche Männer schlagen Frauen und finden es gut
  • Vater baut Influencerkarriere für Viertklässler
  • Meerjungfrauen- und Barbielooks im Trend

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— Esther, Priscilla und Andy vom MRJ Team

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Drei Dinge diese Woche

»Daher ist es mein Ziel, ihm eine Plattform und eine Fangemeinde aufzubauen, mit der er jetzt Geld verdient und es auf ein Sparkonto legt.« – Vater von Baby Gronk. Foto Justine Good

1. Kontroverse: Wenn Eltern die »Influencerkarriere« von Kindern managen

Worum es geht: Der Viertklässler »Baby Gronk« wird in den USA als angehender Football-Star gefeiert. Gleichzeitig hagelt es Kritik.

Warum es Reaktionen hervorruft: Jake San Miguel, der Vater des zehnjährigen Jungen, unterstützt seinen Sohn beim Aufbau einer Fangemeinde in den sozialen Medien, die mittlerweile über 300,000 Follower umfasst. Ein intensiver Trainings- und Ernährungsplan bereitet den Jungen auf eine mögliche Profikarriere im Sport vor. Während San Miguel diesen Ansatz als zukunftssichernde Strategie für seinen Sohn betrachtet, gibt es auch Stimmen, die seine Methode kritisieren. Warum? Ein Clip, der Baby Gronks neuesten Auftritt mit seinem Vater im »Bring The Juice« Podcast zeigt, ging diese Woche auf Twitter viral

Im Podcast-Interview gibt San Miguel Anweisungen, wie Baby Gronk auf die Fragen der Moderatoren reagieren soll. Als Baby Gronk auf die Frage, wie er fit bleibt und sich weiter verbessert, mit »einfach trainieren« antwortet, korrigiert ihn sein Vater: »Sag, dass du eine Ganzkörpermassage von ein paar 'Baddies' bekommst.« Ein Ausdruck, der für »schlechte Mädchen« steht. San Miguel ist sich bewusst, dass das Erreichen der NFL eine schwierige Aufgabe ist: »Daher ist es mein Ziel, ihm eine Plattform und eine Fangemeinde aufzubauen, mit der er jetzt Geld verdient und es auf ein Sparkonto legt.«

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Gesprächseinstieg: Was hältst du davon, wenn Eltern ihren Kids eine Influencer-Karriere aufbauen, um sie finanziell abzusichern?

2. Modisch auf Tauchgang: Meerjungfrauen- und Barbie-Trends

Worum es geht: Die Hashtags #mermaidcore und #barbiecore sind zwei angesagte Ästhetiken, die von den Kinofilmen dieses Sommers inspiriert sind.

Wie es aussieht: Der Barbie-inspirierte Trend, bekannt als #barbiecore kam letzten Sommer auf und beinhaltet Modeelemente wie Biker-Shorts, bauchfreie Tanktops, Plateauschuhe, auffälliges Make-up und natürlich eine Überdosis Pink. Der Höhepunkt dieser Ästhetik wird vermutlich im Juli erreicht, pünktlich zur Premiere des von Greta Gerwig inszenierten »Barbie«-Films mit Margot Robbie in der Titelrolle. Im Juni dominiert jedoch die #mermaidcore Ästhetik, teils beflügelt durch Disneys Live-Action-Film »Arielle: Die Meerjungfrau«. Der Meerjungfrauen-Look umfasst Muschel- und Perlenschmuck, mehrlagige Ketten, bodenlange Röcke, transparente Stoffe, Bikinioberteile und perlmuttfarbene Fingernägel. Für alle, die in den 80er Jahren aufgewachsen sind, können beide Trends nostalgische Gefühle wecken. Doch die Generation Z lässt ihre DIY-Kompetenz, ihre körperpositive Einstellung und ihre digitale Affinität in diese Stile einfließen und macht sie sich auf diese Weise zu eigen.

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Gesprächseinstieg: Was hältst du von Trends wie #barbiecore und #mermaidcore?

3. Männer unter Druck

⚠️ Jeder dritte junge Mann in Deutschland findet Gewalt gegenüber Frauen »akzeptabel« — Welt

Worum es geht: Traditionelle Rollenbilder prägen nach wie vor die Vorstellungen von Männlichkeit bei jungen Männern in Deutschland, mit teils besorgniserregenden Auswirkungen auf ihr Verhalten gegenüber Frauen.

Warum das alarmierend ist: Eine kürzlich durchgeführte Studie von Plan International Deutschland zeigt, dass ein Drittel der befragten Männer zwischen 18 und 35 Jahren Gewalt in Auseinandersetzungen mit der Partnerin für akzeptabel hält. 34 Prozent der Befragten gaben an, bereits Gewalt angewandt zu haben, um Respekt einzufordern. Viele der befragten jungen Männer gaben an, den Druck zu spüren, sich weiterentwickeln zu wollen. Sie fühlen sich einsam und isoliert, haben aber Angst, ihre Gefühle zu zeigen, da dies als Schwäche wahrgenommen werden könnte. 

»Der mittelmäßige Mann, der früher ohne viel Zutun Karriere machte, kommt jetzt unter Druck. Es sind keine lustigen Zeiten für ihn. Bei gleicher Qualifikation liegt der Vorteil heute bei den Frauen, weil es viel aufzuholen gilt.« Cloé Jans, Politologin GfS Bern

🚌 Camp-Jobs vom Reise-Werk

Das Reise-Werk organsiert christliche Freizeiten im europäischen Ausland. Kurzfristig suchen wir für unsere ChurchCamps noch personelle Unterstützung: CHURCHCAMP Costa Brava (Spanien): Hier suchen wir im Zeitraum 10. - 18.07.2023 noch eine Person, die uns beim Camp-Aufbau mit unterstützt und das Team ergänzt. CHURCHCAMP Korsika (Frankreich): Im Zeitraum 17.07. - 30.07.2023 suchen wir hier noch eine Person, die als Campmeister (m/w) für uns als Ansprechperson vor Ort ist. Detaillierte Infos bekommt ihr unter: reise-werk.de/jobs oder per Mail an campjobs@reise-werk.de

Jetzt Camp-Jobs anschauen

Song der Woche

Fast Car – Luke Combs nostalgische Hommage an Tracy Chapmans gleichnamigen Hit aus dem Jahr 1988.

»Fast Car« von Luke Combs: Dieser Song, der sich auf Platz 4 der Billboard-Charts, Spotify und Platz 5 bei Apple Music positioniert hat, ist eine nostalgische Hommage des Country-Künstlers Luke Combs an Tracy Chapmans gleichnamigen Hit aus dem Jahr 1988. Mit einem wunderschönen Refrain über einen Hauch von Zugehörigkeit und Hoffnung handelt der Song im Kern von dem Wunsch, das Beste aus unserem Leben zu machen und den Kampf, Armut und Generationsflüche zu überwinden. Combs entschied sich dafür, seine Version des Songs wortgetreu zu covern, inklusive der Zeile »So I work in the market as a checkout girl«, um »dem Song gegenüber einfach extrem respektvoll zu sein«. Für den kompletten Songtext, klicke hier und die Version zum Mitsingen hier

Deep Dive in die Lebenswelt junger Menschen

Wenn Luke Combs die Zeilen singt: »I had a feeling that I belonged / I had a feeling I could be someone«, greift er eine der tiefsten Sehnsüchte des menschlichen Herzens auf: den Wunsch, die Leute zu finden, bei denen wir uns zugehörig fühlen und bei denen wir uns entfalten können. Søren Kierkegaard brachte es einst in seiner typisch dramatischen Art auf den Punkt: »Tief im Inneren eines jeden Menschen sitzt die Angst, allein auf der Welt zu sein, von Gott vergessen, übersehen inmitten von Millionen und Abermillionen.«

Wir Menschen tun fast alles, um irgendwo dazuzugehören — sogar Trends wie #barbiecore und #mermaidcore zu folgen.

Dieselbe Sehnsucht steckt auch hinter romantischen Beziehungen. Kein Wunder, denn Gott hat uns für menschliche Beziehungen erschaffen. Als er die Welt in Genesis 1 und 2 schuf, gab es nur eine Sache, die er als nicht gut bezeichnete: Die Tatsache, dass Adam allein war. Also schuf Gott Eva – und seitdem sind wir für zwischenmenschliche Beziehungen prädestiniert.

In der heutigen Zeit (und vielleicht schon immer) werden alle möglichen seltsamen Probleme und Komplikationen mit unserem gottgegebenen Wunsch nach Zugehörigkeit in Verbindung gebracht. Ob durch den Druck der sozialen Medien, undefinierte Beziehungen (Situationships), Sex-Dating, zahlreiche Dating-Apps, die Angst vor Ablehnung oder Phänomene wie Ghosting ist es in der modernen Welt alles andere als einfach, sich in romantischen und anderen Beziehungen zurechtzufinden.

Ob durch den Druck der sozialen Medien, undefinierte Beziehungen (Situationships), Sex-Dating, zahlreiche Dating-Apps, die Angst vor Ablehnung oder Phänomene wie Ghosting ist es in der modernen Welt alles andere als einfach, sich in romantischen und anderen Beziehungen zurechtzufinden. Foto unsplash+

So wichtig es auch ist, ein gesundes Dating-Verhalten zu entwickeln, letztendlich kann nur Gott unser tiefes Verlangen nach Zugehörigkeit stillen. Wie Augustinus es einst in einem Gebet an Gott ausdrückte: »Geschaffen hast du uns auf dich hin, o Herr, und unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir« Wir hoffen, dass du und deine Familie nicht nur in euren Beziehungen zueinander, sondern vor allem auch in eurer Beziehung zu Gott – der wahren Quelle unserer Zugehörigkeit und Bedeutung – wachst.

💬

Hier sind einige Fragen, die du stellen kannst, um mit deinen Jugendlichen ins Gespräch zu kommen:
Wann hast du das letzte Mal ein starkes Gefühl der Zugehörigkeit empfunden?
• Was sollten Erwachsene deiner Meinung nach über das Dating in deiner Generation verstehen?
• Wie siehst du das Zitat von Augustinus? Stimmst du ihm zu? Warum oder warum nicht?

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